Heinz Keßler

    Aus DDR-Lexikon

    Minister für Nationale Verteidigung geboren: 26. Januar 1920 in Lauban, Schlesien

    Der im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht zur Roten Armee übergelaufene Keßler übernahm 1985 das Ministerium für Nationale Verteidigung und musste sich für seine Anweisungen später im so genannten "Schießbefehl-Prozess" verantworten.

    • 1934-40 Ausbildung und Arbeit als Maschinenschlosser
    • Juli 1941 Übertritt von der Wehrmacht zur Roten Armee, Mitbegründer des Nationalkomitees "Freies Deutschland"
    • 1945 Rückkehr nach Deutschland, Eintritt in die KPD
    • 1946 Mitbegründer der FDJ
    • ab 1946 Mitglied des Zentralkomitees der SED
    • 1950-89 Abgeordneter der Volkskammer
    • 1965 Vaterländischer Verdienstorden
    • 1970 Orden des Vaterländischen Krieges (UdSSR)
    • 1979

    Karl-Marx-Orden

    • 1985 Minister für Nationale Verteidigung, ab 3.12.1985 Armee-General
    • ab 1986 Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED
    • 1989 Rücktritt von allen Ämtern
    • 1990 Ausschluss aus der SED/PDS
    • 1994 wegen Totschlags im Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze zu siebeneinhalb Jahren verurteilt
    • 1996 Haftantritt
    • 1998 aus gesundheitlichen Gründen entlassen