Chronik der DDR 1959

    Aus DDR-Lexikon

    3. Januar Jugendkomplexbrigade „Nikolai Mamai“ im VEB Elektronisches Kombinat Bitterfeld beschließt als erste Brigade der DDR, unter der Losung „Sozialistisch arbeiten, lernen und leben“ um den Titel „Brigade der sozialistischen Arbeit“ zu kämpfen.
    3. Januar Die Jugendkomplexbrigade »Nikolai Mamai« aus dem Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld ruft zu Beginn des Siebenjahrplanes dazu auf, unter der Losung »Auf sozialistische Weise arbeiten, lernen und leben« um den Titel »Brigade der sozialistischen Arbeit« (heute »Kollektiv der sozialistischen Arbeit«) zu kämpfen. Es entstehen erste Kultur- und Bildungspläne in den Brigaden.
    5. Januar Eröffnung der Militärakademie „Friedrich Engels“ in Dresden.
    10. Januar UdSSR veröffentlicht Note mit Entwurf eines Friedensvertrages für Deutschland; am 8.4. richtet Otto Grotewohl an Bundeskanzler Adenauer den Vorschlag zu Vorverhandlungen über einen Friedensvertrag.
    13. Januar

    - 15. Januar

    Tanzmusikkonferenz in Lauchhammer, veranstaltet vom Ministerium für Kultur, dem Staatlichen Rundfunkkomitee und dem Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler.
    15. Januar

    - 17. Januar

    4. Tagung des ZK der SED: Beschluss über die Umgestaltung des Schulwesens und Einführung der zehnklassigen polytechnischen Schulbildung; Gesetzentwurf über die LPG.
    15. Januar

    - 17. Januar

    Die 4. Tagung des ZK der SED berät über Grundprobleme der weiteren sozialistischen Umgestaltung in der DDR. Das ZK der SED beschließt unter anderem »Thesen über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR«. Referat von Kurt Hager (Die weitere Entwicklung der polytechnischen sozialistischen Schule in der DDR).
    16. Januar Zentralantiquariat des Volksbuchhandels in Leipzig gegründet. Zu seinen Aufgaben gehören Vertrieb, Anleitung von Antiquariaten des Volksbuchhandels und herausgeberische Tätigkeit (Reprints).
    21. Januar

    - 8. Februar

    Filmwochen der DEFA in London. Gezeigt werden unter anderen die Filme »Stärker als die Nacht«, »Genesung«, »Der Hauptmann von Köln«.
    22. Januar Stiftung des Kunstpreises der DDR.
    22. Januar Den Lessing-Preis erhalten Johanna Rudolph und Harald Hauser.
    23. Januar Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste. Wahl Erwin Strittmatters zum Mitglied.
    1. Februar

    - 8. Februar

    Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Festwoche anlässlich des 150. Geburtstages des Komponisten in Leipzig.
    17. Februar Kunstsammlung des Gothaer Schloßmuseums von der Sowjetunion zurückgegeben.
    17. Februar Beschluss des Politbüros des ZK der SED »Erklärung zum Händel-Gedenkjahr 1959«.
    23. Februar Feierliche Eröffnung des Händel-Jahres aus Anlass des 200. Todestages des Komponisten in Halle.
    26. Februar Uraufführung des Dokumentarfilms »Ein Tagebuch für Anne Frank« (Buch und Regie: Joachim Hellwig) in Berlin. Der Film erhält 1960 auf der III. Dokumentär- und Kurzfilmwoche den 1. Hauptpreis.
    4. März

    - 12. März

    Besuch einer sowjetischen Delegation unter Leitung von Chruschtschow in der DDR; Chruschtschow bestreitet den ultimativen Charakter der sowjetischen Note vom 27.11.1958 und unterstreicht die sowjetische Entschlossenheit zum Abschluss eines Friedensvertrages mit beiden deutschen Staaten; am 9.3. trifft Chruschtschow in der Ost-Berliner Botschaft der Sowjetunion mit dem Vorsitzenden der SPD, Erich Ollenhauer, zusammen.
    6. März

    - 5. April

    Will-Lammert-Gedächtnisausstellung in Berlin.
    18. März Parteivorstand der SPD veröffentlicht einen Deutschlandplan.
    23. März DDR-Erstaufführung von Bertolt Brechts »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« am Berliner Ensemble (Regie: Peter Palitzsch, Hilmar Thate; Hauptdarsteller: Ekkehard Schall, Hilmar Thate).
    25. März Den Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste erhalten Hans Lorbeer sowie Heiner und Inge Müller.
    27. März Uraufführung des DEFA-Films »Sterne« (Buch: Angel Wagenstein; Regie: Konrad Wolf; Hauptdarsteller: Jürgen Froh-riep, Erik S. Klein, Sascha Kruscharska, Stefan Pejtschew). 1. Koproduktion mit der Volksrepublik Bulgarien. Auf dem XII. Internationalen Filmfestival Cannes (1959) erhält der Film den Sonderpreis.
    2. April Brief des ZK der SED an den Parteivorstand und alle sozialdemokratischen Organisationen und Mitglieder der SPD zum Deutschlandplan der SPD; erneuter Vorschlag zur Aktionsgemeinschaft beider Parteien und der Gewerkschaften.
    11. April Händel-Festwoche in Halle anlässlich des 200.Todestages des Komponisten mit Beteiligung ausländischer Händelforscher, Musikwissenschaftler und Interpreten. Auf einem Festakt der Regierung der DDR (14. April) würdigt Otto Grotewohl in seiner Rede (Handels Werk verbindet das deutsche und das englische Volk im humanistischen Geiste) die Leistung Georg Friedrich Handels.
    15. April Ausstellung mit Werken der Malerei Rudolf Berganders und Plastiken Walter Arnolds in Dresden.
    17. April 3. Konferenz zu Pressefragen des ZK der SED in Leipzig. Es referiert Albert Norden (Unsere Presse - kollektiver Organisator der sozialistischen Umgestaltung).
    22. April Kunstpreis der DDR erstmals verliehen. Ausgezeichnet werden Alfred Beier-Red, Hannes Fischer, Jean Kurt Forest, Richard Groschopp, Ernst Gruber, Walter Howard, Herbert Kegel, Günter Kochan, Rolf Ludwig, Gisela May, Egon Morbitzer, Anni Peterka, Horst Schönemann, Walter Womacka und Dieter Zechlin. (Der Preis war am 22. Januar vom Ministerrat der DDR gestiftet worden.)
    24. April 1. Bitterfelder Kulturkonferenz berät unter dem Motto „Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalkultur braucht Dich!“ Grundfragen der Kulturpolitik (Bitterfelder Weg).
    24. April Kulturkonferenz unter dem Motto »Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalkultur braucht dich!« im Kulturpalast des VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld (1. Bitterfelder Konferenz). Reden von Walter Ulbricht (Fragen der Entwicklung der sozialistischen „Literatur und Kultur) und Alfred Kurella (Ökonomische Hauptaufgabe und Literatur). Forderung nach Hinwendung der Kunst zur volksverbundenen, parteilichen Gestaltung des Helden unseres Zeitalters, besonders des sozialistischen Arbeiters und Bauern, nach Entwicklung eines neuen Verhältnisses der Künstler zum werktätigen Volk durch Veränderung ihrer Lebensund Schaffensweise, nach vielseitiger kunstschöpferischer Tätigkeit der Arbeiter, Bauern und der anderen Werktätigen.
    24. April Uraufführung der »Deutschen Sinfonie« von Hanns Eisler mit Texten von Bertolt Brecht in einem Sonderkonzert der Berliner Staatskapelle in der Deutschen Staatsoper Berlin (Dirigent: Walter Goehr aus London).
    30. April Den Preis für künstlerisches Volksschaffen erhalten unter anderen Guido Masanetz, Fred Praski, Carl Schröder sowie der Dorfklub Bennstedt, der Kunstzirkel des VEB Farbenfabrik Wölfen, die Leipziger Volkssingakademie und das Zentrale Ensemble Textil in Greiz.
    6. Mai

    - 7. Mai

    3.Baukonferenz des ZK der SED und des Ministeriums für Bauwesen in Berlin berät die Fortsetzung der Industrialisierung des Bauwesens im Siebenjahrplan.
    6. Mai

    - 7. Mai

    l. Laienpuppenspielkongress in Altenburg.
    11. Mai

    - 20. Juni

    ( und 13.7.-5.8) Konferenz der Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der UdSSR unter gleichberechtigter Teilnahme von Delegationen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Genf endet ohne Einigung in der deutschen Frage.
    12. Mai

    - 15. Mai

    VI. Parlament der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Rostock; „Programm der jungen Generation für den Sieg des Sozialismus“. Überarbeitung des Statuts, Wahl von H. Schumann (SED) zum 1. Sekretär des Zentralrats.
    12. Mai Gründung des »Internationalen Theaterinstituts (ITI), Zentrum DDR« in Berlin.
    12. Mai

    - 15. Mai

    VI. Parlament der FDJ in Rostock. Programm der jungen Generation für den Sieg des Sozialismus, Arbeitsentschließung und überarbeitetes Statut der FDJ beschlossen. Horst Schumann wird zum 1. Sekretär des Zentralrates gewählt.
    22. Mai In der DDR leben nach den Unterlagen der deutschen Zentralverwaltung für Statistik 17310670 Einwohner.
    22. Mai

    - 23. Mai

    5. Tagung des ZK der SED: Vorschlag zum Abschluss eines Nichtangriffspaktes zwischen beiden deutschen Staaten; am 19.6. überreicht DDR-Außenminister Lothar Bolz den Teilnehmern der Genfer Konferenz einen entsprechenden Entwurf.
    24. Mai Erster Klub der Werktätigen der DDR in Bad Lauchstädt gegründet.
    30. Mai VI. Zentrale Delegiertenkonferenz des Verbandes der Deutschen Presse in Berlin. Änderung des Namens in »Verband der Deutschen Journalisten«. Georg Krausz wird zum Vorsitzenden gewählt.
    3. Juni Die Volkskammer beschließt das Gesetz über die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG).
    11. Juni Arbeitsgemeinschaft für das Kinder- und Jugendbuch gegründet.
    12. Juni

    - 21. Juni

    1. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Halle unter dem Motto »Die besten Schätze der deutschen und internationalen Kunst und Literatur für unsere schaffenden Menschen« finden statt. Sie stehen im Zeichen des Aufrufes der Brigade »Nikolai Mamai«, auf sozialistische Weise zu arbeiten, zu lernen und zu leben. Mitwirkende sind 6 400 Volks- und 4 900 Berufskünstler. Über 600.000 Werktätige erleben insgesamt 287 Veranstaltungen. Auch Ensembles aus der UdSSR, der Sozialistischen Republik Rumänien, der Ungarischen Volksrepublik sowie aus Italien wirken mit. Es finden vielfältige Musik- und Theaterveranstaltungen statt wie Sinfoniekonzerte, die Aufführung von Friedrich Schillers »Wallenstein« durch das Deutsche Theater Berlin. Weitere Veranstaltungen sind unter anderen eine öffentliche Amateurfilmschau, ein Forum mit Schriftstellern und Brigadetagebuchführern sozialistischer Brigaden sowie Ausstellungen des bildnerischen Volksschaffens.
    13. Juni

    - 21. Juni

    1. Arbeiterfestspiele der DDR im Bezirk Halle; die hohe Beteiligung von Laienkünstlern und Volkskunstgruppen soll Zeugnis vom „Bitterfelder Weg“ ablegen.
    14. Juni Erster öffentlicher Auftritt des ersten Arbeiter-und-Bauern-Theaters im Bezirk Suhl (Arbeiter-und-Bauern-Theater Bauerbach). Es eröffnet mit einer Inszenierung von Friedrich Schillers »Wilhelm Tell« eine Festwoche aus Anlass des 200. Geburtstages des Dichters. Künftig tritt es auf seiner eigenen Naturbühne sowie auch auf anderen Bühnen auf.
    15. Juni

    - 1. September

    Josef-Hegenbarth-Ausstellung zum 75. Geburtstag des Künstlers mit Gemälden und Zeichnungen in Berlin.
    18. Juni

    - 20. Juni

    Arbeitstagung pädagogischer Wissenschaftler, einberufen vom ZK der SED und vorn Ministerium für Volksbildung. Es referiert Hans Kaiser (Durch sozialistische Gemeinschaftsarbeit zu hohen Leistungen in der Schule).
    15. Juli

    - 30. August

    Ausstellung »Menschen unserer Zeit in Bildnissen - Malerei, Grafik, Plastik« in Berlin.
    18. Juli Die Komische Oper Berlin wird für ihre Inszenierung von »Hoffmanns Erzählungen«, die während der Theaterfestspiele im Pariser »Theatre des Nations« gezeigt wurde, mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
    1. August

    - 10. Oktober

    Internationale Buchkunstausstellung (iba) in Leipzig. Eröffnungsrede von Alexander Abusch (Die Buchkunst in der sozialistischen Kulturrevolution). Für gute Buchgestaltung erhält die DDR 11 Gold-, 24 Silber- und 10 Bronzemedaillen.
    13. August

    - 16. August

    III. Deutsches Turn- und Sportfest in Leipzig.
    15. August

    - 2. September

    Rügen-Festspiele in Ralswiek.
    16. August Uraufführung der Volksballade »Klaus Störtebecker« von KuBa in Ralswiek im Rahmen der Rügen-Festspiele. (Regie: Hanns Anselm Perten; es wirken 1200 Berufs- und Laienkünstler mit).
    19. August Schiller-Festspiele der deutschen Jugend in Weimar.
    24. August Gründung der ersten Kulturakademie der DDR in Magdeburg.
    1. September Einführung des Lehrplans für die zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule nach Vorschlägen der 4. ZK-Tagung; am 2.12. beschließt die Volkskammer mit dem Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens die Einführung des neuen Schultyps in der gesamten DDR bis 1964.
    1. September In Bitterfeld wird die erste Betriebsakademie in der DDR eröffnet.
    12. September Einweihung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen faschistischen Konzentrationslagers Ravensbrück mit der Plastik »Tragende« von Will Lammert.
    13. September Uraufführung des szenischen Oratoriums »Prometheus« von Rudolf Wagner-Régeny (nach Aischylos).
    23. September

    - 24. September

    4. Zentrale Delegiertenkonferenz der Gewerkschaft Kunst in Leipzig.
    25. September Eine vom DFD einberufene Konferenz weiblicher Kulturschaffender findet in Dresden statt.
    27. September Eröffnung einer repräsentativen Ausstellung mit Werken Otto Nagels anlässlich seines 60. Geburtstages in der Nationalgalerie Berlin.
    1. Oktober Volkskammer beschließt Gesetz über Siebenjahrplan zur Entwicklung der Volkswirtschaft (1959-1965) und Gesetz über die Staatsflagge der DDR (schwarzrotgoldene Fahne mit dem Staatswappen).
    3. Oktober 2.Berliner Internationale Fotoausstellung (bifota) eröffnet. Gezeigt werden 380 Arbeiten von Fotografen aus 11 Ländern.
    3. Oktober

    - 15. Oktober

    Gastspiel des Staatlichen Ukrainischen Volkschores in der DDR.
    3. Oktober

    - 18. Oktober

    III.Berliner Festtage. Gastspiele geben unter anderen das Prager Nationalballett, der Staatliche Ukrainische Volkschor und die Szetschuan-Oper aus der Volksrepublik China. Zu den Gästen aus der DDR gehört das Volkstheater Halberstadt mit »Die Entscheidung der Lene Mattke« von Helmut Sakowski. Die Premiere der Oper »Der arme Konrad« von Jean Kurt Forest an der Deutschen Staatsoper Berlin ist einer der Beiträge der Berliner Bühnen.
    3. Oktober

    - 15. November

    Kunstausstellung »Mit unserem Leben verbunden« aus Anlass des 10. Jahrestages der Gründung der DDR in Berlin.
    3. Oktober

    - 15. November

    Gastspiel der Dresdner Philharmonie in der Volksrepublik China. Aufführung der IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven in Peking.
    4. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1959: I Anna Seghers, Eduard von Winterstein; II Walter Arnold, Max Burghardt, Stefan Heym, Helmut Koch, Will Lammert, Jan Petersen, Kollektiv des Buchenwald-Denkmals (Ludwig Deiters, Rene Graetz, Hans Grotewohl, Waldemar Grzimek, Hans Kies, Horst Kutzat, Hubert Matthes, Hugo Namslauer), Kollektiv des Films »Das Lied der Matrosen« (Karl Georg Egel, Joachim Hasler, Kurt Maetzig, Otto Merz, Günter Reisch, Paul Wiens), Kollektiv der Händel-Festspiele (Rolf Apreck, Philine Fischer, Kurt Hübenthal, Hellmuth Kaphahn, Günther Leib, Jutta Vulpius), Kollektiv der Rügen-Festspiele (Günter Kochan, KuBa, Hanns Anselm Perten), Kollektiv des Films »Sterne« (Werner Bergmann, Konrad Wolf); III Theo Adam, Karl Kayser, Bernhard Kretzschmar, Kurt Schwaen, Ingeborg Wenglor, Kollektiv der Aufführung »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« (Peter Palitzsch, Manfred Wek-werth), Kollektiv Fernsehspiele (Wilhelm Gröhl, Werner Fehling, Fred Reichwald, Helmut Sakowski), Kollektiv der Sportschau zum III. Deutschen Turn- und Sportfest (Alfred Dittrich, Erich Riede berger, Hilda Riedeberger), Kollektiv der Aufführung »Wallenstein« (Wolfgang Heinz, Karl Paryla).
    4. Oktober Kunstpreis der DDR verliehen an Horst Drinda, Gerhard Geyer, Otto Holub, Ernst Jazdzewski, Lothar Krompholz, Hans Dieter Mäde, Heinz Quermann, Karla Runkehl, Ekkehard Schall, Gustav Schmahl, Christa und Helmut S eifert, Robert Trösch, Marioara Vaidas, Roman Weyl, Alfons Wonneberg.
    4. Oktober Beginn des Gastspiels des Berliner Rundfunksinfonieorchesters in London.
    4. Oktober Uraufführung der Oper »Der arme Konrad« von Jean Kurt Forest nach dem Schauspiel von Friedrich Wolf an der Deutschen Staatsoper Berlin (Regie: Erich Alexander Winds; Sänger: Gerhard Stolze, Ingeborg Wenglor).
    4. Oktober Westseite des Pergamonaltars und dem berühmten Altarfries.
    26. Oktober

    - 31. Oktober

    5. Kongress des FDGB in Berlin (Ost); Beschluss zur Entfaltung der sozialistischen Gemeinschaftsarbeit und zur Erfüllung des Siebenjahrplans.
    26. Oktober

    - 31. Oktober

    5. FDGB-Kongress tagt in Berlin. Annahme der Entschließung »Die Aufgaben der Gewerkschaften im Kampf um den Sieg des Sozialismus in der DDR und die Sicherung des Friedens«. Herbert Warnke wird erneut zum Vorsitzenden gewählt.
    28. Oktober Den Literaturpreis des FDGB erhalten Otto Gotsche, Hasso Grabner, Regina Hastedt, Jochen Koeppel, Hans Marchwitza, Jupp Müller sowie das Kollektiv des Fernsehspiels »Die grüne Mappe« (Walter Baumert, Achim Hübner, Hermann Rodigast).
    6. November

    - 11. November

    Schiller-Festwoche in der DDR zum 200. Geburtstag des Dichters unter anderem mit einer wissenschaftlichen Konferenz des Schiller-Komitees der DDR (6. bis 9. November) und mit dem Festakt der Regierung der DDR (10. November) in Weimar. Festrede von Alexander Abusch (Wir bewahren Schillers humanistisches Erbe für unsere ganze Nation) und Ansprache von Walter Ulbricht (Das Volk ehrt seinen Freiheitsdichter).
    12. November Verordnung erlassen über die Sicherung der festen Ordnung an den allgemeinbildenden Schulen (Schulordnung), die die Verantwortung des Ministeriums für Volksbildung, der Bezirksund Kreisschulräte und der Direktoren und Schulleiter für die Planmäßigkeit, Stetigkeit und Ordnung der Arbeit an der Schule festlegt.
    14. November Ausstellung »Sowjetische Kunst der Gegenwart« in Berlin eröffnet. Sie wird anschließend in Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig gezeigt.
    19. November Gastspiel der Komischen Oper Berlin in Moskau mit »Hoffmanns Erzählungen«, »Die Zauberflöte« und »Albert Hering« beginnt.
    27. November

    - 29. November

    1. Amateurfilmkongress in Berlin.
    28. November Bundesvorstand des FDGB stiftet »Kunstpreis des FDGB«, der anlässlich der Arbeiterfestspiele verliehen wird.
    1. Dezember

    - 5. Dezember

    4. Kongress des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands in Leipzig-Markkleeberg. Das Referat hält Willi Wolfgramm (Der Siebenjahrplan und die Aufgaben der Bildenden Kunst). Walter Arnold wird zum Präsidenten gewählt.
    2. Dezember Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR. Es sieht vor, bis zum Jahr 1964 die zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule schrittweise für alle Kinder einzuführen. Rede Otto Grotewohls vor der Volkskammer zur Begründung des Gesetzes (Neue Zeiten - neue Schulen).
    10. Dezember

    - 13. Dezember

    7. Tagung des ZK der SED; Beratung von landwirtschaftlichen Fragen mit Vertretern der Agrarwissenschaft der LPG und der DBD, am 12.12. sind im ersten Landkreis der DDR (Eilenburg) alle Bauern in LPG zusammengeschlossen; Ende 1959 werden über 43 v. H. der landwirtschaftlichen Nutzfläche von 10132 LPG mit 435 365 Mitgliedern bearbeitet.
    11. Dezember Heinrich-Heine-Preis an Wieland Herzfelde und Walter Stranka verliehen.
    18. Dezember Unterzeichnung eines Abkommens über den Bau einer Erdölleitung von Weißrussland nach Schwedt an der Oder durch die UdSSR. Polen und die DDR in Moskau; am 30.4. begann im Kombinat Schwarze Pumpe die Produktion von Braunkohlenbriketts und elektrischem Strom.
    25. Dezember Uraufführung des DEFA-Films »Kabale und Liebe« nach Friedrich Schiller (Regie: Martin Hellberg; Hauptdarsteller: Wolf Kaiser, Marion van de Kamp, Otto Mellies, Axel Triebel, Marianne Wünscher).