Chronik der DDR 1971

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Bei der 3. Volkszählung seit 1945 werden in der DDR 17.053.699 Einwohner gezählt.
    7. Januar

    - 13. Februar

    2. Festival des politischen Liedes in Berlin, an dem 28 Gruppen aus 16 Ländern teilnehmen.
    8. Januar Institut für Museumswesen der DDR gegründet. Zum Leiter wird Rolf Kiau berufen.
    8. Januar Beschluss des Präsidiums des Bundesvorstandes des FDGB »Die Aufgaben der Gewerkschaften bei der Entwicklung eines engen Verhältnisses der Werktätigen zur Theaterkunst«.
    12. Januar

    - 21. Februar

    III. Musik-Biennale Berlin. In 22 Konzerten stehen 18 Uraufführungen auf dem Programm.
    14. Januar Ideenberatung im Staatsrat der DDR mit Schriftstellern und bildenden Künstlern zum Thema »Neues im Leben - Neues in der Kunst«.
    14. Januar Premiere des DEFA-Films »Kennen Sie Urban?« in Berlin (Buch: Ulrich Plenzdorf; Regie: Ingrid Reschke; Hauptdarsteller: Jenny Gröllmann, Manfred Karge, Irma Münch, Katja Paryla, Berndt Renne, Harald Wandel). Bei der VI. Jugendfilmwoche der DDR (1971) in Erfurt erhält der Film den Preis des Ministers für Kultur der DDR.
    19. Januar

    - 21. Januar

    Beratung von Literaturwissenschaftlern und -kritikern der UdSSR und der DDR in Berlin, über aktuelle Aufgaben der Literaturkritik.
    23. Januar Premiere der Oper »Der Fiedler auf dem Dach« von Jerry Bock und Joseph Stein in der Komischen Oper Berlin (Regie: Walter Felsenstein; Sänger: Rudolf Asmus).
    25. Januar

    - 1. Februar

    II. Leistungsschau der Unterhaltungskunst in Leipzig mit 36 Programmen.
    28. Januar 15. Tagung des ZK der SED: Einberufung des VIII. Parteitages zum 14. - 19.6.1971, Bericht zu den Parteiwahlen 1971, Richtlinien für die Wahl der Parteitagsdelegierten; Berichte und Diskussionen zum Volkswirtschaftsplan 1971.
    29. Januar Ministerrat beschließt in Abstimmung mit dem ZK der SED und dem Bundesvorstand des FDGB sozialpolitische Maßnahmen, u.a. Preissenkungen für verschiedene Textilien und andere Industriewaren, Verbesserungen im Sozialversicherungswesen und Anhebung der unteren Rentengruppen.
    29. Januar Aufgrund eines gemeinsamen Vorschlages des ZK der SED, des Ministerrates der DDR und des Bundesvorstandes des FDGB beschließt der Ministerrat Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen.
    29. Januar

    - 31. Januar

    Zentrale Laientheaterkonferenz der DDR in Weimar.
    31. Januar Wiederaufnahme eines begrenzten Telefonverkehrs zwischen beiden Teilen Berlins nach 19-jähriger Unterbrechung.
    24. Februar

    - 25. Februar

    Briefwechsel zwischen dem Vorsitzenden des Ministerrats, Willi Stoph, und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Schütz, über die Aufnahme von Verhandlungen.
    28. Februar

    - 2. März

    II. Kongress des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR in Berlin. Das Referat hält Wolfgang Heinz (Theaterkunst will das sozialistische Menschenbild prägen), der erneut zum Präsidenten des Verbandes gewählt wird.
    März Heinrich-Mann-Ehrung der DDR.
    6. März Beginn der Verhandlungen über beiderseitig interessierende Fragen zwischen Senatsdirektor U. Müller und Staatssekretär G. Kohrt.
    11. März Anlässlich des 100. Geburtstages von Heinrich Mann (27. März) findet ein Festakt des Heinrich-Mann-Komitees der DDR statt.
    16. März Aufnahme Diplomatischer Beziehungen zwischen der DDR und Chile; damit haben 28 Staaten die DDR diplomatisch anerkannt.
    17. März Wissenschaftliche Konferenz »Kulturwissenschaft und Arbeiterklasse« des Instituts für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED in Berlin.
    18. März

    - 4. April

    Gastspiel des Berliner Ensembles in Paris anlässlich des 100. Jahrestages der Pariser Kommune mit Bertolt Brechts Stücken »Die Tage der Commune«, »Die Mutter« und »Der Brotladen«.
    19. März

    - 23. März

    Erstsendung des Fernsehfilms »Artur Becker« (Buch und Regie: Rudi Kurz; Hauptdarsteller: Jürgen Zartmann).
    24. März Heinrich-Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste an Jurek Becker, Erik Neutsch und Herbert Otto verliehen.
    25. März Premiere des DEFA-Films »KLK an PTX - Die Rote Kapelle« in Berlin (Buch: Wera und Claus Küchenmeister, Horst E. Brandt; Regie: Horst E.Brandt; Hauptdarsteller: Barbara Adolph, Horst Drinda, Irma Münch, Klaus Piontek, Horst Schulze, Jutta Wachowiak).
    25. März

    - 26. März

    VI. Kongress des Bundes der Architekten der DDR in Berlin. Den Rechenschaftsbericht gibt Edmund Collein, der erneut zum Präsidenten des Bundes gewählt wird.
    25. März

    - 26. März

    Wissenschaftliche Konferenz der Deutschen Akademie der Künste »Heinrich Mann am Wendepunkt der deutschen Geschichte«. Es referieren Alexander Abusch, Sigrid Bock, Alexander Dymschiz und Wilhelm Girnus. 150 Gäste aus dem In- und Ausland nehmen teil.
    30. März

    - 9. April

    XXIV. Parteitag der KPdSU in Moskau, Teilnahme einer Delegation des ZK der SED unter Leitung von Walter Ulbricht.
    2. April Uraufführung der »Bagatellen für B« für Klavier und Orchester von Reiner Bredemeyer in Berlin.
    2. April Beschluss des Präsidiums des Bundesvorstandes des FDGB »Maßnahmen der Gewerkschaften zur weiteren Verbesserung einer vielseitigen und auf hohem Niveau stehenden Gestaltung der Freizeit der Jugend«.
    13. April

    - 14. April

    Internationales Symposium in der Deutschen Akademie der Künste zum Thema »Paul Robeson und der Kampf der Arbeiterklasse und der schwarzen Amerikaner der USA gegen den Imperialismus«.
    20. April

    - 21. April

    Feiern und Festveranstaltung des Zentralkomitees zum 25. Jahrestag der Gründung der SED.
    3. Mai 16. Tagung des ZK der SED; Wahl von Erich Honecker zum Ersten Sekretär des ZK der SED anstelle des aus Altersgründen zurückgetretenen Walter Ulbricht; letzterer erhält das eigens für ihn geschaffene Amt des „Vorsitzenden der SED“.
    3. Mai 16. Tagung des ZK der SED. Walter Ulbricht bittet das ZK, ihn aus Altersgründen von der Funktion des Ersten Sekretärs des ZK der SED zu entbinden; das ZK der SED entspricht dem Wunsch und wählt Erich Honecker zum Ersten Sekretär des ZK der SED. Walter Ulbricht wird in Ehrung seiner Verdienste zum Vorsitzenden der SED gewählt.
    3. Mai

    - 7. Mai

    Gastspiel der Deutschen Staatsoper Berlin und Gisela Mays in der Mailänder Scala mit »Die sieben Todsünden der Kleinbürger« und einem Soloprogramm.
    5. Mai Veröffentlichung des Entwurfs der Direktiven zum Fünfjahrplan 1971-1975.
    7. Mai Kunstpreis der DDR verliehen an Eva Ander, Gert Bahner, Ernst Dahle, Erhard Fischer, Erich Geister, Hannjo Hasse, Karl Friedrich Hoelzke, Gerhard Kettner, Harald Kretzschmar, Rainer Lüdecke, Otto Paetz, Otto Pischkitl, Helmut Rudat, Gerhard Voigt, Wilfried Werz, Gerry Wolff, Marianne Wünscher, Kollektiv des Trickfilms »Ein Mann namens Engels«, Gesangsduo Dagmar Frederic/Siegfried Uhlenbrock, Kollektiv Hörspiel für Kinder, Erben-Quartett der Deutschen Staatsoper.
    7. Mai Lessing-Preis an Heinz Kamnitzer und Käthe Rülicke-Weiler verliehen.
    12. Mai Ministerrat bestätigt Horst Sindermann, Mitglied des Politbüros des ZK der SED, als Ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats.
    12. Mai Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste »Zu einigen Grundfragen der künftigen Entwicklung unserer sozialistischen Gesellschaft«. Zum Tagungsthema referiert Alexander Abusch. Ehrung Heinrich Manns zu seinem 100. Geburtstag.
    13. Mai Anlässlich des 500. Geburtstages von Albrecht Dürer (21.Mai) findet ein Festakt des Ministerrates der DDR in Dresden statt. Die Ansprache hält Klaus Gysi. Erklärung des ZK der SED, des Staatsrates der DDR, des Ministerrates der DDR, des Nationalrates der Nationalen Front, des Bundesvorstandes des FDGB und des Präsidialrates des Deutschen Kulturbundes zum 500. Geburtstag Albrecht Dürers.
    18. Mai Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter Leitung von Erich Honecker in Moskau.
    25. Mai

    - 29. Mai

    IX. Parlament der FDJ in Berlin. Zum 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ wird Günther Jahn wiedergewählt.
    26. Mai Kolloquium zum Thema »Arbeiterklasse und Kultur« in Leipzig. Das Referat hält Marianne Lange.
    27. Mai Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste. Willenserklärung der Mitglieder und Mitarbeiter an den VIII. Parteitag der SED.
    28. Mai

    - 4. Juli

    Internationale Buchkunstausstellung (iba) 1971 in Leipzig zeigt Buchkunst aus 61 Ländern. Ausgezeichnet werden 450 Bücher aus 39 Ländern.
    29. Mai Erstsendung des Fernsehdokumentarfilms »Walter Felsenstein« (Regie: Gitta Nickel). Auf der XIV. Internationalen Leipziger Dokumentär- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen (1971) erhält der Film die Goldene Taube.
    30. Mai 1. Dixieland-Festival in Dresden, veranstaltet vom Rundfunk der DDR. Es wird in der Folge jährlich durchgeführt.
    3. Juni Auf der 62. Jahreshauptversammlung der Goethe-Gesellschaft wird Helmut Holtzhauer zum neuen Präsidenten gewählt.
    4. Juni Preis für künstlerisches Volksschaffen an 6 Kollektive und 11 Persönlichkeiten verliehen, unter anderen an das Arbeitertheater »Maxim Gorki« Berlin und an den Chor »Budy?in« der Domowina Bautzen.
    4. Juni

    - 6. Juni

    13. Arbeiterfestspiele im Bezirk Leipzig mit 14.000 Volks- und 1.000 Berufskünstlern. Zu den 303 Veranstaltungen gehören eine Revue der Unterhaltungskunst und ein öffentliches Forum der Kabarettisten über die in der Veranstaltung »Kabarett non stop« gezeigten Beiträge. Zahlreiche Ausstellungen sind zu sehen, darunter »Realistische Grafik - von Dürer bis heute« sowie eine Internationale Fotoausstellung »Liebe - Freundschaft - Solidarität«. Es findet ein wissenschaftliches Kolloquium »Arbeiterklasse und Kultur« statt. 110 Goldmedaillen werden verliehen.
    6. Juni FDGB-Kunstpreis an 8 Persönlichkeiten und 10 Kollektive verliehen: Karl Dietrich, Herbert Gute, Joachim Knappe, Arne Leonhardt, Rudolf Lukowsky, Rudolf Prinz, Willi Sitte, Joachim Werzlau, Autoren des Musicals »Karambolage« (Maurycy Janowski, Carlernst Ortwein), Bühnen der Stadt Gera, Kollektiv des Films »Kennen Sie Urban?« (Claus Neumann, Ulrich Plenzdorf, Ingrid Reschke, Rudi Werion), Kollektiv des Films »KLK an PTX - Die Rote Kapelle« (Barbara Adolph, Horst E. Brandt, Horst Drinda, Eberhard Esche, Günter Haubold, Manfred Karge, Ursula Karusseit, Claus und Wera Küchenmeister, Irma Münch, Anne Pfeuffer, Harry Pietzsch, Klaus Piontek, Horst Schulze, Günther Simon, Jutta Wachowiak), Kollektiv des Hörspiels »Das Amulett« (Wolfgang Beck, Gerhard Rentzsch), Landestheater Halle, Zirkel für bildkünstlerisches Gestalten im Haus der Lehrer Gera, Zirkel schreibender Arbeiter beim FDGB-Kreisvorstand Neustrelitz, des VEB Schwermaschinenbau Magdeburg, des VEB Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf.
    6. Juni Erstsendung des Fernsehfilms »Optimistische Tragödie« nach Wsewolod Wischnewski (Buch: Elisabeth Hauptmann, Isot Kilian, Manfred Wekwerth; Regie: Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Renate Richter, Hilmar Thate).
    7. Juni Eröffnung der Kunstausstellung »Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst der DDR« im Berliner Alten Museum anlässlich des VIII. Parteitages der SED.
    15. Juni

    - 19. Juni

    VIII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Berlin (Ost); die Verlegung des Beginns vom 14. auf den 15.6. war am 11.6. durch Erich Honecker bekannt gegeben worden.
    15. Juni

    - 19. Juni

    VIII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands in Berlin. Erich Honecker gibt den Bericht des Zentralkomitees, Willi Stoph referiert über die Direktive zum Fünfjahrplan für die Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR in den Jahren 1971 bis 1975. Der Parteitag beschließt als Hauptaufgabe die weitere Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage eines hohen Entwicklungstempos der sozialistischen Produktion. Zum Ersten Sekretär des ZK der SED wird Erich Honecker gewählt.
    18. Juni

    - 20. Juni

    7. Tanzfest der DDR in Rudolstadt.
    23. Juni Veröffentlichung der Direktive des VIII. Parteitages für den Fünfjahrplan 1971-1975.
    24. Juni Volkskammer wählt Erich Honecker zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR (NVR) und setzt Wahlen zur Volkskammer und zu den Bezirkstagen für den 14.11.1971 fest.
    26. Juni Premiere des DEFA-Films »Osceola« in Rostock (Buch: Günter Karl, Walter Püschel; Regie: Konrad Petzold; Hauptdarsteller: Gojko Mitic, Horst Schulze, Karin Ugowski). Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Kino-Zentrum Sofia (Bulgarien) und ICAIC Havanna (Kuba).
    29. Juni Mitgliederversammlung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Wahl Siegfried Hoffmanns zum neuen Vorsteher.
    1. Juli Einführung von Auslandstarifen für Postsendungen und Ferngespräche in die Bundesrepublik Deutschland und nach Berlin (West).
    6. Juli Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR wird erstmals an Musikwissenschaftler, an Jürgen Eisner und Inge Lammel, verliehen.
    7. Juli Ministerrat beschließt die Auflösung des Staatssekretariats für westdeutsche Fragen.
    7. Juli Zum neuen Vorsitzenden des Staatlichen Rundfunkkomitees wird Rudolf Singer berufen.
    9. Juli Käthe-Kollwitz-Preis der Deutschen Akademie der Künste an Curt Querner verliehen.
    5. August Meinungsaustausch zwischen Erich Honecker und Leonid Breshnew und Nikolai Podgorny über die Vervollkommnung und Vertiefung, der Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien und Staaten in Moskau; bereits am 2.8. war es auf der Krim zu einem Treffen zwischen der sowjetischen Partei- und Staatsführung und den Parteiführern der DDR, Bulgariens, Ungarns, der Mongolei und der CSSR gekommen.
    12. August Politbüro des ZK der SED und Ministerrat nehmen das auf der XXV. Tagung des Rats für Gegenseitige Wirtschaftshilfe vom 27. bis 29.7.1971 in Bukarest beschlossene Komplexprogramm des Rats für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) an.
    20. August

    - 26. August

    2. Poetenseminar der FDJ in Schwerin.
    September Gründung des l. Bezirksliteraturzentrurns der DDR in Neubrandenburg. Zum Leiter wird Tom Crepon berufen.
    September Eterna-Schallplattenserie »unsere neue musik«, die Werke von DDR-Komponisten enthält, wird mit der 50. Langspielplatte abgeschlossen.
    3. September Unterzeichnung des Viermächte-Abkommens über Berlin durch die 3 Westalliierten und die UdSSR.
    3. September Abschluss des Vierseitigen Abkommens über Berlin (West).
    3. September Premiere des DEFA-Films »Zeit der Störche« nach der gleichnamigen Erzählung von Herbert Otto in Leipzig (Regie: Siegfried Kühn; Hauptdarsteller: Winfried Glatzeder, Heidemarie Wenzel).
    9. September

    - 17. September

    »Tage der Kultur der CSSR - Slowakische Kultur und Kunst« in der DDR. Es gastieren unter anderen die Slowakische Philharmonie, das Nationaltheater Bratislava und das Volkskunstensemble »Sluk«.
    11. September

    - 19. September

    Erstsendung des Fernsehfilms »Die Verschworenen« von Helmut Sakowski (Buch und Regie: Martin Eckermann; Hauptdarsteller: Norbert Christian, Manfred Krug, Armin Mueller-Stahl, Raimund Scheicher, Monika Woytowicz).
    14. September Auf der 4. Generalversammlung des Musikrates der DDR wird Dieter Zechlin zum neuen Präsidenten gewählt.
    16. September

    - 17. September

    2. Tagung des ZK. der SED: Entschließung zum „Vierseitigen Abkommen über Westberlin“.
    16. September Uraufführung des Schauspiels »Franziska Lesser« von Armin Müller in Weimar (Regie: Ekkehard Kiesewetter).
    16. September Premiere des DEFA-Films »Goya« nach dem Roman »Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis« von Lion Feuchtwanger, eine Koproduktion mit Lenfilm (Leningrad), in Totalvision in Berlin (Buch und Regie: Konrad Wolf; Hauptdarsteller: Donatas Banionis, Fred Düren, Rolf Hoppe). Auf dem VII. Internationalen Filmfestival (1971) in Moskau erhält der Film den Spezialpreis der Jury.
    18. September

    - 20. September

    Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter Leitung von Erich Honecker in Polen; Beschluss über visafreien Reiseverkehr zwischen beiden Staaten.
    18. September Ausstellung »Deutsche Kunst der Dürer-Zeit« im Dresdner Albertinum eröffnet.
    28. September Plenartagung der Deutschen Akademie der Künste zum Thema »Die Aufgaben der Deutschen Akademie der Künste nach dem VIII. Parteitag der SED im Zusammenhang mit der langfristigen Planung ihrer Arbeitsvorhaben«. Es referieren Heinz Schnabel und Konrad Wolf.
    30. September Unterzeichnung des Protokolls über die Postverhandlungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR.
    1. Oktober

    - 17. Oktober

    XV. Berliner Festtage mit über 200 Aufführungen und Konzerten. Gäste aus dem Ausland sind unter anderen das Teatr Wielki Warschau, das Alexandrow-Ensemble, die Pariser Puppenbühne André Tahon, das Stadttheater Göteborg, das Lilla Theater Helsinki sowie der sowjetische Geiger Viktor Tretjakow. Zu den Gästen aus den Bezirken gehören auch Laienkabaretts und Singegruppen. Berliner Premieren sind unter anderem »Leben des Galilei« von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble sowie Uraufführungen der Oper »Karin Lenz« von Günter Kochan in der Deutschen Staatsoper und der Jugendrevue »Wenn Knospen knallen« am Maxim Gorki Theater.
    4. Oktober Kunstpreis der DDR verliehen an Donatas Banionis, Horst Drinda, Fred Düren, Rolf Hoppe, Kurt Müller, Irma Münch, Klaus Piontek, Ludwig Hermann Taube.
    4. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1971: I Alexander Abusch, Anna Seghers, Kollektiv des Films »Goya« (Werner Bergmann, Alfred Hirschmeier, Konstantin Ryshow, Angel Wagenstein, Konrad Wolf), Kollektiv des Films »KLK an PTX - Die Rote Kapelle« (Horst E. Brandt, Günter Haubold, Wera und Claus Küchenmeister); II Rudolf Asmus, Heinz Fricke, Günter Görlich, Günther Rücker; III Hans Berger, Kurt Böwe, Günther Brendel, Ernst Jazdzewski, Günter Kootz, Paul Michaelis, Helmut Preißler, Kollektiv des Aufbau-Verlages (Günter Caspar, Gotthard Erler, Ruth Glatzer, Peter Goldammer, Herbert Greiner-Mai, Fritz-Georg Voigt).
    5. Oktober Premiere von Bertolt Brechts Stück »Leben des Galileo Galilei« am Berliner Ensemble (Regie: Fritz Bennewitz; Hauptdarsteller: Wolfgang Heinz).
    8. Oktober Der Dokumentarfilm »Song International« (Regie: Jürgen Böttcher) läuft in den Filmtheatern an.
    9. Oktober Karl-Marx-Monument von Lew Kerbel in Karl-Marx-Stadt enthüllt.
    14. Oktober Konferenz der Gesellschaftswissenschaftler der DDR in Berlin. Kurt Hager referiert zum Thema »Die entwickelte sozialistische Gesellschaft«.
    14. Oktober

    - 17. Oktober

    Gastspiel des Großen Theaters Warschau in der Deutschen Staatsoper Berlin, unter anderem mit Guiseppe Verdis »Othello« und Karol Szymanowskis »König Roger«.
    18. Oktober

    - 25. Oktober

    Tage der Kultur der DDR in der CSSR mit dem Deutschen Theater Berlin, dem Magdeburger Arbeitervariete, dem Leipziger Rundfunksinfonieorchester und dem Rundfunkchor.
    19. Oktober

    - 21. Oktober

    1. Schlagerfestival sozialistischer Länder »Dresden '71«. Erste Preise erhalten Haiina Kunicka (Polen) und Frank Schöbel (DDR).
    21. Oktober Ministerratsbeschluss über Förderung des privaten Wohnungsbaus ab 1972.
    26. Oktober

    - 30. Oktober

    III. Konferenz der Kulturminister sozialistischer Länder in Budapest.
    30. Oktober

    - 1. November

    Freundschaftsbesuch von Breshnew in der DDR.
    5. November Beirat für geistig-kulturelles Leben beim Ministerium für Kultur konstituiert. Ihm gehören 56 Persönlichkeiten aus zentralen Leitungen, wissenschaftlichen Organisationen, Volksvertretungen, Kulturhäusern, Betrieben und Wohngebieten an.
    11. November

    - 12. November

    Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter Leitung von Erich Honecker in der CSSR.
    12. November Lion-Feuchtwanger-Preis für historische Belletristik, gestiftet von Marta Feuchtwanger, erstmals vergeben an Hans Lorbeer. Der Preis wird jährlich von der Deutschen Akademie der Künste vergeben.
    12. November

    - 16. Januar

    Heinrich-Ehmsen-Ausstellung in Berlin.
    14. November Wahlen zur Volkskammer, zu den Bezirkstagen und zur Stadtverordnetenversammlung von Berlin (Ost) nach den Einheitslisten der Nationalen Front.
    15. November Rundfunksender „Stimme der DDR“ nimmt seine Tätigkeit anstelle des am 14.11. eingestellten Deutschlandsenders und der Berliner Welle auf.
    16. November

    - 18. November

    Konferenz der pädagogischen Akademien der UdSSR und der DDR in Berlin zum Thema »Der Kampf gegen den Antikommunismus in der Schulpolitik und Pädagogik des Imperialismus - eine grundlegende Aufgabe marxistisch-leninistischer Pädagogik«.
    18. November Politbüro des ZK der SED und Ministerrat beschließen Preisstopp für Konsumgüter und Dienstleistungen bis 1975.
    19. November

    - 19. Dezember

    Ausstellung des kulturellen Volksschaffens »Freizeit, Kunst und Lebensfreude« in Leipzig.
    20. November

    - 27. November

    XIV. Internationale Leipziger Dokumentar-und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen. Gezeigt werden 112 ausgewählte Filme aus 42 Ländern. 16 Filme werden mit der Goldenen Taube ausgezeichnet, unter anderen »Der Preis, den Chile zahlen muss« (Chile), »Song International« (DDR), »Ein kleines Dorf am Tra-Fluss« (Republik Südvietnam), »Bauern« (UdSSR), »Die ersten Tage des Lebens« (Frankreich), »Das große Konzert« (CSSR), »Ende des Dialogs« (Großbritannien).
    26. November Konstituierende Sitzung der Volkskammer und des Staatsrats; Wiederwahl von Ulbricht zum Vorsitzenden des Staatsrates, Stophs zum Vorsitzenden des Ministerrates, Honeckers zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates und Göttings zum Präsidenten der Volkskammer.
    1. Dezember Gründung der sorbischen Arbeitsgruppe Film und Fernsehen (später Arbeitskreis sorbischer Filmschaffender).
    6. Dezember

    - 8. Dezember

    I.Tage der jungen Literatur vom Schriftstellerverband der DDR in Leipzig veranstaltet; sie werden später alle zwei bis drei Jahre in verschiedenen Bezirken der DDR durchgeführt.
    16. Dezember Heinrich-Heine-Preis 1971 an Volker Braun und Werner Neubert verliehen.
    16. Dezember

    - 18. Dezember

    V. Kongress der URANIA in Berlin. Eberhard Leibnitz wird zum neuen Präsidenten der Gesellschaft gewählt.
    17. Dezember Unterzeichnung des Transitabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, das am 3.6.1972 in Kraft tritt.
    20. Dezember Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem Senat von Berlin und der DDR über Reise- und Besuchsverkehr sowie über Gebietsaustausch.
    20. Dezember Volkskammer beschließt Gesetz über Fünfjahrplan 1971 -1975 sowie über Volkswirtschaftsplan und Staatshaushaltsplan 1972.
    22. Dezember Bekanntgabe über den pass- und visafreien Reiseverkehr zwischen der DDR und Polen ab 1.1.1972.