Chronik der DDR 1969

    Aus DDR-Lexikon

    Januar

    - März

    Fritz-Dähn-Ausstellung in der Neuen Galerie Berlin.
    5. Januar

    - 14. Januar

    Erstsendung des 5teiligen Fernsehfilms »Krupp und Krause / Krause und Krupp« (Buch: Gerhard Bengsch; Regie: Horst E. Brandt; Hauptdarsteller: Fred Delmare, Günther Simon, Lissy Tempelhof, Rudolf Ulrich, Arno Wyzniewski).
    15. Januar Ausstellung mit Werken des italienischen Bildhauers Giacomo Manzù in der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin eröffnet.
    22. Januar

    - 23. Januar

    Schrittmacherkonferenz sozialistischer Brigaden und Kollektive sowie leitender Partei-, Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre berät auf Initiative des Ministerrats und Bundesvorstands des FDGB Wettbewerb zum 20. Jahrestag der DDR in Halle.
    22. Januar Beirat für Bibliothekswesen des Ministers für Kultur geschaffen.
    4. Februar Theoretische Konferenz des Staatlichen Komitees für Fernsehen über die Entwicklung sozialistischer Fernsehdramatik. Es referiert Heinz Nahke (Sozialistische Volksgestalten als Träger unserer Macht).
    6. Februar Protest der DDR-Regierung bei der Bundesregierung wegen beabsichtigter Durchführung der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin (West); Protestnoten gehen auch an die drei Westmächte.
    14. Februar Beschluss des Präsidiums des Bundesvorstandes des FDGB »Maßnahmen zur Förderung der Volkskunstbewegung durch die Gewerkschaft«.
    14. Februar

    - 16. Februar

    VII. Bundeskongress der Domowina in Bautzen. Zum Vorsitzenden wird Kurt Krenz wiedergewählt.
    15. Februar In Helsinki konstituiert sich ein Ständiges Internationales Komitee für die Anerkennung der DDR.
    21. Februar Brief von Walter Ulbricht an Willy Brandt, worin bei Verzicht auf Abhaltung der Bundesversammlung in Berlin (West) für die West-Berliner zu Ostern 1969 Besuchsmöglichkeiten in Berlin (Ost) in Aussicht gestellt werden; im Antwortschreiben vom 26.2. weist Brandt das Ansinnen zurück.
    21. Februar

    - 1. März

    II. Musik-Biennale Berlin. In 19 Konzerten werden Werke von Komponisten der DDR und anderer sozialistischer Länder aufgeführt, davon 7 Uraufführungen.
    23. Februar DDR-Erstaufführung der Oper »Die Nase« von Dmitri Schostakowitsch (nach Nikolai Gogol) in Berlin.
    25. Februar

    - 26. Februar

    Briefwechsel zwischen dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Schütz, und Willi Stoph über die Aufnahme von Gesprächen und die Möglichkeit von Verwandtenbesuchen.
    28. Februar Uraufführung der »Sinfonie in B« von Ernst Hermann Meyer in Berlin.
    6. März Literaturpreis des DFD an Helmut Sakowski verliehen.
    22. März Premiere des DEFA-Films »Mohr und die Raben von London« während der III. Jugendfilmwoche in Halle nach dem gleichnamigen Roman von Ilse und Vilmos Korn (Buch und Regie: Helmut Dziuba; Hauptdarsteller: Alfred Müller). Der Film wird als bester Kinderfilm gewürdigt.
    28. März Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste an Werner Heiduczek, Wolfgang Joho und Alfred Wellm verliehen.
    1. April Uraufführung des Schauspiels »Johanna von Döbeln« von Helmut Baierl am Berliner Ensemble (Regie: Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Renate Richter).
    3. April Staatsrat der DDR fasst den Beschluss »Die Weiterführung der 3. Hochschulreform und die Entwicklung des Hochschulwesens bis 1975«.
    17. April

    - 18. April

    5. Baukonferenz des ZK der SED und des Ministerrats der DDR in Berlin.
    19. April Philatelistenverband der DDR im Deutschen Kulturbund auf einer Tagung in Leipzig gegründet. Zum Vorsitzenden wird Kurt Sämisch gewählt. Der Verband wird am 10. Juni 1969 auf dem Weltkongreß in Sofia in die Internationale Philatelistenvereinigung (FIP) aufgenommen.
    28. April

    - 29. April

    10. Tagung des ZK der SED: Beratung über Grundfragen des geistigen Lebens im Sozialismus, Forderung nach Ausbau der Operationsforschung und Prognostik, Beschluss zur Vorbereitung des 100. Geburtstags von Lenin.
    28. April

    - 29. April

    10. Tagung des ZK der SED. Kurt Hager referiert zum Thema der Tagung »Grundfragen des geistigen Lebens im Sozialismus«.
    30. April Uraufführung der Oper »Maître Pathelin« von Rainer Kunad (Libretto: Rainer Kunad) in Dresden.
    8. Mai Als erstes nicht-kommunistisches Land nimmt Kambodscha volle Diplomatische Beziehungen zur DDR auf. Bis Ende 1970 folgen diesem Schritt 12 weitere Staaten der Dritten Welt.
    9. Mai Uraufführung der »Anregungen«, Theaterabend von einem Autorenkollektiv (Regie: Horst Schönemann), in Halle.
    12. Mai Volkskammer wählt Gerald Götting (Stellv. des Vorsitzenden des Staatsrats und Vorsitzender der CDU) anstelle des verstorbenen Johannes Dieckmann zu ihrem Präsidenten.
    14. Mai Der erste Museumsneubau der DDR, die Kunsthalle in Rostock, wird mit der Ausstellung »Sozialistische Kunst im Küstenbezirk« eröffnet.
    22. Mai

    - 23. Mai

    Industriezweigkonferenzen des ZK der SED und des Ministerrats über Entwicklung der Energiewirtschaft und zur Rationalisierung des Binnenhandels in Leipzig.
    22. Mai Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste beschließt neues Statut, wählt erneut Konrad Wolf zum Präsidenten und 19 neue Mitglieder: Erich Arendt, Helmut Baierl, Benno Besson, Gerhard Bondzin, Karl Georg Egel, Erwin Geschonneck, Hermann Kant, Dieter Noll, Hanns Anselm Perten, Hans Pischner, Helmut Sakowski, Max Walter Schulz, Bernhard Seeger, Willi Sitte, Michael Tschesno-Hell, Robert Weimann, Benito Wogatzki, Gerhard Wohlgemuth, Walter Womacka.
    28. Mai

    - 30. Mai

    VI. Deutscher Schriftstellerkongress in Berlin (Ost); Wiederwahl von Anna Seghers als Präsidentin, Annahme eines neuen Statuts gemäß den Anforderungen des „entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus“; bereits am 22.5. hatte die Deutsche Akademie der Künste in Berlin (Ost) ihr Statut entsprechend verändert.
    28. Mai

    - 30. Mai

    VI. Deutscher Schriftstellerkongress in Berlin. Es referiert Max Walter Schulz (Das Neue und das Bleibende in unserer Literatur). Anna Seghers wird erneut zur Präsidentin des Verbandes gewählt.
    5. Juni

    - 17. Juni

    Internationale Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau, Teilnahme einer Delegation des ZK der SED unter Ulbricht.
    6. Juni

    - 8. Juni

    5.Tanzfest der DDR in Rudolstadt mit 4 500 Laienkünstlern der DDR sowie 7 Ensembles aus sozialistischen Ländern.
    11. Juni

    - 13. Juni

    2. Frauenkongress der DDR in Berlin (Ost).
    11. Juni

    - 13. Juli

    I.Chanson- und Liedfestival der DDR in Dresden, an dem sich 150 Laien- und Berufskünstler beteiligen.
    13. Juni Preis für künstlerisches Volksschaffen an 13 Persönlichkeiten und 9 Kollektive verliehen, unter anderen an Wolfgang Berger, Jürgen Morgenstern sowie an das Amateurfilmstudio des VEB Carl Zeiss Jena, an das Arbeitertheater des VEB Plattenwerk in Meißen, an den Bergsteigerchor »Kurt Schlosser« in Dresden.
    13. Juni

    - 15. Juni

    11. Arbeiterfestspiele im Bezirk Karl-Marx-Stadt mit 300 Veranstaltungen. 8 500 Volks- und 1500 Berufskünstler nehmen teil. Zum Festspielprogramm gehört unter anderem auch ein festliches Barockkonzert im Freiberger Dom. Eine Ausstellung zeigt »Sozialistische Arbeitskultur«, eine weitere ist dem Thema »Sozialistische Wohnkultur« gewidmet.
    14. Juni Kunstpreis des FDGB für Literatur und Musik an 10 Persönlichkeiten und 4 Kollektive verliehen, unter anderen an Gerhard Bengsch, Fritz Bohne, Werner Bräunig, Paul Kurzbach, Helmut Sakowski, Anna Seghers, Martin Viertel, Gerhard Winterlich, Benito Wogatzki, Ruth Zechlin, Amateurfilmstudio »Aktuell« der IG Wismut Aue, Autorenkollektiv der Sendereihe »Bezeugt und protokolliert«, Zirkel Schreibender Arbeiter des VEB Esda Feinstrumpfwerke Thalheim und des VEB Starkstromanlagenbau Rostock.
    24. Juni

    - 27. Juli

    V. Deutsches Turn- und Sportfest in Leipzig. Ausstellung »Kunst und Sport«. Das »Ehrenzeichen für Körperkultur und Sport der DDR« wird erstmalig verliehen.
    29. Juni Konstituierung eines Wissenschaftlichen Rats für soziologische Forschung am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED unter der Leitung von Prof. Rudi Weidig; bereits am 30.5. war an diesem Institut der Wissenschaftliche Rat für marxistisch-leninistische Philosophie (Leitung: Erich Hahn) und am 24.6. der Wissenschaftliche Rat für Imperialismusforschung unter der Leitung von Prof. Werner Paff gebildet worden.
    11. Juli Wissenschaftlicher Rat für Kultur- und Kunstwissenschaften beim Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED konstituiert. Er hat die Aufgabe, Planung und Leitung der Schwerpunktforschung dieses Themenbereiches in der DDR sichern zu helfen. Zum Vorsitzenden wird Hans Koch berufen.
    29. Juli

    - 30. Juli

    11. Tagung des ZK der SED: Beschluss über Vertiefung der wissenschaftlich-technischen und ökonomischen Zusammenarbeit der DDR mit der UdSSR und zur Moskauer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien.
    26. August Herausgabe eines Weißbuches »Die Deutsche Demokratische Republik und die Organisation der Vereinten Nationen«.
    27. August Der Ministerrat der DDR beschließt die Verordnung über die weitere Erhöhung des staatlichen Kindergeldes. Familien mit drei und mehr dem Haushalt angehörenden und noch nicht selbständigen Kindern erhalten ab 1. Oktober für das dritte Kind ein staatliches Kindergeld in Höhe von monatlich 50 Mark.
    28. August

    - 31. August

    1. Zentrales Fest junger Talente in Magdeburg (findet alle zwei Jahre statt, später vor allem als Leistungsvergleich junger Instrumentalisten und Vokalisten geführt).
    31. August

    - 7. September

    Erstsendung des 4teiligen Fernsehfilms »Hans Beimler - Kamerad« (Buch und Regie: Rudi Kurz; Hauptdarsteller: Horst Schulze).
    10. September

    - 14. September

    1. Synode des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR in Potsdam; der Kirchenbund war am 10.6.1969 mit der Annahme einer Ordnung durch Vertreter der 8 Landeskirchen gegründet worden.
    11. September Uraufführung des Musicals »Carambolage« von Conny Odd (Libretto: Maurycy Janowski).
    11. September

    - 14. September

    Erstsendung des 5teiligen Fernsehfilms »Unbekannte Bürger« (Buch und Regie: Ulrich Thein; Hauptdarsteller: Elke Brosch, Erika Dunkelmann, Hans-Peter Reinecke).
    11. September XXIII. Kongress und Festival der Internationalen Vereinigung für den wissenschaftlichen Film (AICS) in Dresden. 120 Filme aus 19 Ländern werden aufgeführt.
    13. September Uraufführung des Schauspiels »Zeitgenossen« von Armin Stolper am Landestheater Halle.
    16. September Verhandlungen zwischen Vertretern der Verkehrsministerien der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Berlin (Ost).
    18. September Kulturtage der DDR in der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, vor allem in den Städten Moskau, Leningrad, Smolensk, Nowosibirsk und Irkutsk. Über 1.000 Künstler der DDR treten in zahlreichen Veranstaltungen auf, unter anderen die Deutsche Staatsoper Berlin mit einem Gastspiel im Moskauer Bolschoi-Theater.
    19. September Verhandlungen zwischen Vertretern des Bundespostministeriums und des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen der DDR in Berlin (Ost).
    19. September Eröffnung der Ausstellung »Kämpfer und Sieger -20 Jahre DDR«. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Entwicklung der DDR auf den Gebieten der Politik, Wirtschaft und Kultur.
    21. September Philharmonie der Zeiss- und Universitätsstadt Jena gegründet.
    21. September XIII. Berliner Festtage. Unter den ausländischen Gästen sind das Radio-Sinfonieorchester des Finnischen Rundfunks Helsinki, das Marionetten- und Puppentheater »Tandarica« Bukarest, eine japanische NO-Theater-Gruppe sowie das Moskauer Bolschoi-Theater (ab. 12. Oktober). Aus der DDR gastieren in Berlin das Landestheater Halle mit der »Anregung« und das Gerhart-Hauptmann-Theate'r Zittau mit dem »Kaukasischen Kreidekreis« von Bertolt Brecht. Unter den zahlreichen Premieren sind »Horizonte« von Gerhard Winterlich an der Volksbühne, »Bolschewiki« von Michail Schatrow am Maxim Gorki Theater sowie »Introduktion und Tokkata« von Siegfried Thiele.
    22. September Außerordentliche öffentliche Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste zum 20. Jahrestag der DDR.
    24. September

    - 26. September

    Erstsendung des 3teiligen Fernsehfilms »Die Zeichen der Ersten« von Benito Wogatzki (Regie: Lothar Bellag; Hauptdarsteller: Angelica Domröse, Wolf Kaiser, Günther Simon).
    25. September Premiere des DEFA-Films »Zeit zu leben« in Berlin (Buch: Wolfgang Held; Regie: Horst Seemann; Hauptdarsteller: Jutta Hoffmann, Leon Niemczyk).
    28. September Eröffnung der Abteilung Bildnerisches Volksschaffen in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden.
    29. September Staatsrat ratifiziert Vertrag über Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen.
    30. September Eröffnung der Akademie der marxistisch-leninistischen Organisationswissenschaft zur Aus- und Weiterbildung führender Partei-, Staats- und Wirtschaftsfunktionäre in Berlin (Ost).
    2. Oktober Lessing-Preis an Gerhard Scholz verliehen. - Kunstpreis der DDR verliehen an Thomas Billhardt, Kurt Böwe, Fred Dittrich, Angelica Domröse, Fritz Ehlers, Rosemarie Ehm-Schulz, Eduard Fischer, Bernhard Günther, Hermann Hähnel, Heinz Hofmann, Otto Holub, Johannes Knittel, Karl-Heinz Möbius, Helmut Müller-Lankow, Horst Neumann, Dieter Nowka, Aubrey Pankey, Hermann Rodigast, Gerhard Rommel, Wolfgang Schonendorf, Kollektiv des Dokumentarfilms »Towarisch Berlin« (Henrick Gurkow, Roman Karmen, Ada Kritschewski), Kollektiv des Fernsehfilms »Unbekannte Bürger« (Erika Dunkelmann, Ulrich Thein).
    2. Oktober

    - 31. Januar

    Ausstellung »Architektur und bildende Kunst«, eine zentrale Leistungsschau der Architekten und bildenden Künstler der DDR zum 20. Jahrestag der DDR im Alten Museum und in der Nationalgalerie Berlin.
    3. Oktober Eröffnung des II. Fernsehprogramms des Deutschen Fernsehfunks mit mehrstündigen Farbsendungen an den Wochenenden.
    3. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1969:1 Theo Adam, Alfred Kurella, Kollektiv des Fernsehfilms »Krupp und Krause« (Gerhard Bengsch, Horst E. Brandt, Ottomar Lang, Heinz Nahke, Günther Simon, Helga Göring, Herbert Köfer), Kollektiv des Fernsehfilms »Hans Beimler - Kamerad« (Rudi Kurz, Wenzel Renner, Horst Schulze, Walter Jupé, Horst Hardt); II Karl von Appen, Mathilde Danegger, Werner Klemke, Friedrich Richter, Willi Sitte, Kollektiv des Landestheaters Halle (Wolfgang Kersten, Horst Schönemann, Gerhard Wolfram), Kollektiv des Dokumentarfilms »Der Präsident im Exil« (Walter Heynowski, Gerhard Scheumann), Kollektiv des sozialistischen Lied-, Kantaten- und Oratorienschaffens (Günter Fredrich, Wolfgang Lesser, Kurt Greiner-Pol, Armin Müller, Max Zimmering), Kollektiv des DEFA-Films »Zeit zu leben« (Horst Seemann, Wolfgang Held, Helmut Bergmann, Leon Niemczyk), Kollektiv des Wandbildes »Der Weg der roten Fahne« (Gerhard Bondzin, Alfred Hesse, Gerhard Stengel), Kollektiv der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten (Willi Ehrlich, Karl-Heinz Hahn, Hans Henning, Helmut Holtzhauer, Artur Koch); III Christa Gottschalk, Emmy Köhler-Richter, Kurt Masur, Alfred Müller, Wilhelm Schmiedt, Rosemarie Schuder, Eva Schulze-. Knabe, Kollektiv Abendgruß des Kinderfernsehens (Gerhard Behrendt, Heinz Fülfe, Friedgard Kurze, Wolfgang Richter, Heinz Schröder, Harald Serowski), Kollektiv von Übersetzern sowjetischer Literatur (Otto Braun, Günter Jäniche, Erich Müller, Maria Riwkin, Georg Schwarz), Kollektiv Händel-Forschung und Händel-Pflege (Johanna Rudolph, Walter Siegmund-Schultze).
    7. Oktober Eröffnung des Kulturpalastes am Dresdner Altmarkt mit Aufführung der Ouvertüre »Die Weihe des Hauses« und der IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
    14. Oktober Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR an Siegfried Matthus und Wolfgang Strauß verliehen.
    20. Oktober Artothek, erste Einrichtung ihrer Art in der DDR, und Diathek bei der Berliner Stadtbibliothek eröffnet.
    28. Oktober Regierungserklärung von Bundeskanzler Brandt; die sozial-liberale Koalition erklärt ihre Bereitschaft zu gleichberechtigten Verhandlungen mit der DDR („Zwei Staaten - eine Nation“).
    9. November

    - 20. November

    V. Internationaler Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang in Zwickau. 1. Preise erhalten der Pianist Deszö Ránki (Ungarn) und die Sänger Heidi Berthold-Riess (DDR) und Rüben Lissizian (UdSSR).
    12. November 550. Jahrestag der Gründung der Universität Rostock. Festansprache Willi Stophs (Die neue Funktion der Wissenschaft in der sozialistischen Gesellschaft).
    15. November

    - 22. November

    XII. Internationale Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen in Leipzig. Gezeigt werden 111 ausgewählte Filme aus 31 Ländern. Mit der Goldenen Taube werden ausgezeichnet: das Wettbewerbsprogramm Italiens, die Filme »79 Lenze« (Kuba), »Die Sprache der Tiere« (UdSSR), »Warum der Schnee weiß ist« (UdSSR), »Reise in die Revolution« (UdSSR) und »Der Präsident im Exil« (DDR).
    18. November

    - 19. November

    Konferenz des Zentralinstituts für Bibliothekswesen in Magdeburg zur Bibliotheksarbeit auf dem Lande.
    28. November Abschluss eines Abkommens über gegenseitigen visafreien Reiseverkehr zwischen der DDR und UdSSR in Berlin (Ost).
    11. Dezember Beschluss des Zentralrats der FDJ »Kämpft und singt mit uns« zur weiteren Entwicklung der Singebewegung.
    12. Dezember

    - 13. Dezember

    12. Tagung des ZK der SED: Stellungnahme zum Regierungswechsel in der Bundesrepublik Deutschland und zur Beziehung der beiden deutschen Staaten zueinander.
    17. Dezember Heinrich-Heine-Preis an Helmut Hauptmann und Jo Schulz verliehen.
    18. Dezember Brief des Staatsratsvorsitzenden Ulbricht an Bundespräsident Heinemann mit Entwurf eines Vertrages über Aufnahme gleichberechtigter Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland; ein entsprechender Beschluss war am 17.12. von der Volkskammer gefasst worden; der Brief Ulbrichts wird am 20.12. von Bundespräsident Heinemann mit dem Hinweis, dass das Schreiben und der Vertragsentwurf zuständigkeitshalber an die Bundesregierung weitergeleitet wurden, beantwortet.
    18. Dezember Käthe-Kollwitz-Preis der Deutschen Akademie der Künste an Theo Bälden verliehen.
    19. Dezember Uraufführung der Oper »Lanzelot« von Paul Dessau (Libretto: Heiner Müller, nach dem Schauspiel »Der Drache« von Jewgeni Schwarz) an der Deutschen Staatsoper Berlin.
    19. Dezember Kunstpreis des FDGB für Werke der bildenden Kunst an 8 Persönlichkeiten und 4 Kollektive verliehen: Friderun Bondzin, Günther Brendel, Bernhard Franke, Hans Kies, Karl Erich Müller, Willi Neubert, Gerhard Thieme, Heinz Wagner, an die Förderklasse für Malerei und Grafik des Bezirkskabinetts für Kulturarbeit Gera, an das Kollektiv des Wandbildes »Der Weg der roten Fahne« (Gerhard Bondzin, Alfred Hesse, Gerhard Stengel), an die Zirkel für bildnerisches Volksschaffen des VEB Chemiekombinat Bitterfeld (Wölfen) und des Wohnungsbaukombinates Neubrandenburg.