Chronik der DDR 1963

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Gründung des Staatsverlages der DDR, der die Aufgabe hat, die amtlichen Dokumente der Volkskammer, des Staatsrates und des Ministerrates der DDR sowie Literatur zu Staats- und Rechtsfragen herauszugeben.
    10. Januar Ausstellung »Kunst im Kampf« in der Deutschen Akademie der Künste. Die Ausstellung wird anschließend in verschiedenen Städten der DDR gezeigt.
    12. Januar DDR und Kuba beschließen Umwandlung ihrer Missionen in Botschaften; damit unterhält die DDR mit 13 Staaten Diplomatische Beziehungen.
    12. Januar Filmtheater des Staatlichen Filmarchivs der DDR »Camera« eröffnet.
    12. Januar Kunstpreis der DDR verliehen an Gerhard Bondzin, Fritz Bornemann, Fred Düren, Götz Friedrich, Fritz Geißler, Ruth Glowa-Burkhardt, Jürgen Hermann, Günter Kootz, Hans Krämer, Armin Mueller-Stahl, Willi Neubert, Gertraut Prenzlow, Lissy Tempelhof, Hilmar Thate und Hermann Ullmann.
    15. Januar VI. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Berlin (Ost); Verabschiedung des Parteiprogramms und des Parteistatuts.
    15. Januar VI. Parteitag der SED in Berlin. Es referiert Walter Ulbricht (Das Programm des Sozialismus und die geschichtliche Aufgabe der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands). Annahme des Programms und des neuen Statuts der Partei. Walter Ulbricht wird zum 1. Sekretär des ZK der SED gewählt.
    18. Januar Uraufführung des DEFA-Films »Beschreibung eines Sommers« nach dem Roman von Karl-Heinz Jakobs (Buch: Karl-Heinz Jakobs, Ralf Kirsten; Regie: Ralf Kirsten; Hauptdarsteller: Christel Bodenstein, Manfred Krug).
    21. Januar 1. Tagung des ZK der SED: Wahl des Ersten Sekretärs des ZK, Walter Ulbricht, sowie des Politbüros, des Sekretariats des ZK und der ZPKK.
    22. Januar Beginn einer Konzertreise der Dresdner Staatskapelle unter Leitung von Otmar Suitner durch mehrere Städte der Sowjetunion (Moskau, Leningrad, Kaunas, Vilnius, Riga, Minsk).
    30. Januar Bildung von Wissenschaftlichen Räten an allen Instituten der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften in Berlin (Ost) zwecks schnellerer Umsetzung von Forschungsergebnissen in landwirtschaftliche Praxis.
    4. Februar Tagung des Präsidiums des Nationalrats der Nationalen Front erklärt das neue Programm der SED zum Gesetz des gemeinsamen Handelns aller Parteien und Massenorganisationen.
    7. Februar Bildung von Landwirtschaftsräten mit Produktionsleitungen beim Ministerrat, in den Bezirken und Kreisen sowie Bildung der Staatlichen Komitees für Erfassung und Aufkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse und für Landtechnik und materiell-technische Versorgung; Auflösung des Landwirtschaftsministeriums.
    26. Februar Beschluss des Politbüros des ZK der SED über Organisierung der Leitung der Parteiarbeit nach dem Produktionsprinzip.
    3. März

    - 4. März

    Empfang französischer und englischer Parlamentarier- Delegation durch Volkskammer-Präsident Johannes Dieckmann.
    8. März Der Dokumentarfilm »Nach einem Jahr«, Beobachtungen in einer 1. Klasse, (Buch und Regie: Winfried Junge) läuft in den Filmtheatern an. Auf der V. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche erhält der Film 1962 den Hauptpreis im Länderprogramm der DDR.
    9. März Uraufführung von Ottmar Gersters Oper »Der fröhliche Sünder« am Deutschen Nationaltheater Weimar.
    15. März Der Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft wählt Johannes Dieckmann zum Präsidenten der Gesellschaft.
    25. März

    - 26. März

    Beratung des Politbüros des ZK der SED und des Präsidiums des Ministerrats mit Schriftstellern und Künstlern über Parteilichkeit und Volksverbundenheit in Literatur und Kunst.
    25. März

    - 26. März

    Beratung des Politbüros des ZK der SED und des Präsidiums des Ministerrats der DDR mit Schriftstellern und Künstlern. Es referiert Kurt Hager (Parteilichkeit und Volksverbundenheit unserer Literatur und Kunst). Walter Ulbricht hält eine Diskussionsrede (Zur Durchführung der Parteitagsbeschlüsse auf dem Gebiet der Kunst).
    27. März Deutsche Erstaufführung von Sergej Prokofjews Oper »Der wahre Mensch« an den Landesbühnen Sachsen, Dresden-Radebeul.
    28. März Bildung einer staatlichen Kommission zur Gestaltung eines einheitlichen sozialistischen Bildungssystems unter Leitung von Alexander Abusch.
    April 1. Konferenz der Berufspuppenspieler (Arbeitsgemeinschaft Berufspuppenspieler beim Ministerium für Kultur) in Meißen-Siebeneichen.
    10. April

    - 12. April

    2. Tagung des ZK der SED: Beschluss über den „Grundriss der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“ und Beratung der Herausgabe der mehrbändigen „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“.
    11. April

    - 30. Juni

    Ausstellung »Sowjetische Künstler«. Erste Gastausstellung der Akademie der Künste der UdSSR in Berlin.
    12. April Uraufführung des DEFA-Films »Nackt unter Wölfen« nach dem Roman von Bruno Apitz (Buch: Bruno Apitz, Frank Beyer; Regie: Frank Beyer; Hauptdarsteller: Viktor Awdjuschko, Fred Delmare, Erwin Geschonneck, Erik S. Klein, Armin Mueller-Stahl, Peter Sturm, Krystyn Wojcik, Gerry Wolff).
    17. April Volkskammer beschließt den Erlass des Staatsrates über die grundsätzlichen Aufgaben und die Arbeitsweise der Rechtspflegeorgane vom 4.4. sowie das Gerichtsverfassungsgesetz und das Gesetz über die Staatsanwaltschaft, ferner das Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Gesetzbuches der Arbeit (GBA) und das Gesetz über den Ministerrat.
    20. April Lessing-Preis an Hans Kaufmann und Helmut Sakowski verliehen.
    21. April

    - 23. April

    Shakespeare-Tage finden in Weimar erstmals wieder statt. Damit wird eine durch den zweiten Weltkrieg unterbrochene Tradition wiederaufgenommen. Sie werden von nun an jährlich durchgeführt. Zum Präsidenten der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft wird Martin Lehnert gewählt.
    23. April Gründung des Hanns-Eisler-Archivs an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin (Beschluss des Präsidiums des Ministerrats der DDR).
    3. Mai Bericht von Staatssekretär Otto Winzer (stellv. Außenminister) über fünfwöchige Afrikareise durch Ghana, Mali, Guinea und Algerien sowie über eine Mitarbeiterkonferenz der Vertretungen der DDR in Afrika in Accra (Ghana) (4. bis 6.4.).
    7. Mai Der Dokumentarfilm »Das russische Wunder«, Teil I und II (Buch und Regie: Annelie und Andrew Thorndike), läuft in den Filmtheatern an. Annelie und Andrew Thorndike erhalten für den Film 1963 den Leninpreis (17. Mai) und den Internationalen Weltfriedenspreis.
    10. Mai Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste an Christa Wolf verliehen.
    14. Mai ZK der SED und Ministerrat beschließen Bildung einer Arbeiter-und-Bauern-Inspektion (ABI) als „gesellschaftliches Kontrollorgan“.
    15. Mai

    - 17. Mai

    III. Forum der sozialistischen Dramatik in Berlin. Es referiert Kurt Bork zum Thema »Das Menschenbild des Sozialismus in unserer Dramatik«.
    16. Mai

    - 17. Mai

    Delegiertenkonferenz des Verbandes Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler in Berlin. Referat von Nathan Notowicz, der erneut zum 1. Sekretär gewählt wird. Annahme des Dokuments »Für eine sozialistische Musikkultur«.
    17. Mai Verleihung des Leninpreises an Annelie und Andrew Thorndike für den Dokumentarfilm »Das russische Wunder«. Die Regierung der DDR zeichnet die Künstler mit dem Nationalpreis aus (25. Mai).
    17. Mai Uraufführung der Bach-Variationen für großes Orchester von Paul Dessau in Schwerin.
    22. Mai Richard-Wagner-Ehrung der DDR im Opernhaus Leipzig aus Anlass des 150. Geburtstages des Komponisten. Den Festvortrag hält Georg Knepler. - Johannes-R.-Becher-Preis an Franz Fühmann verliehen.
    23. Mai

    - 25. Mai

    Delegiertenkonferenz des Deutschen Schriftstellerverbandes in Berlin. Anna Seghers wird zur Vorsitzenden und Hans Koch zum 1. Sekretär des Verbandes gewählt.
    25. Mai Den Nationalpreis erhalten Annelie und Andrew Thorndike.
    28. Mai

    - 1. Juni

    VII. Parlament der FDJ in Berlin. Horst Schumann wird als 1. Sekretär wiedergewählt.
    29. Mai Regierung der DDR beschließt neues Statut der 1955 gegründeten Kommission für UNESCO-Arbeit der DDR.
    30. Mai Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste zur weiteren Arbeit der Akademie nach dem VI. Parteitag der SED. Es referiert Willi Bredel.
    Juni Josef-Hegenbarth-Ausstellung mit Zeichnungen der letzten Jahre.
    4. Juni

    - 5. Juli

    I. Volkskunstkonferenz des Ministeriums für Kultur, des Bundesvorstandes des FDGB, des Präsidiums des Nationalrates der Nationalen Front und des Zentralrates der FDJ in Leipzig. Es referiert Günter Witt (Die Aufgaben der Volkskunst beim umfassenden Aufbau des Sozialismus in der DDR).
    7. Juni

    - 9. Juni

    VI. Bundeskongress des Deutschen Kulturbundes in Berlin. Es referiert Alexander Abusch (Die nationalen Aufgaben der sozialistischen Kultur). Max Burghardt wird zum Präsidenten wiedergewählt.
    20. Juni Regierung der DDR veröffentlicht „Appell an die Bevölkerung Westdeutschlands“ zur Schaffung sachlicher und normaler Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten.
    21. Juni Ministerrat erlässt Verordnung über Maßnahmen zum Schutze der „Staatsgrenze“ zwischen der DDR und Berlin (West) sowie Anordnungen über Errichtung eines besonderen Grenzgebietes und über die Ordnung in diesem Grenzgebiet (zu Berlin [West]).
    21. Juni Preis für künstlerisches Volksschaffen unter anderen verliehen an die Arbeitsgemeinschaft Amateurfilm in Werdau, an das Ernst-Moritz-Arndt-Ensemble der IG Eisenbahn und an das Theater in Meiningen.
    21. Juni

    - 23. Juni

    5.Arbeiterfestspiele im Bezirk Cottbus. Insgesamt finden 250 Veranstaltungen statt, die von 4 800 Laien- und 850 Berufskünstlern gestaltet werden. Es findet ein zentraler Leistungsvergleich der jungen Talente statt. Zu den zahlreichen Ausstellungen gehören »Kunst im Kampf - Revolutionäre Grafik«, eine zentrale Fotoausstellung des Deutschen Kulturbundes sowie eine Ausstellung des Cottbuser Malers Carl Blechen.
    24. Juni

    - 25. Juni

    Wirtschaftskonferenz des ZK der SED und des Ministerrats über das Neue Ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft (NÖSPL); am 15.7. wird die Richtlinie über NÖSPL vom Staatsrat bestätigt.
    28. Juni

    - 1. Juni

    VII. Parlament der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Berlin (Ost): Beratung über die Rolle der Jugend beim umfassenden Aufbau des Sozialismus. Wiederwahl von H. Schumann zum 1. Sekretär.
    3. Juli Gemeinsamer Beschluss des Politbüros des ZK der SED und des Ministerrats „Über die Grundsätze der weiteren Systematisierung des polytechnischen Unterrichts, der schrittweisen Einführung der politischen Grundausbildung und der Entwicklung von Spezialschulen und -klassen“.
    25. Juli Paraphierung des Abkommens über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, unter Wasser und im Weltraum durch die Sowjetunion, USA und Großbritannien in Moskau; die DDR tritt dem Abkommen am 8.8. in Moskau bei, die Bundesrepublik Deutschland lässt es am 19.8. durch ihre Botschafter in Washington, London und Moskau unterzeichnen und erklären, dass der Beitritt der DDR zum Teststopp-Abkommen keine Anerkennung der Eigenstaatlichkeit der DDR bedeute.
    28. Juli

    - 4. Juli

    Besuch von Chruschtschow in der DDR aus Anlass des 70. Geburtstages von Walter Ulbricht (30.6.).
    1. August

    - 4. August

    IV. Deutsches Turn- und Sportfest in Leipzig. Ausstellung »Sport in der bildenden Kunst«. Stiftung des Kunstpreises des Deutschen Turn- und Sportbundes in drei Stufen. Er wird erstmals am 3.Februar 1965 verliehen (künftig alle vier Jahre im vorolympischen Jahr überreicht).
    2. August Erste offizielle Vorführung einer Stereo-Rundfunksendung vor Pressevertretern im Funkhaus Berlin (Nalepastraße). - Uraufführung des DEFA-Films »For eyes only« (Buch: Harry Thürk; Regie: János Veiczi; Hauptdarsteller: Hans Lücke, Alfred Müller, Helmut Schreiber).
    1. September

    - 8. September

    Erstmals Ausstellung »Schönste Bücher aus aller Welt« anlässlich der Leipziger Buchmesse im neuerbauten Messehaus am Markt. Sie findet in der Folge jährlich statt.
    6. September Uraufführung der »Ernsten Gesänge« für Bariton und Streichorchester von Hanns Eisler in Dresden.
    9. September

    - 15. September

    Gemeinsames Manöver der Nationalen Volksarmee (NVA), der Sowjetarmee sowie polnischer und tschechoslowakischer Streitkräfte unter Leitung von Armeegeneral Heinz Hoffmann im Süden der DDR.
    14. September

    - 15. September

    Fest des Liedes und des Tanzes in Aue.
    17. September Kommunique des Politbüros des ZK der SED »Der Jugend Vertrauen und Verantwortung«.
    20. September Politbüro des ZK der SED veröffentlicht Kommuniqué über Jugendfragen; am 19.9. hatte der Staatsrat den Entwurf eines Jugendgesetzes beraten und an den Ministerrat mit der Empfehlung der Veröffentlichung weitergeleitet.
    24. September Premiere der Oper »Ritter Blaubart« von Jacques Offenbach in der Komischen Oper Berlin (Regie: Walter Felsenstein; Sänger: Rudolf Asmus, Joseph Burgwinkel, Werner Enders, Hanns Nocker, Anny Schlemm).
    25. September

    - 26. September

    5. Zentrale Delegiertenkonferenz der Gewerkschaft Kunst in Berlin.
    28. September

    - 13. Oktober

    VII. Berliner Festtage. Zu den Gästen aus über 30 Ländern gehören David Oistrach, das Moskauer Majakowski-Theater mit »Irkutsker Geschichte« von Alexej Arbusow, der holländische Pantomime Rob van Reijn, das Piraikon Theatron Athen. Zahlreiche Premieren finden an Berliner Bühnen statt, darunter »Fortsetzung morgen« von Imre Dobozy in den Kammerspielen, »Der Messingkauf« von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble. Viele Arbeiter- und Dorftheater stellen sich vor, so das Arbeitertheater des KWO Berlin mit »Der Mann und sein Schatten« von Fritz Selbmann. Zu den Ausstellungen gehören eine Anton-Graff-Ausstellung in der Nationalgalerie anläßlich seines 150. Todestages und »Die Märchen Brüder Grimm - lebendiges Erbe unserer nationalen Kultur« in der Staatsbibliothek aus Anlass des 100. Geburtstages von Jakob Grimm. Die Festtage haben 200.000 Besucher.
    Oktober Gastspiel des Moskauer Majakowski-Theaters in der DDR mit »Irkutsker Geschichte« von Alexej Arbusow, »Frühlingsgeigen« von Alexander Schtein und »Abschied von den hellen Nächten« von Vera Panowa.
    6. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1963: I Ernst Hermann Meyer; Kollektiv des Films »Nackt unter Wölfen« (Bruno Apitz, Frank Beyer, Günter Marczinkowsky, Alfred Hirschmeier); II Dieter Noll, Otmar Suitner, Kollektiv »Wiederaufbau des Dresdner Zwingers« (Artur Frenzel, Rudolf Mersiowsky, Fritz Schlesinger, Fritz Sittner); III Horst Drinda, Fritz Maenicke, Gisela May, Karl Erich Müller, Carl Riha, Bernhard Seeger, Christa-Maria Ziese, Kurt Zimmermann.
    8. Oktober Uraufführung der 10. Sinfonie von Max Butting in Leipzig.
    20. Oktober Wahlen zur Volkskammer, den Bezirkstagen sowie zur Stadtverordnetenversammlung von Berlin (Ost) nach den Einheitslisten der Nationalen Front.
    26. Oktober Unterzeichnung eines Abkommens über den Warenaustausch zwischen der DDR und der UdSSR.
    27. Oktober Gedenkfeier der Deutschen Akademie der Künste für Ernst Barlach aus Anlass seines 25. Todestages im Ernst-Barlach-Theater in Güstrow.
    29. Oktober Beschluss des Politbüros des ZK der SED über die Aufgaben und Arbeitsweise der Produktionskomitees in den VEB.
    1. November

    - 3. November

    I. Tage der Kinderliteratur in Halle. Sie finden in der Folge jährlich statt.
    6. November Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste über Probleme des sozialistischen Realismus. - Wilhelm Girnus wird zum Chefredakteur der Zeitschrift »Sinn und Form« berufen.
    10. November

    - 19. November

    III. Internationaler Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang in Zwickau, an dem sich 60 Musiker aus 13 Ländern beteiligen. Erste Preise erhalten die Pianistin Nelly Akopjan (UdSSR) und der Sänger Karlheinz Stryczek (DDR).
    13. November

    - 14. November

    Konstituierende Sitzung der Volkskammer, Wiederwahl von J. Dieckmann zum Präsidenten; Wiederwahl von W. Ulbricht zum Vorsitzenden des Staatsrates und Bestätigung der neuen Regierung unter O. Grotewohl als Vorsitzendem des Ministerrates und W. Stoph als dessen 1. Stellvertreter.
    16. November

    - 24. November

    VI. Internationale Dokumentar- und Kurzfilmwoche in Leipzig. Den Großen Preis erhält der Film »Der schöne Mai« des französischen Regisseurs Chris Marker. Für das beste Länderprogramm wird die CSSR ausgezeichnet.
    19. November

    - 23. November

    6.FDGB-Kongress in Berlin. Annahme der Entschließung »Die Aufgaben der Gewerkschaften als Erbauer des Sozialismus, als Schulen der sozialistischen Arbeit und Vertreter der sozialen und kulturellen Interessen der Werktätigen«. Zum Vorsitzenden des Bundesvorstandes wird Herbert Warnke wiedergewählt.
    23. November Literaturpreis des FDGB verliehen an Jurij Brezan, Rolf Gumlich, Walter Heynowski, Hermann Kant, Horst Kleineidam, Ralf Knebel/Heinz Knobloch, Werner Schmoll, Max Walter Schulz, Ulrich Thein/Hartwig Strobel und die Zirkel schreibender Arbeiter beim Kreiskabinett für Kulturarbeit Karl-Marx-Stadt und im Stahl- und Walzwerk Gröditz.
    24. November Kunstpreis des FDGB verliehen an Heinrich Drake, Bert Heller, Otto Paetz, Wilhelm Schmied und an die Zirkel für bildnerisches Volksschaffen in der Bau-Union Neubrandenburg, in der Dienststelle der Nationalen Volksarmee Neubrandenburg, in der Filmfabrik Wölfen, im VEB Sachsenwerk Niedersedlitz.
    8. Dezember Walter Ulbricht erklärt im Rundfunk und Fernsehen der DDR seine Bereitschaft zu Verhandlungen mit der Regierung Bundeskanzler Ludwig Erhards.
    14. Dezember Heinrich-Heine-Preis an Heinz Kahlau und Vladimir Pozner verliehen.
    16. Dezember

    - 18. Dezember

    Beratung des Vorstandes des Deutschen Schriftstellerverbandes in Halle. Es referiert Hans Koch (Parteilichkeit und Lebenswahrheit unserer Literatur).
    17. Dezember Unterzeichnung des 1. Passierschein-Abkommens zwischen der Regierung der DDR und dem Senat von Berlin über die Möglichkeit von Verwandtenbesuchen für Westberliner in Berlin (Ost) vom 19.12.1963 bis 5.1.1964.
    18. Dezember Einweihung der Erdölleitung „Freundschaft“ zur Versorgung des Chemiekombinats in Schwedt/Oder mit sowjetischem Erdöl.