Christlich-Demokratische Union

    Aus DDR-Lexikon

    Abk.: CDU; Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands entstand aus einem Gründungsaufruf vom 25.6.1945. Am 10.6.1945 wurde die Partei durch die Sowjetische Militäradministration (SMAD) genehmigt. Das Gründungsprogramm sah einen Einsatz für "geistige und religiöse Gewissensfreiheit", für ein demokratisches Staatswesen und für Verstaatlichungen vor. Die Parteivorsitzenden wurden jedoch regelmäßig durch die SMAD zum Rücktritt gezwungen; das Programm musste radikal umformuliert werden. Durch die Eingliederung in den Block der Demokratischen Parteien unterstand die CDU schließlich den Weisungen der SED. Die überkonfessionelle Partei konnte rasch Anhänger gewinnen: Schon im August 1945 zählte sie in der sowjetischen Zone 100 000 Mitglieder. Als Block- und später elitäre Kaderpartei musste sie jedoch drastische Mitgliedereinbußen hinnehmen.