Lebens-/Genussmittel

    Aus DDR-Lexikon

    Erfrischungsgetränke: "Sekt oder Selters" - diese Frage stellte sich nur für die älteren DDR-Brüger. Jugendliche tranken mit Begeisterung Club- und Vita-Cola, die beiden beliebten Konkurrenzprodukte zu den amerikanischen, in der DDR nicht erhältlichen Cola-Marken.

    Alkoholische Getränke: Rotkäppchen-Sekt besitzt inzwischen deutschlandweit viele Liebhaber. Aber auch andere alkoholische Getränke aus der DDR wie Hasseröder Premiumpils oder Nordhäuser Doppelkorn können sich bis heute guter Absatzzahlen erfreuen.

    Kaffee: Ein ewiges Ärgernis für die meisten Kaffeetrinker in der DDR war die geringe Qualität des praktisch nie frisch gemahlenen "röstfeinen" Kaffeepulvers, das nach Meinung vieler die Bezeichnung "Genussmittel" nicht verdiente.

    Tabakwaren: Club, Juwel, F6 und Tadellos hießen die Zigaretten, die in der DDR geraucht wurden. Die Wahl der einzelnen Marken war jedoch oft weniger Geschmacks- als Klassenfrage und unterschied die sonst so "gleichen" Genossen.

    Deftiges: Die Rückkehr der Ochsenschwanz- und Tomatencreme-Fertigsuppen von Suppina versetzt "Ostalgiker" ebenso in Begeisterung wie ein Originalglas Spreewälder Gurken. Auch mit der Herstellung des Bauz'ner Senfs bewies die DDR Geschmack.

    Süßes: Bei den Namen für Süßwaren gab sich die DDR-Lebensmittelindustrie nur wenig Mühe, sich von ihrer West-Konkurrenz zu unterscheiden: So ist Nudossi ein Nutella-ähnlicher Brotaufstrich aus Schokolade, und Hansa-Kekse sollten die Sehnsucht nach Leibniz-Keksen befriedigen.

    Kinder- und Babynahrung: Auch an die Kleinsten wurde gedacht und ihnen eine gesunde und ausgewogene Ernährung angeboten. Die Babymilch Milasan und der Getreidebrei mit Namen Mekorna ließen Generationen kräftiger, leistungsfähiger Genossen heranwachsen.