Chronik der DDR 1975

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Vereinbarung zwischen dem Ministerium für Kultur und dem Bundesvorstand des FDGB über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Literaturpropaganda und Literaturverbreitung sowie bei der Entwicklung des Bibliothekswesens.
    13. Januar

    - 15. Januar

    Konferenz des Ministeriums für Kultur mit den Ratsmitgliedern für Kultur der Räte der Bezirke, Kreise, Städte und Stadtbezirke in Karl-Marx-Stadt. Zu Grundfragen der Kulturpolitik referiert Hans-Joachim Hoffmann.
    20. Januar Ernennung von Otto Fischer zum Außenminister der DDR anstelle des zurückgetretenen Otto Winzer.
    23. Januar Übermittlung einer Protestnote der Regierung der DDR an die Bundesregierung in bezug auf die „Aktivitäten der BRD, die darauf gerichtet sind, die Beziehungen der DDR zu dritten Staaten zu stören“ (Vorbereitung eines Konsularvertrages zwischen Österreich und der DDR, in dem von einer eigenen DDR- Staatsbürgerschaft ausgegangen wird).
    23. Januar Beginn von Verhandlungen über die Ausbeutung eines Erdgasvorkommens im Gebiet Wustrow (Bundesrepublik)/Salzwedel (DDR).
    24. Januar Unterzeichnung eines Abkommens über Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Gesundheitswesens zwischen Österreich und der DDR in Wien.
    24. Januar

    - 26. Januar

    I. Meisterschaft im Turniertanz der sozialistischen Länder in Karl-Marx-Stadt.
    24. Januar

    - 2. Februar

    IV. Leistungsschau der Unterhaltungskunst in Halle und Leipzig.
    9. Februar

    - 15. Februar

    5. Festival des politischen Liedes in Berlin. Als Gäste nehmen Sänger und Gruppen aus 25 Ländern, darunter aus Chile, Finnland, Griechenland, Dänemark und Japan, teil.
    14. Februar

    - 23. Februar

    V. Musik-Biennale in Berlin. Es finden 22 Konzerte sowie Aufführungen von Opern, Balletten und Musicals statt. 22 Werke werden uraufgeführt.
    21. Februar Zurückweisung der Protestnote der DDR-Regierung zur Frage der konsularischen Betreuung von Deutschen im Ausland vom 23.1.
    26. Februar Premiere der Oper »Die Hochzeit des Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart an der Komischen Oper Berlin (Regie: Walter Felsenstein; dies ist seine letzte Inszenierung).
    4. März Literaturpreis des DFD an Hedda Zinner verliehen.
    13. März

    - 15. März

    Einweihung einer Gedenkstätte und Festakt (Festansprache von Politbüromitglied Kurt Hager) anlässlich des 450. Jahrestages des deutschen Bauernkrieges in Mühlhausen/Thüringen.
    13. März

    - 15. März

    Feierlichkeiten anlässlich des 450. Jahrestages der deutschen frühbürgerlichen Revolution. Übergabe der Gedenkstätte des deutschen Bauernkrieges auf dem Kornmarkt in Mühlhausen (14. März). Auf der Festveranstaltung des ZK der SED und des Ministerrats der DDR spricht Kurt Hager (Das Vermächtnis der Bauern und Plebejer von 1525 wurde in unserem Lande Wirklichkeit).
    20. März DDR-Staatsrat beschließt, der Volkskammer eine Verlängerung der Legislaturperiode der Bezirkstage von 4 auf 5 Jahre zwecks Angleichung an die der Volkskammer vorzuschlagen.
    21. März

    - 23. März

    Beratung der Liga für Völkerfreundschaft der DDR mit den Präsidenten von 25 Freundschaftsgesellschaften in Berlin (Ost).
    21. März

    - 19. April

    Tage der Freundschaft und Kultur der Ungarischen Volksrepublik in der DDR.
    24. März Plenartagung der Akademie der Künste der DDR anlässlich des 25. Jahrestages der Akademie. Es referiert Konrad Wolf (Hier fanden sich Geist und Macht).
    25. März Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR an Werner Stötzer verliehen.
    25. März Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR an Irmtraud Morgner und Eberhard Panitz verliehen.
    25. März

    - 26. März

    Zentrale Klubleiterkonferenz des FDGB in Magdeburg. Vor über 400 Teilnehmern (Kulturhausleitern, Mitgliedern von Betriebsgewerkschaftsleitungen, Gewerkschaftsfunktionären) spricht Harald Bühl.
    26. März Unterzeichnung des Konsularvertrages zwischen der DDR und Österreich in Berlin (Ost).
    28. März

    - 30. März

    Erstsendung des Fernsehfilms »Die unheilige Sophia« nach dem Roman von Eberhard Panitz (Buch: Eberhard Panitz, Manfred Wekwerth; Regie: Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Wolf Kaiser, Walter Lendrich, Lisa Macheiner, Dieter Mann, Renate Richter, Arno Wyzniewski).
    5. April Beginn des einwöchigen Besuchs einer Delegation der IG Metall im FDGB auf Einladung der IG Metall des DGB in der Bundesrepublik Deutschland.
    8. April

    - 10. April

    Internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema »Verantwortung für die Welt« in Berlin. 200 Wissenschaftler aus sieben Ländern diskutieren über Aspekte antifaschistischer und sozialistischer Literatur.
    19. April

    - 26. April

    5. Kongress der Internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater (ASSITEJ) unter dem Thema »Der Berufsschauspieler und die Schule« in Berlin.
    22. April Gemeinsamer Beschluss des ZK der SED, des Staatsrats und Ministerrats, aus Anlass des 30. Jahrestages der Befreiung den 9. Mai 1975 als Staatsfeiertag festlich zu begehen; zwischen März und Mai 1975 finden in der DDR aus gleichem Anlass zahlreiche Tagungen und Festveranstaltungen statt.
    23. April

    - 25. April

    6. Baukonferenz des ZK der SED und des Ministerrates der DDR in Berlin. Es nehmen 2.000 Bauschaffende teil. Erich Honecker hält das Schlußwort (Unsere ganze Politik dient dem Wohle der Arbeiterklasse und aller Werktätigen).
    23. April

    - 29. April

    Tage der Freundschaft und Kultur der CSSR in der DDR.
    26. April DDR-Erstaufführung von Arnold Schönbergs Oper »Moses und Aron« in der Dresdner Staatsoper (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Reiner Goldberg, Werner Haseleu).
    28. April Wahl von Harry Tisch, Kandidat des Politbüros der SED, zum Vorsitzenden des Bundesvorstands des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) anstelle des am 26.3. verstorbenen Herbert Warnke.
    1. Mai Als erstes regionales Folklorezentrum in der DDR wird beim Bezirkskabinett für Kulturarbeit Magdeburg das Zentrum Harzer Volkskunst (ab 1979 in Zentrum Harzer Folklore umbenannt) gegründet.
    5. Mai

    - 10. Mai

    I. Festival des künstlerischen Volksschaffens sozialistischer Länder in 14 Städten der DDR aus Anlass des 30. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Ensembles aus neun Ländern führen ihre Programme vor.
    6. Mai

    - 10. Mai

    Anlässlich des 30. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die Sowjetarmee finden zahlreiche Kulturveranstaltungen und Festaufführungen statt, unter anderen das Gastspiel des Alexandrow-Ensembles.
    9. Mai

    - 23. Mai

    I. Vogtländische Musiktage in Markneukirchen, Klingenthal und Plauen mit verschiedenen Wettbewerben der Volksmusik. Sie finden in der Folge jährlich statt.
    13. Mai

    - 17. Mai

    Erstsendung des Fernsehfilms »Broddi« von Benito Wogatzki (Buch und Regie: Ulrich Thein; Hauptdarsteller: Kurt Böwe, Christian Grashof, Jenny Gröllmann, Klaus Manchen, Jochen Thomas).
    16. Mai

    - 25. Mai

    Tage der Freundschaft und Kultur der UdSSR in der DDR aus Anlass des 30. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus. Zahlreiche Veranstaltungen finden in Berlin sowie in allen Bezirken statt. In Halle findet das 3. Festival der Freundschaft zwischen der Jugend der UdSSR und der DDR statt (14. bis 19. Mai).
    21. Mai

    - 22. Mai

    Offizieller Besuch von Gaston Thorn, Präsident der Regierung und Außenminister von Luxemburg, in der DDR.
    26. Mai Referat von Kurt Hager vor leitenden Genossen der Partei-, Staats- und Wirtschaftsorgane (Ergebnisse und Aufgaben unserer sozialistischen Kulturpolitik).
    28. Mai

    - 6. Juni

    Thomas-Mann-Ehrung anlässlich seines 100. Geburtstages. Festveranstaltung des Ministerrats der DDR mit einer Ansprache von Hans-Joachim Hoffmann (6. Juni). Wissenschaftliche Konferenz in Weimar, an der 150 Literaturwissenschaftler aus 14 Ländern teilnehmen (28. bis 30. Mai). Am 6. Juni Premiere des DEFA-Films »Lotte in Weimar« (Buch und Regie: Egon Günther; Hauptdarsteller: Martin Hellberg, Lilli Palmer).
    30. Mai Kohle- und Energiekonferenz des ZK der SED und des Ministerrats in Leipzig eröffnet. Beratung von Intensivierungsmaßnahmen in der Energiewirtschaft und beim Energieverbrauch.
    5. Juni 14. Tagung des ZK der SED: Einberufung des IX. Parteitags der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zum 18.-22.5.1976, Festlegung der Parteiwahlen für den 1.12.1975-4.4.1976.
    5. Juni Uraufführung der Komödie »Rom oder Die zweite Erschaffung der Welt« von Claus Hammel am Rostocker Volkstheater (Regie: Hanns Anselm Perten; Hauptdarsteller: Jürgen Reimer, Christine van Santen, Manfred Schlosser, Karin Seybert, Thomas Weisgerber).
    6. Juni

    - 17. August

    Ausstellung »Farbige Grafik in der DDR« im Staatlichen Museum Schwerin.
    12. Juni Kunstpreis des FDGB an 16 Kunstschaffende und 5 Kollektive verliehen: Helmut Baierl, Horst Bastian, Henry R. Berg, Siegfried Besser, Günther Brendel, Eberhard Hückstädt, Günter Kochan, Eva Lippold, Rudolf Lukowsky, Armin Münch, Dieter Rex, Wolfram Schubert, Willi Sitte, Werner Steinberg, Siegfried Stolte, Walter Womacka, das Betriebsfilmstudio des VEB Braunkohlenbohrungen und Schachtbau Welzow, Keramikzirkel in Waren-Klink, Kollektiv des DEFA-Studios für Kurzfilme, Kollektiv des Films »Zum Beispiel Josef«, Zirkel schreibender Arbeiter der Leuna-Werke »Walter Ulbricht«.
    19. Juni Volkskammer verabschiedet neues Zivilgesetzbuch und das Einführungsgesetz dazu sowie die neue Zivil-Prozessordnung, die am 1.1.1976 in Kraft treten; außerdem wird die Verlängerung der laufenden Wahlperiode der Bezirkstage um ein Jahr beschlossen.
    19. Juni Gesetz zur Erhaltung der Denkmale in der DDR (Denkmalpflegegesetz) von der Volkskammer verabschiedet.
    28. Juni DDR-Erstaufführung der Oper »Lulu« von Alban Berg an der Komischen Oper Berlin (Regie: Joachim Herz; Sänger: Willi Nett, Ursula Reinhardt-Kiss, Ute Trekel-Burckhardt, Veijo Varjo).
    2. Juli 13 ehemalige Kultur- und Bildungsoffiziere der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) werden für ihre kulturpolitische Tätigkeit in den Jahren 1945 bis 1949 mit der Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold ausgezeichnet.
    4. Juli Kunstpreis der DDR an 19 Kunstschaffende und 2 Kollektive verliehen: Reiner Bredemeyer, Wolfgang Dehler, Karl Dietrich, Fritz Eisel, Inge Götze, Rudolf Grüttner, Horst Hiestermann, Manfred Karge, Günther Kretschmer, Matthias Langhoff, Dieter Mann, Walter Nikolaus, Nikola Pawloff, Karl Schrader, Elizabeth Shaw, Karl-Heinz Stryczek, Roswitha Trexler, Gudrun Volkmar, Harald Wandtke, ein Kollektiv des NVA-Musikkorps und das Morbitzer-Streichquartett.
    5. Juli

    - 7. Juli

    10. Tanzfest der DDR in Rudolstadt.
    5. Juli

    - 6. Juli

    Uraufführung des Lustspiels »Ein irrer Duft von frischem Heu« von Rudi Strahl am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie: Piet Drescher; Hauptdarsteller: Hilmar Baumann, Gerd Ehlers, Monika Lennartz, Renate Reinecke, Heinz Scholz).
    11. Juli

    - 12. Juli

    Kulturkonferenz der FDJ in Weimar. Das Hauptreferat hält Christel Zillmann. Während des Erfahrungsaustausches im Plenum und in 20 Arbeitsgruppen nehmen über tausend Konferenzteilnehmer das Wort.
    26. Juli Unterzeichnung der Abmachung über die Koordinierung der Volkswirtschaftspläne der UdSSR und DDR von 1976 bis 1980 in Moskau; entsprechende Abkommen wurden bzw. werden zwischen der DDR und den anderen RGW-Staaten abgeschlossen.
    30. Juli

    - 1. August

    KSZE-Gipfeltreffen in Helsinki; Unterzeichnung der Schlussakte durch die Bundesrepublik Deutschland und die DDR; zwei Gespräche zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem Vorsitzenden des Staatsrats der DDR, Erich Honecker.
    31. Juli

    - 21. September

    Arno-Mohr-Ausstellung in der Akademie der Künste der DDR in Berlin mit mehr als 300 Grafiken und Gemälden des Künstlers.
    1. August Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki.
    1. August

    - 30. September

    Erstes Internationales Bildhauersymposium Hoyerswerda. Vertreter aus acht europäischen sozialistischen Ländern und Kuba nehmen teil. Es findet künftig alle zwei Jahre statt.
    18. August

    - 24. August

    5. Poetenseminar der FDJ in Schwerin.
    29. August

    - 9. November

    Ausstellung »Bauerndarstellungen. Aus fünf Jahrhunderten« in Schwerin.
    31. August Uraufführung der Oper »Der Schatten« von Fritz Geißler nach Jewgeni Schwarz in Leipzig (Libretto: Günther Lohse).
    2. September Preis für künstlerisches Volksschaffen an 7 Kollektive und 5 Kunstschaffende verliehen, unter anderen an den FDGB-Chor Strausberg und den Zirkel für bildnerisches Volksschaffen der NVA Neubrandenburg.
    12. September

    - 14. September

    4. Schlagerfestival sozialistischer Länder »Dresden 75«. Erste Preise erhalten Veronika Fischer (DDR) und Irina Ponarowskaja (UdSSR).
    16. September

    - 23. September

    III. Internationales Bach-Fest der DDR in Verbindung mit dem 50. Bach-Fest der Neuen Bachgesellschaft in Leipzig. Die zahlreichen Konzerte in- und ausländischer Künstler sind dem 225. Todestag Johann Sebastian Bachs gewidmet. Auf einer wissenschaftlichen Konferenz beraten Teilnehmer aus 13 Ländern über Werk und Wirkung Johann Sebastian Bachs. Es referiert Werner Felix.
    19. September Der Dokumentarfilm »Mädchen in Wittstock« (Buch: Richard Ritterbursch; Regie: Volker Koepp) läuft in den Filmtheatern an.
    19. September Der Dokumentarfilm »Meiers Nachlass« (Buch und Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann) läuft in den Filmtheatern an. Auf dem X. Internationalen Filmfestival in Moskau erhält der Film 1977 den Goldenen Preis (21. Juli).
    19. September

    - 26. September

    3. Tage des sozialistischen Films im Bezirk Karl-Marx-Stadt unter anderem mit Aufführungen des DEFA-Films »Ikarus« (Buch und Regie: Heiner Carow; Hauptdarsteller: Peter Aust, Karin Gregorek, Rolf Hoppe, Peter Welz) und des sowjetischen Films »Kaiina Krasnaja«.
    21. September

    - 31. Dezember

    Ausstellung zum Thema »Der Bauer und seine Befreiung - Kunst vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart« im Dresdner Albertinum.
    23. September

    - 25. September

    VII. Konferenz der Kulturminister sozialistischer Länder in Bukarest.
    24. September Auf der UNO-Vollversammlung in New York bringen die Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, H.-D. Genscher, und der DDR, O. Fischer, die unterschiedlichen Standpunkte ihrer Regierungen zur deutschen Frage zum Ausdruck
    26. September

    - 12. Oktober

    XIX. Berliner Festtage mit mehr als 200 Veranstaltungen. Zu den zahlreichen Gästen aus dem Ausland gehören das Leningrader Ballett, das Prager Kinder- und Jugendtheater »Jiri Wolker«, der Knabenchor Poznan, das Kammerorchester Bologna. Berliner Premieren sind unter anderem die Uraufführungen des Balletts »Schwarze Vögel« von Georg Katzer und des Lustspiels »Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern« von Peter Hacks sowie die DDR-Erstaufführung der Oper »Die Teufel von Loudun« von Krysztof Penderecki. Bei den Gastspielen aus der Republik kommen vor allem Gegenwartsautoren zu Wort. Unter dem Namen »Treff Audi Max« findet eine spezielle Veranstaltungsreihe für die Jugend mit Veranstaltungen unterschiedlichen Charakters statt.
    27. September Uraufführung des Balletts »Schwarze Vögel« von Georg Katzer an der Komischen Oper Berlin (Libretto: Bernd Köllinger; Choreographie: Tom Schilling; Tänzer: Hannelore Bey, Roland Gawlik).
    29. September Lessing-Preis an Hermann Kahler und Heiner Müller verliehen.
    30. September

    - 31. Dezember

    Internationale Kunstausstellung »30 siegreiche Jahre« im Berliner Alten Museum. Aus zehn sozialistischen Staaten (UdSSR, DDR, Volksrepublik Bulgarien, Ungarische Volksrepublik, Sozialistische Republik Vietnam, Kuba, Mongolische Volksrepublik, Volksrepublik Polen, Sozialistische Republik Rumänien, CSSR) werden über 1200 Werke der bildenden Kunst gezeigt. Die Ausstellung hat 110.000 Besucher.
    1. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1975: 1 Stephan Hermlin, Ernst Hermann Meyer; II Theo Bälden, Hermann Hähnel, Gerhard Holtz-Baumert, Klaus Wittkugel, Kollektiv des Films »Jakob der Lügner« (Jurek Becker, Frank Beyer, Vlastimil Brodsky, Gerd Gericke, Erwin Geschonneck, Günter Marczin-kowsky), Kollektiv für städtebauliche Gestaltung in Karl-Marx-Stadt (Hans-Heinrich Förster, Konrad Reimann, Wladimir Rubinow, Rudolf Weißner, Karl Wienke); III Eberhard Büchner, Agnes Kraus, Rainer Kunad, Harry Kupfer, Isabella Nawe, Herbert Prüget, Heinz Rogner, Wolfgang E. Struck, Ruth Zechlin, Udo Zimmermann, Kollektiv der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen (Volkmar Bretschneider, Rudi Stolle, Peter Strang, Heinz Werner, Ludwig Zepner).
    3. Oktober DDR beschließt wegen der Vollstreckung von Todesurteilen an Regimekritikern in Spanien, die Diplomatischen Beziehungen zu Spanien mit sofortiger Wirkung zu unterbrechen; am 25.9. hatten das Zentralkomitee der SED, der Staatsrat und der Ministerrat in einem Schreiben an Staatspräsident Franco und Ministerpräsident Navarro die Aufhebung der Todesurteile und die Freilassung der Regimegegner gefordert.
    4. Oktober DDR-Erstaufführung der Oper »Die Teufel von Loudun« von Krzysztof Penderecki an der Deutschen Staatsoper Berlin (Regie: Erhard Fischer; Sänger: Ute Mai, Frank-Peter Späthe, Krystyna Szostek-Radkowa, Ute Trekel-Burckhardt).
    5. Oktober 1000-Jahr-Feier der Stadt Weimar. Festakt mit einer Ansprache von Horst Sindermann. Wiedereröffnung des neugestalteten Deutschen Nationaltheaters mit Goethes »Faust« (Regie: Fritz Bennewitz; Hauptdarsteller: Klaus-Martin Boestel, Manfred Heine, Helga Ziaja).
    6. Oktober

    - 13. Oktober

    Offizieller Freundschaftsbesuch einer Partei- und Staatsdelegation der DDR unter Leitung von E. Honecker in der UdSSR, am 7.10. unterzeichnen L. Breshnew und E. Honecker einen neuen Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand zwischen der DDR und der UdSSR.
    7. Oktober Der 26. Gründungstag der DDR wird erstmals als Nationalfeiertag begangen.
    7. Oktober Abschluss des Vertrages über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand zwischen der DDR und der UdSSR in Moskau.
    8. Oktober

    - 10. Oktober

    Wissenschaftliche Konferenz „Grundlagen der sozialistischen Persönlichkeitsentwicklung junger Arbeiter und Studenten“, an der Wissenschaftler und Repräsentanten von Jugendverbänden aus mehreren sozialistischen Ländern teilnehmen, in Leipzig.
    9. Oktober Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR an Frank-Volker Eichhorn, Winfried Höntsch und Friedrich Schenker verliehen.
    11. Oktober Uraufführung des Lustspiels »Das Jahrmarktsfest von Plundersweilern« von Peter Hacks nach Johann Wolfgang Goethe am Deutschen Theater zu Berlin (Regie: Klaus Piontek; Hauptdarsteller: Eberhard Esche, Cox Habbema, Klaus Piontek).
    12. Oktober Kongress der Arbeiterjugend der DDR, veranstaltet von FDJ und FDGB, in Berlin (Ost). Beschlüsse zur Vorbereitung des IX. Parteitags der SED. Aufforderung zur Planerfüllung und Wettbewerb.
    12. Oktober Gespräch zwischen dem ÖTV-Vorsitzenden Heinz Klunker und dem Vorsitzenden der DDR-Gewerkschaft der Mitarbeiter der Staatsorgane und der Kommunalwirtschaft, Heinz Bartsch, in Berlin (Ost).
    13. Oktober

    - 17. Oktober

    Besuch einer Delegation des Deutschen Sportbundes der Bundesrepublik unter Leitung seines Präsidenten Willi Weyer in der DDR.
    14. Oktober

    - 28. Oktober

    Ausstellung »Die Frau und die Gesellschaft«. Malerei, Grafik, Plastik, Buchillustrationen und Plakate in Berlin.
    20. Oktober

    - 25. Oktober

    Weltkongress im „Internationalen Jahr der Frau“ mit ca. 2000 Delegierten aus 135 Ländern in Berlin (Ost). Thema: Gleichberechtigung - Entwicklung - Frieden.
    20. Oktober

    - 24. Oktober

    In Berlin findet der Weltkongress anlässlich des Internationalen Jahrs der Frau statt. 2.000 Delegierte, Beobachter und Gäste von allen Kontinenten nehmen daran teil. Das gemeinsame Anliegen heißt »Gleichberechtigung, Entwicklung, Frieden«.
    26. Oktober VII. Kongress der Internationalen Demokratischen Frauenföderation (IDFF) mit über 500 Delegierten aus 95 Ländern in Berlin (Ost): Verabschiedung eines Perspektivplans über künftige Aktionen der IDFF. Wahl der Leitungsgremien (Präsidentin: Freda Brolon, Generalsekretärin: Fanny Edelman).
    28. Oktober Pressekonferenz anlässlich des Erscheinens der ersten Bände der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA), die von den Instituten für Marxismus-Leninismus in Moskau und Berlin im Dietz Verlag Berlin herausgegeben wird.
    29. Oktober Übereinkunft zwischen der Regierung der DDR und dem Senat von Berlin über gegenseitige Hilfeleistung bei Unglücksfällen in den Gewässern an der Berliner Sektorengrenze.
    29. Oktober Politbüro des ZK der SED und Ministerrat beschließen, als staatliche Auszeichnung den Ehrentitel „Held der Deutschen Demokratischen Republik“ für „Heldentaten bei der Gewährleistung des militärischen Schutzes und der staatlichen Sicherheit“ zu stiften.
    30. Oktober Eröffnung des IV. Festivals des sowjetischen Kino- und Fernsehfilms in der DDR. Gezeigt werden unter anderem »Töchter und Mütter«, »Die Prämie« und »Sie kämpften für die Heimat«. - Uraufführung der Szenenfolge »Die Schlacht« von Heiner Müller an der Volksbühne Berlin (Regie: Manfred Karge und Matthias Langhoff; Hauptdarsteller: Hermann Beyer, Ursula Karusseit).
    5. November Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft erstmalig an Kollektive und Künstler verliehen. Zu den Preisträgern gehören unter anderen das Maxim Gorki Theater Berlin und das Zentrale Gesangs- und Tanzensemble der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.
    7. November Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler erhalten beim Internationalen Chansonwettbewerb in Paris den »Grand prix de Paris« für ausländische Teilnehmer.
    13. November

    - 14. November

    VII. Kongress des Bundes der Architekten der DDR in Berlin. Das Hauptreferat hält Wolfgang Urbanski, der auch zum neuen Präsidenten des Bundes gewählt wird.
    14. November

    - 20. November

    Festtage der DDR-Dramatik in der UdSSR. 120 Theater stellen Neuinszenierungen von Stücken der Gegenwart und des Erbes vor, unter anderen Werke von Bertolt Brecht, Rainer Kerndl, Alfred Matusche, Rudi Strahl und Erwin Strittmatter.
    20. November Premiere des DEFA-Films »Bankett für Achilles« in Berlin (Buch: Martin Stephan; Regie: Roland Gräf; Hauptdarsteller: Carl Heinz Choynski, Elsa Grube-Deister, Fred Delmare, Dieter Franke, Erwin Geschonneck, Gert Gütschow, Ute Lubosch, Jutta Wachowiak).
    22. November

    - 29. November

    XVIII. Internationale Leipziger Dokumentar-und Kurzfllmwoche für Kino und Fernsehen. Gezeigt werden 355 Filme aus 52 Ländern. Mit der Goldenen Taube werden ausgezeichnet »Der Weg des Soldaten« (UdSSR) und »Wir überwachen eine Atomwaffenbasis« (Japan).
    26. November Anna Seghers erhält anlässlich ihres 75. Geburtstages den Kulturpreis des Weltfriedensrates.
    30. November

    - 2. Dezember

    III. Kongress des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR in Berlin. Das Hauptreferat hält Hans Dieter Mäde. An der Diskussion beteiligen sich 150 Delegierte im Plenum und in den Arbeitsgruppen unter anderen zu den Themen »Unser Geschichtsbild und die Aneignung des Erbes« und »Der sozialistische Zeitgenosse auf der Bühne«. Zum Präsidenten des Verbandes wird Wolfgang Heinz wiedergewählt.
    4. Dezember Premiere des DEFA-Films »Eine Pyramide für mich« nach dem gleichnamigen Roman von Karl-Heinz Jakobs in Berlin (Buch und Regie: Ralf Kirsten; Hauptdarsteller: Justus Fritzsche, Günter Junghans, Rolf Ludwig).
    5. Dezember

    - 6. Dezember

    III. Konferenz der Klub- und Kulturhausleiter in Karl-Marx-Stadt. Das Referat hält Siegfried Wagner. Es findet ein umfassender Meinungsaustausch zur Arbeit der 15.000 Klub- und Kulturhäuser und 4.000 Jugendklubs in der DDR statt.
    10. Dezember Plenartagung der Akademie der Künste der DDR zum Thema »Gibt es einen Fortschritt in der Kunst?« Es referiert Hans-Joachim Hoffmann.
    12. Dezember Heinrich-Heine-Preis an Eva Strittmatter und Jean Villain verliehen.
    16. Dezember Ausweisung des in Berlin (Ost) akkreditierten „Spiegel“-Korrespondenten Jörg Mettke wegen Verstoßes gegen die Korrespondenten-Verordnung der DDR sowie wegen „grober Verleumdung“ der DDR im Zusammenhang mit „Spiegel“-Berichten über Zwangsadoptionen.
    19. Dezember Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR über Verbesserungen im Berlin- Verkehr, u. a. wird die Grunderneuerung der Autobahn Berlin-Marienborn vereinbart.