Wilhelm Pieck

    Aus DDR-Lexikon

    deutscher Politiker geboren: 3. Januar 1876 in Guben (Oder) gestorben: 7. September 1960 in Ost-Berlin

    eigentlich: Friedrich Wilhelm Reinhold Pieck; Wilhelm Pieck war ursprünglich Sozialdemokrat, dann Mitbegründer der Kommunistischen Partei und des Komitees "Freies Deutschland", Führer und Mitbegründer der KPD und SED. Die Jahre von 1939 bis 1945 verbrachte er in der Sowjetunion. 1946 bis 1954 war er zusammen mit Otto Grotewohl Vorsitzender der SED, 1949 bis 1960 (mit geringem politischen Einfluss) Präsident der DDR.

    • 1890-94 Tischlerlehre
    • 1895 Eintritt in die SPD
    • 1919 Mitbegründer der KPD
    • 1921-28 Mitglied des Preußischen Landtags
    • 1928-33 Mitglied des Deutschen Reichstags
    • 1932-33 Mitglied des Preußischen Landtags
    • 1933-39 Emigration nach Paris (Mitglied der illegalen "Auslandsleitung" der KPD in Paris)
    • 1939-45 Emigration nach Moskau (Mitgründer des "Nationalkomitee Freies Deutschland")
    • 1946-54 nach dem Vereinigungsparteitag von KPD und SPD in Berlin gemeinsam mit Otto Grotewohl Vorsitzender der SED
    • 1946-49 Abgeordneter des Brandenburger Landtags
    • ab 1949 Mitglied des Politbüros der SED
    • 1949 zum Präsidenten der DDR gewählt
    • 1953 Verleihung des Karl-Marx-Ordens
    • 1954 Auszeichnung mit dem Vaterländischen Verdienstorden