Medien

    Aus DDR-Lexikon

    In der DDR durften selbstverständlich nur Presseerzeugnisse publiziert werden, die der Linie des SED-ZK entsprachen und dem Sozialismus förderlich waren. Zu den auflagenstärksten und wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften zählten:

    • Neues Deutschland (ND): das Zentralorgan der SED, daher in der DDR Auflage in Millionenhöhe, heute unter 200 000 Exemplare, aber weiterhin auflagenstärkste Tageszeitung in den neuen Bundesländern; Gründung 1946.
    • Bauern-Echo: Parteizeitung der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands
    • Berliner Zeitung: Gründung 1945 als erste Zeitung Berlins, ab 1953 SED-Bezirkszeitung für Berlin; heute Gruner+Jahr
    • Junge Welt: 1947-52 Wochenzeitung, danach Tageszeitung der FDJ, mit über 1 Mio. Exemplaren; 1990 Trennung von der FDJ und Umbenennung in "Linke sozialistische Tageszeitung"
    • Das Magazin: monatliches Unterhaltungsmagazin; Gründung 1953.
    • Der Morgen: Zeitung der LDPD
    • National-Zeitung: Tageszeitung der NDPD; erste Ausgabe März 1948
    • Neue Zeit: Zeitung der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ); erste Ausgabe Juli 1945
    • Tribüne: Verbandszeitung des FDGB
    • Weltbühne: Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft; Gründung bereits 1905, Neugründung 1946
    • Wochenpost: wegen ihrer populären Aufmachung und Alltagsnähe sehr beliebte parteikonforme Wochenzeitung; Gründung 1953

    Tageszeitungen: Die politischen Tageszeitungen gaben deutlich die ideologische Linie des DDR-Regimes wieder; viele waren ohnehin Parteiorgane. Wo die Interessen der DDR-Bürger tatsächlich lagen, zeigt die Tatsache, dass eine täglich erscheinende Sportzeitung reißenden Absatz fand.

    Magazine: Das einfallsreich betitelte Magazin "Das Magazin" ist heute eine der ältesten noch erscheinenden Periodika und deckte in der DDR Thematiken wie Reise, Mode und Erotik ab. Andere Magazine lieferten das Fernsehprogramm, satirische Berichte oder politische Informationen.

    Fachzeitschriften: Pflanztipps für den Garten und Einrichtungsvorschläge lieferten die Fachzeitschriften der DDR ebenso wie Motorsportergebnisse, Informationen über die aktuelle Musik und Filmkritiken - für jeden Geschmack war etwas dabei.

    Kinder- und Jugendzeitschriften: Die Jüngsten in der DDR wurden mit Manne Murmelauge, Flitzi und Rolli, Bummi, dem Teddybären oder Käpt'n Lütt und Mutz unterhalten. Zeitschriften für Jugendliche verbanden unterhaltende mit lehrreichen Themen und förderten die sozialistische Gesinnung des Nachwuchses.