Chronik der DDR 1978

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Neues Arbeitsgesetz der DDR tritt in Kraft.
    5. Januar Gründung eines Instituts für Soziologie und Sozialpolitik zur Analyse sozialer Grundprozesse der sozialistischen Gesellschaft an der Akademie der Wissenschaft der DDR in Berlin (Ost); Berufung von Prof. Dr. Gunnar Winkler zum Direktor.
    5. Januar Als neuer Intendant des Berliner Metropol-Theaters wird der Komponist und Dirigent Gerd Natschinski berufen.
    10. Januar Schließung des Büros des Hamburger Wochenmagazins „Der Spiegel“ in Berlin (Ost) durch die DDR-Behörden im Zusammenhang mit der Veröffentlichung eines „Manifests“ von einem angeblich in der DDR ansässigen „Bund Demokratischer Kommunisten Deutschlands“; der Protest der Bundesregierung dagegen bleibt erfolglos.
    15. Januar

    - 16. Januar

    Mehreren Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darunter dem Vorsitzenden der CDU, Helmut Kohl, die sich anlässlich einer Fraktionssitzung in Berlin (West) aufhalten, verweigern die DDR-Behörden die Einreise nach Berlin (Ost).
    18. Januar

    - 5. März

    Eine gemeinsame Ausstellung veranstalten die Staatliche Sammlung der Albertina in Wien und das Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit etwa 200 Meisterzeichnungen von Künstlern aus fünf Jahrhunderten in Wien. Die Ausstellung wird vom 24. September bis zum 26.November 1978 auch in Dresden gezeigt.
    18. Januar

    - 22. Januar

    Gastspiel der Dresdner Staatsoper in Hamburg zur 300-Jahr-Feier der Hamburger Staatsoper.
    23. Januar

    - 27. Januar

    1. Arbeitstreffen der Präsidenten und Vizepräsidenten der Verbände Bildender Künstler aus zehn sozialistischen Ländern in Berlin (aus der Volksrepublik Bulgarien, der CSSR, der DDR, aus Kuba, aus der Mongolischen Volksrepublik, der Volksrepublik Polen, der Sozialistischen Republik Rumänien, der UdSSR, der Ungarischen Volksrepublik und der Sozialistischen Republik Vietnam).
    24. Januar

    - 25. Januar

    Wissenschaftliche Beratung leitender Parteifunktionäre und Gesellschaftswissenschaftler aus den sozialistischen Staaten zum Thema „Politische Macht und Demokratie“ in Potsdam.
    27. Januar Unterzeichnung eines Protokolls über regelmäßigen Meinungs- und Informationsaustausch sowie über den gegenseitigen Besuch von Delegationen und die gemeinsame Abhaltung von Seminaren zwischen dem Deutschen Bundesjugendring und der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in Bonn.
    27. Januar »Brecht-Entdeckungen« im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin mit acht Stücken und speziellen Programmen.
    28. Januar Offizieller Meinungsaustausch über die Innerdeutschen Beziehungen zwischen dem Staatsminister im Bundeskanzleramt, H. Wischnewski, und dem Mitglied des Politbüros und Sekretärs des ZK der SED, H. Axen, sowie dem Außenminister der DDR, O. Fischer, und dem Leiter der Abteilung West im ZK der SED, H. Häber, in Berlin (Ost).
    31. Januar

    - 5. Februar

    Erstmals »Moskauer Tage in Berlin« mit gemeinsamen Kulturprogrammen von Berliner und Moskauer Künstlern sowie mit Ausstellungen, unter anderem über Moskauer Malerei und Grafik.
    1. Februar Abschluss eines Abkommens über Zusammenarbeit zwischen dem Allgemeinen Verband palästinensischer Schriftsteller und dem Schriftstellerverband der DDR in Beirut.
    3. Februar

    - 7. Februar

    3. DDR-Musiktage in Berlin. In 14 Konzerten werden 18 Stücke uraufgeführt sowie zahlreiche neuere Werke von Komponisten der DDR aufgeführt.
    4. Februar

    - 9. April

    Wolfgang-Mattheuer-Ausstellung in Leipzig. In der Überblicksausstellung sind 160 Gemälde, 100 Druckgrafiken, Zeichnungen und Plastiken zu sehen.
    5. Februar Erstsendung des Fernsehfilms »Ich will nicht leise sterben« (Buch: Martin Stephan; Regie: Thomas Langhoff; Hauptdarsteller: Jürgen Gösch, Jürgen Holtz, Lotte Loebinger, Ruth Reinecke, Martin Stephan, Bernd-Stichler).
    9. Februar

    - 15. Februar

    Eröffnung des Brecht-Haus-Berlin als Forschungs- und Gedenkstätte sowie Abhaltung eines Internationalen Brecht-Dialogs „Kunst und Politik“ anlässlich des 80. Geburtstags von Bertolt Brecht in Berlin (Ost).
    10. Februar Ausstellung »Caspar David Friedrich und sein Kreis« in Tokio eröffnet. Später wird die Ausstellung in Kyoto gezeigt (Eröffnung am 7. April).
    10. Februar

    - 15. Februar

    Brecht-Dialog 1978 »Kurist und Politik« zum 80. Geburtstag des Dichters mit 91 wissenschaftlichen und künstlerischen Veranstaltungen. Auf der Festveranstaltung des Ministerrates der DDR hält Hans-Joachim Hoffmann die Festrede. Herausragende Ereignisse der insgesamt 41 Theateraufführungen sind am 10. Februar die Doppelpremiere des »Galileo Galilei« im Berliner Ensemble und im Fernsehen der DDR (Regie: Joachim Tenschert, Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Peter Hladik, Günter Naumann, Hans-Peter Reinecke, Ekkehard Schall) sowie das erste DDR-Gastspiel des Moskauer Theaters an der Taganka mit Bertolt Brechts »Der gute Mensch von Sezuan« und Maxim Gorkis »Die Mutter«. Das Brecht-Haus in Berlin wird am 9. Februar der Öffentlichkeit übergeben. Gäste aus mehr als 30 Ländern nehmen am Dialog teil.
    13. Februar

    - 20. Februar

    8. Festival des politischen Liedes in Berlin mit etwa 60 Gruppen und Solisten aus 34 Ländern. Zahlreiche Beiträge in den 39 Veranstaltungen sind den 80. Geburtstagen Bertolt Brechts und Hanns Eislers gewidmet. Erstmals findet eine Politkirmes statt.
    16. Februar

    - 20. Februar

    Beratung der Chefredakteure von Kunstzeitschriften aus sieben sozialistischen Ländern in Dresden über wirksamere Kunstvermittlung.
    17. Februar Erstsendung der neuen Fernsehreihe »Schauspielereien« mit dem Stück »Alles im Lot, alles im Eimer« (Buch: Rudi Strahl; Regie: Roland Oehme; Hauptdarsteller: Simone Frost, Thomas Neumann).
    19. Februar

    - 20. Februar

    Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter Leitung von Erich Honecker in Polen. Meinungsaustausch zu aktuellen internationalen Fragen.
    23. Februar Der Film »Die eiserne Festung« von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann wird im finnischen Tampere beim Internationalen Festival in der Klasse der Dokumentarfilme als bester Beitrag ausgezeichnet.
    24. Februar Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit sowie Kultur- und andere Abkommen mit der Republik Libyen unterzeichnet.
    27. Februar Beginn einer Beratung der für außenpolitische und ideologische Fragen zuständigen Sekretäre der kommunistischen und Arbeiterparteien von 10 sozialistischen Ländern in Budapest; der Delegation der SED gehören u. a. die Mitglieder des Politbüros Hermann Axen, Kurt Hager und Werner Lamberz an.
    3. März Literaturpreis des DFD an Ruth Werner verliehen.
    3. März Vereinbarungen über die weitere Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Republik Indien in Wissenschaft, Bildungswesen und Kultur in Neu-Delhi unterzeichnet.
    3. März Zur Vorbereitung des VIII. Schriftstellerkongresses findet ein Gespräch zwischen Erich Honecker und Mitgliedern des Präsidiums des Schriftstellerverbandes der DDR statt.
    6. März Gespräche des Vorsitzenden des Ministerrats, Willi Stoph, mit Leonid Breshnew und Alexej Kossygin in Moskau.
    6. März Gespräch zwischen Angehörigen der Partei- und Staatsführung unter Leitung von E. Honecker mit dem Vorstand der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR unter Leitung seines Vorsitzenden, Bischof Albrecht Schönherr; Presseveröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung.
    6. März Atelierhaus von Ernst Barlach am Güstrower Heidberg der Öffentlichkeit wiedereröffnet.
    7. März Bei einem Flugzeugunglück werden die seit dem 5.3. sich in Libyen aufhaltenden Angehörigen einer DDR-Delegation Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK, Paul Markowski, Leiter der ZK-Abteilung für internationale Verbindungen, sowie zwei weitere Personen aus der DDR getötet.
    10. März Premiere des DEFA-Films »Brandstellen« nach dem gleichnamigen Roman von Franz Josef Degenhardt (Buch: Gerhard Bengsch; Regie: Horst E. Brandt; Hauptdarsteller: Wolfgang Dehler, Dieter Mann, Heidemarie Wenzel).
    12. März Uraufführung der Bühnenfassung der Tonbandprotokolle »Guten Morgen, du Schöne« von Maxie Wander am Deutschen Theater (Kleine Komödie) Berlin (Regie: Horst Schönemann; Hauptdarsteller: Lissy Tempelhof, Jutta Wachowiak, Simone von Zglinicki).
    13. März

    - 14. März

    Konferenz zur Unterhaltungskunst der DDR in Berlin mit 550 Teilnehmern. Zum Thema »Für höhere Qualität und Wirksamkeit der Unterhaltungskunst« referiert Siegfried Wagner. Nach Abschluss der Konferenz findet ein Gala-Programm der Unterhaltungskunst mit 300 Künstlern im Palast der Republik statt (18. März).
    20. März II. Gemeinsame Tagung der im Juni 1977 gegründeten Handels- und Wirtschaftsräte DDR - USA und USA - DDR in Berlin (Ost); die US-Delegation wird vom Politbüromitglied und ZK-Sekretär Günter Mittag empfangen.
    21. März

    - 1. März

    X. Generalversammlung des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ) in Berlin (Ost). Vorbereitung der XI. Weltjugendfestspiele in Havanna.
    22. März Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR an Dieter Goltzsche verliehen.
    22. März Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR an Karl Mickel verliehen.
    22. März

    - 30. April

    Fotoausstellung mit 320 Werken des USA-Dokumentaristen Paul Strand in Berlin.
    23. März Konstituierung des Film- und Fernsehrates der DDR (FFR) in Berlin. Zum Präsidenten wird Albert Wilkening vom Minister für Kultur berufen. Zu den Aufgaben des Film- und Fernsehrates gehört die Koordinierung der Mitarbeit von DDR-Repräsentanten in zahlreichen internationalen nichtstaatlichen Film- und Fernsehverbänden.
    29. März

    - 1. April

    Plenartagung der Akademie der Künste der DDR zum Thema »Die Künste in der sozialistischen Gesellschaft« in Dresden, verbunden mit einem Besuch der Tagungsteilnehmer der VIII. Kunstausstellung der DDR. Auf der Plenartagung referiert Konrad Wolf.
    30. März

    - 1. April

    Offizieller Besuch einer österreichischen Regierungsdelegation unter Leitung von Bundeskanzler Bruno Kreisky in der DDR; Abschluss eines Abkommens über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit, eines Kulturabkommens und eines Veterinärabkommens sowie mehrerer Handelsverträge und Vereinbarungen.
    6. April Manifestation der Akademie der Künste der DDR zum 80. Geburtstag Paul Robesons in Berlin. Erstmals wird die Paul-Robeson-Gedenkmedaille verliehen an Brigitte Bögelsack, Ben Chavis, Ernst Hermann Meyer, Albert Norden, William Patterson, Werner Rümpel.
    7. April

    - 9. April

    Erstmals im Palast der Republik in Berlin »Tage der Volkskunst«, gestaltet von Volkskünstlern aus dem Bezirk Dresden. Es finden 50 Veranstaltungen, 6 Ausstellungen, ein großer Solidaritätsbasar und praktische Vorführungen volkskünstlerischer Arbeit statt. Die »Tage der Volkskunst« sollen künftig zweimal im Jahr, veranstaltet jeweils von anderen Bezirken der DDR, stattfinden.
    11. April

    - 13. April

    Konferenz der Direktoren der Institute für Philosophie der Akademien der Wissenschaften sozialistischer Länder über Probleme der marxistisch-leninistischen Philosophie in Berlin (Ost).
    11. April

    - 13. April

    Beratung von Vertretern der UNESCO-Kommissionen sozialistischer Staaten in Berlin zur Tätigkeit in der UNESCO auf dem Gebiet der Bildung.
    12. April

    - 14. April

    Besuch des Außenministers der DDR, Otto Fischer, im Iran; am 13.4. überreicht Fischer dem Schah des Iran eine persönliche Botschaft des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, worin der Zwischenfall vom 27.2., bei dem es zu einem vorübergehenden Eindringen iranischer Studenten in die Botschaft des Iran in Berlin (Ost) gekommen war, bedauert wird; am 3.5. übergibt der Botschafter des Iran in Berlin (Ost) eine persönliche Botschaft des Schah an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, womit der Zwischenfall diplomatisch bereinigt wird.
    16. April Gastspiel der Wiener Sängerknaben in der DDR mit einem Konzert im Palast der Republik Berlin.
    17. April Uraufführung des Dokumentarfilms »Die Toten schweigen nicht« (Los muertos no callan; Buch und Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann) bei einer Solidaritätsveranstaltung für das chilenische Volk in Berlin. Auf dem XX. Internationalen Wettbewerb des Dokumentär- und Kurzfilmfestivals in Bilbao erhält der Film den Großen Preis.
    20. April Uraufführung des DEFA-Films »Ich zwing dich zu leben«, nach der Erzählung »Gambit« von Karl Sewart in Berlin (Buch und Regie: Ralf Kirsten; Hauptdarsteller: Rolf Ludwig, Anne-Else Paetzold, Peter Welz).
    21. April Uraufführung einer Bühnenfassung von »Franziska Linkerhand« nach Brigitte Reimanns Roman (Bühnenfassung: Bärbel Jaksch, Heiner Maaß; Regie: Christoph Schroth; Hauptdarsteller: Peer Jäger, Ruth Reinecke, Angelika Waller, Hans-Jürgen Wildgrube) in Schwerin.
    22. April

    - 29. April

    Tage der tunesischen Kultur in der DDR.
    24. April Fritz Rodel wird in das Amt des Intendanten der Volksbühne Berlin eingeführt.
    30. April Erstsendung des Fernsehfilms »Über sieben Brücken musst Du gehn« nach einer Erzählung von Helmut Richter (Buch: Helmut Richter; Regie: Hans Werner; Hauptdarsteller: Krysztof Jendrysek, Viola Schweitzer). Der Film enthält Kompositionen der Gruppe »Karat«.
    3. Mai

    - 4. Mai

    Freundschaftsbesuch des ungarischen Außenministers Frigyes Puja in der DDR; Unterzeichnung eines Abkommens über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit.
    3. Mai

    - 5. Mai

    Wissenschaftliche Konferenz über aktuelle Fragen der Revolutionstheorie anlässlich des 160. Geburtstages von Karl Marx an der Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED; am 5.5. findet in Karl-Marx-Stadt eine Großkundgebung aus dem gleichen Anlass statt.
    4. Mai Premiere des DEFA-Films »Ich will euch sehen« (In memoriam Fritz Schmenkel - Held der Sowjetunion), der mit sowjetischer Unterstützung gedreht wurde, in Berlin (Buch: Igor Bolgarin, János Veiczi; Regie: János Veiczi; Hauptdarsteller: Grigori Grigoriu, Dieter Mann, Gojko Mitic, Leon Niemczyk, Walter Plathe, Jewgeni Sharikow).
    4. Mai

    - 8. Mai

    1. Werkstattage des DDR-Schauspiels in Leipzig. Lesungen, Diskussionen, Berichte und Gastspiele stellen das zeitgenössische Schaffen von Autoren und Schauspielensembles der DDR vor. Die Werkstattage sollen künftig alle zwei Jahre stattfinden.
    5. Mai

    - 25. Juni

    Ausstellung »Junge Künstler der DDR 1978« in Frankfurt (Oder), danach in Halle (2. Juli bis 25. August).
    10. Mai Wahlplenum der Akademie der Künste der DDR in Berlin. Es referiert Konrad Wolf (Die Akademie der Künste - Bilanz und Perspektive ihrer Arbeit), der zum Präsidenten wiedergewählt wird. Zu neuen Mitgliedern werden gewählt: Theo Adam, Reiner Bredemeyer, Günter de Bruyn, Heiner Carow, Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Gerhard Kettner, Siegfried Köhler, Wolfgang Mattheuer, Tom Schilling, Peter Schreier, Werner Stötzer, Alfred Wellm.
    11. Mai

    - 12. Mai

    Offizieller Freundschaftsbesuch des sowjetischen Außenministers A. Gromyko in der DDR; Unterzeichnung eines neuen Abkommens über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten und Bericht über den Besuch von L. Breshnew in der Bundesrepublik.
    15. Mai

    - 16. Juli

    II. Quadrinnale des Kunsthandwerks sozialistischer Länder in Erfurt.
    16. Mai

    - 19. Mai

    Offizielle Besuche des Außenministers der DDR, O. Fischer, in Belgien und Luxemburg.
    17. Mai

    - 19. Mai

    Internationale wissenschaftliche Konferenz über die aktuelle Bedeutung der ökonomischen Lehre von Karl Marx für die Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR, veranstaltet von der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED (AfG), dem Institut für Marxismus-Leninismus, dem Zentralinstitut für Sozialistische Wirtschaftsführung und der Parteihochschule „Karl Marx“ beim ZK der SED.
    17. Mai Staatsrat der DDR ratifiziert die Umweltkonvention der UNO.
    19. Mai

    - 20. Mai

    II. Kongress der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in Berlin. Den Bericht erstattet Generalsekretär Kurt Thieme. Zum neuen Präsidenten der Gesellschaft wird Erich Mükkenberger gewählt.
    20. Mai DDR-Erstaufführung des Stückes »Geld für Maria« von Valentin Rasputin in Magdeburg (Regie: Peter Sodann; Hauptdarsteller: Hilmar Eichhorn, Christel Leuner, Martina Wilke).
    20. Mai

    - 4. Juni

    Dresdner Musikfestspiele finden zum ersten Male statt unter dem Motto »Kammeroper - eigenständiges Musiktheater mit Perspektive oder Nebenprodukt der großen Oper?«. In 140 Veranstaltungen wirken 3 400 Künstler aus etwa 20 Ländern mit. Die Musikfestspiele sind der Dresdner Musiktradition verpflichtet. Sie wollen besonders neue Werke von DDR-Komponisten vorstellen.
    21. Mai Teilnahme einer Gastdelegation des FDGB unter Leitung von Harry Tisch am 11. Ordentlichen Kongress des DGB in Hamburg; den 9. Kongress des FDGB im Mai 1977 in Berlin (Ost) hatte eine Delegation des DGB besucht.
    22. Mai Johannes-R.-Becher-Preis an den Dichter Hanns Cibulka verliehen.
    23. Mai Kunstpreis der DDR verliehen an 18 Künstler und 4 Kollektive, an Karl-Heinz Appelt, Clauss Dietel, Klaus-Dieter Kirst, Eleonore Kleiber, Siegfried Krepp, Fred Lohse, Irmtraud Ohme, Christian Polster, Käthe Reichel, Arno Rink, Gudrun Ritter, Frank Ruddigkeit, Thomas Schleusing, Volker Stelzmann, Angelika Waller, Johannes Walter, an das Berliner Oktett, Gruppe »Lift«, Raubtierdressur Christiane und Erhard Samuel, Solisten und Choreographen des Fernsehballetts.
    25. Mai Premiere des DEFA-Films »Jörg Ratgeb - Maler« in Berlin (Buch: Manfred Freitag, Joachim Nestler; Regie: Bernhard Stephan; Hauptdarsteller: Alois ?vehlik, Margrit Tenner).
    29. Mai

    - 31. Mai

    VIII. Schriftstellerkongress der DDR unter dem Motto „Der Schriftsteller in den Kämpfen unserer Zeit“; Wahl von H. Kant anstelle der aus Altersgründen zurückgetretenen Anna Seghers zum Präsidenten.
    29. Mai

    - 31. Mai

    VIII. Schriftstellerkongress der DDR in Berlin unter dem Motto »Der Schriftsteller in den Kämpfen unserer Zeit«. Zum Thema referiert Hermann Kant. Die Beratungen der Arbeitsgruppen hatten bereits vor dem Kongress 350 Verbandsmitglieder zum Gedankenaustausch über die Verantwortung des Schriftstellers genutzt. Hermann Kant wird zum Präsidenten, Anna Seghers zur Ehrenpräsidentin gewählt.
    1. Juni Die »Verordnung über den staatlichen Museumsfonds der DDR« tritt in Kraft.
    1. Juni

    - 6. August

    Studio-Ausstellung »Von der Collage zur Assemblage - Aspekte der Materialkunst in der DDR« in Berlin.
    1. Juni

    - 3. Juni

    »Die Pracht Dresdens: Fünf Jahrhunderte Kunstsammlungen - eine Ausstellung aus der Deutschen Demokratischen Republik« in Washington. Anschließend ist die Ausstellung in New York und San Francisco zu sehen. Sie hat insgesamt 1,5 Millionen Besucher.
    5. Juni

    - 8. Juni

    Besuch einer Staatsdelegation der DDR unter Leitung von Günter Mittag, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, in Paris; Wirtschaftsverhandlungen mit Vertretern der französischen Regierung und Industrie, Abschluss entsprechender Vereinbarungen und Verträge, u. a. mit dem Automobilkonzern Citroën.
    6. Juni

    - 9. Juni

    Gastspiel der Deutschen Staatsoper Berlin in Hamburg und Wiesbaden (BRD) mit den Opern »Julius Caesar« von Georg Friedrich Händel, »Die Nase« von Dmitri Schostakowitsch und »Einstein« von Paul Dessau.
    6. Juni

    - 8. Juni

    3. Internationale Beratung der Urheberrechtsorganisationen sozialistischer Länder in Berlin, an der Vertreter aus der Volksrepublik Bulgarien, der DDR, Kuba, der Volksrepublik Polen, der Sozialistischen Republik Rumänien, der UdSSR, der CSSR, der Ungarischen Volksrepublik und der Sozialistischen Republik Vietnam (als Beobachter) teilnehmen. Unterzeichnung eines Protokolls über Maßnahmen zur Vervollkommnung der Zusammenarbeit.
    7. Juni Empfang einer Delegation der PLO unter Leitung des Vorsitzenden ihres Exekutivkomitees, Yasser Arafat, anlässlich der in Berlin (Ost) veranstalteten „Woche der Solidarität“ mit dem Kampf der antiimperialistischen Kräfte im Nahen Osten durch E. Honecker.
    14. Juni Empfang des Leiters der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Michael Kohl, durch Bundeskanzler Schmidt; Kohl übergibt einen Brief des Staatsratsvorsitzenden E. Honecker.
    15. Juni Das Exekutivkomitee der Internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater (ASSITEJ) hat Ilse Rodenberg, bisherige Vizepräsidentin, zur Präsidentin dieser Vereinigung gewählt.
    16. Juni Besuch des Staatssekretärs für Kirchenfragen der DDR, H. Seigewasser, im Paul-Gerhardt-Stift in Wittenberg, wobei dieser die Arbeit der Kirche im Gesundheits- und Sozialwesen der DDR würdigt; am 19.6. empfängt der Vorsitzende des Ministerrates, W. Stoph, führende Vertreter des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR unter Leitung von Bischof Albrecht Schönherr zu einem Meinungsaustausch.
    16. Juni Ausstellung mit Werken des Bildhauers Heinrich Drake aus dem Gesamtschaffen des Künstlers zu seinem 75. Geburtstag in Moskau eröffnet.
    19. Juni

    - 25. Juni

    Gastspiel des Berliner Ensembles am Burgtheater zur Wiener Festwoche mit Bertolt Brechts Stücken »Coriolan«, »Galileo Galilei«, »Herr Puntila und sein Knecht Matti«.
    21. Juni Beginn der Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Regierung der DDR über den Bau einer Autobahn von Berlin nach Hamburg.
    25. Juni Verlesung eines bischöflichen Rundschreibens an die Gemeinden in den evangelischen Kirchen der DDR, worin kritisch zu dem geplanten Wehrkundeunterricht an den Schulen der DDR Stellung genommen wird.
    26. Juni

    - 28. Juni

    Offizieller Besuch einer libyschen Regierungsdelegation unter Leitung von Oberst M. el Ghaddafi in der DDR; Abschluss eines Abkommens über politische, wirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit sowie eines Gesundheitsabkommens.
    28. Juni

    - 13. August

    Ausstellung mit rund 300 Holzschnitten von HAP Grieshaber (BRD) in Berlin.
    28. Juni

    - 6. Juli

    Hanns-Eisler-Tage aus Anlass des 80. Geburtstages des Komponisten mit einer Festveranstaltung (6. Juli) und einem internationalen Kolloquium »Eislers Konzept der angewandten Musik - zur Entwicklung einer neuen Musikpraxis« (29.-30. Juni). Der VEB Deutsche Schallplatten stellt 23 Platten der Eisler-Edition zum ersten Male geschlossen vor.
    30. Juni Verurteilung des Systemkritikers Rudolf Bahro zu 8 Jahren Freiheitsentzug wegen angeblichen Geheimnisverrats und nachrichtendienstlicher Tätigkeit; am 7.7. wird der 22-jährige Nico Hübner aus Berlin (Ost) wegen Wehrdienstverweigerung (unter Berufung auf den entmilitarisierten Zustand von Groß-Berlin) zu 5 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
    30. Juni Uraufführung des Schauspiels »Jutta oder die Kinder von Damutz« von Helmut Bez am Landestheater Halle (Regie: Horst Ruprecht).
    30. Juni Preis für künstlerisches Volksschaffen an 7 Kollektive und 8 Kunstschaffende verliehen, unter anderen an das Drushba-Ensemble Magdeburg und an den FDJ-Chor der EOS »Ernst Thälmann« Neuruppin.
    30. Juni

    - 2. Juli

    17. Arbeiterfestspiele im Bezirk Suhl. In 399 Veranstaltungen treten 10.000 Laien- und 1800 Berufskünstler auf. Die Woche der schreibenden Arbeiter ist erstmals Teil der Arbeiterfestspiele. Ebenso sind die Kulturfesttage der sozialistischen Landwirtschaft zum erstenmal unmittelbar in die Arbeiterfestspiele einbezogen. In Schmalkalden findet das Folklorefestival als erste zentrale Veranstaltung dieser Art statt. »Gestaltung der Umwelt zum Wohle des Menschen« ist eine der gezeigten Ausstellungen.
    2. Juli Kunstpreis des FDGB an 13 Persönlichkeiten und 11 Kollektive verliehen, an Heinz Behling, Wieland Förster, Uwe Kant, Rainer Kerndl, Lutz Rudolph Ketscher, Gerhard Kettner, Otto Kümmert, Peter Preiss, Willi Sitte, Erwin Strittmatter, Jürgen Wenzel, Ruth Werner, Lutz Voigtmann, an das Arbeitertheater des VEB RENAK Reichenbach, die Autoren der Sendereihe »Neumann - 2x klingeln« (Wilhelm Hampel, Gerhard Jäckel, Ulrich Waldner, Joachim Witte), Sabine Katins und Kollektiv des Fernsehens, Kabarett »Die Hinterwäldler« der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung Suhl, Kollektiv des Fernsehfilms »Wie soll sich eine Frau entscheiden?« (Horst Angermüller, Klaus Gendries, Thomas Langhoff, Lotte Loebinger, Günter Marczinkowsky, Renate Reinecke, Erich Schlossarek), Kollektiv des Kabaretts »Die Distel« Berlin, Kollektiv des Maxim Gorki Theaters Berlin, Mal- und Zeichenzirkel beim RAW Potsdam, Volkskunstensemble beim VEB Leunawerke »Walter Ulbricht«, Zirkel schreibender Arbeiter beim VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder).
    7. Juli

    - 11. Juli

    IX. Konferenz der Kulturminister sozialistischer Länder in Moskau.
    11. Juli

    - 3. September

    Ausstellung mit Werken von Rudolf Bergander in Berlin, mit Handzeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken.
    13. Juli Abschluss eines Handelsabkommens für die Jahre 1979-1984 zwischen der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik und der DDR in Pjöngjang; am 4.7. waren mehrere Abkommen und Vereinbarungen zur Vertiefung der wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen Vietnam und der DDR in Berlin (Ost) unterzeichnet worden.
    15. Juli Protest des Leiters der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, Günther Gaus, gegen Behinderungen im Transitverkehr im Zusammenhang mit dem Besuch des US-Präsidenten Carter in Begleitung von Bundeskanzler Schmidt und Bundesaußenminister Genscher in Berlin (West) bei der Regierung der DDR; am 18.7. tragen die Vertreter der drei Westmächte in der Botschaft der UdSSR in Berlin (Ost) einen entsprechenden Protest vor.
    25. Juli

    - 10. August

    Ausstellung »Künstler der DDR sehen Kuba«, anlässlich des 25. Jahrestages des Sturmes der Moncada-Kaserne, in Berlin. In erweiterter Form wird die Ausstellung im Oktober in Kuba gezeigt.
    1. August

    - 24. September

    Ausstellung mit Werken von Francisco Jose de Goya zu seinem 150. Geburtstag in Dresden. Sie gibt Einblick in sein grafisches Schaffen.
    2. August

    - 28. Oktober

    Ausstellung mit Werken von Rene Graetz zu seinem 70. Geburtstag in Berlin. Gezeigt werden Plastiken, Druckgrafiken, Keramik und Handzeichnungen.
    5. August

    - 24. September

    Ausstellung von 14 Künstlern aus der DDR in der Worpsweder Kunsthalle Friedrich Netzel (BRD). Gezeigt werden 100 Malereien, Zeichnungen und Druckgrafiken aus dem sozialistisch-realistischen Kunstschaffen seit Beginn der siebziger Jahre.
    14. August

    - 19. August

    8. Zentrales Poetenseminar der FDJ in Schwerin mit mehr als 100 Teilnehmern.
    18. August Außenministerium der DDR untersagt dem in Berlin (Ost) akkreditierten Fernsehkorrespondenten der ARD, Lutz Lehmann, einen Film über die Situation der Schriftsteller in der DDR zu drehen.
    21. August

    - 25. August

    Internationales Seminar der Internationalen Vereinigung der Bibliothekare (IFLA) zum Thema »Die Entwicklung des nationalen Bibliothekswesens in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas« in Potsdam. Vertreter aus zwanzig Ländern nehmen teil.
    24. August

    - 25. August

    Beratung des ZK der SED mit leitenden Partei- und Wirtschaftsfunktionären über die Entwicklung vorhandener und Bildung neuer Kombinate zur Vervollkommnung der Leitung und Planung.
    26. August An Bord des sowjetischen Raumschiffes „Sojus 31“ startet zusammen mit dem sowjetischen Raumfahrer Valerij Bykowski der NVA-Oberstleutnant Sigmund Jähn als erster Deutscher in den Weltraum. Das Raumschiff wird an die sowjetische Raumfahrtstation „Saljut 6“ angekoppelt, die seit September 1977 um die Erde kreist; am 21.9. werden die Kosmonauten Jähn und Bykowski von der Partei- und Staatsführung der DDR in Berlin (Ost) empfangen und hoch dekoriert.
    September

    - November

    Ausstellung »Die Albertina und das Dresdner Kupferstichkabinett« mit Zeichnungen aller europäischen Schulen vom 15. bis 20. Jahrhundert aus Wiener und Dresdner Sammlungen im Albertinum Dresden. Die Ausstellung war im Frühjahr 1978 in Wien gezeigt worden.
    1. September Tagung der Wirtschaftsausschüsse DDR-Japan im von japanischen Firmen neuerrichteten Internationalen Handelszentrum in Berlin (Ost); Empfang der japanischen Delegation durch den Staatsratsvorsitzenden E. Honecker.
    1. September Der Dokumentarfilm »Wittstock III« (Buch: Wolfgang Geier, Volker Koepp; Regie: Volker Koepp) läuft in den Filmtheatern an.
    2. September

    - 3. September

    Teilnahme einer Delegation der DDR unter Leitung des stellvertretenden Staatsratsvorsitzenden und Vorsitzenden der CDU, G. Götting, an der Amtseinführung von Papst Johannes Paul I. in Rom.
    3. September

    - 6. September

    Auf der Leipziger Herbstmesse werden in Gesprächen und Abschlüssen (u. a. in der chemischen Industrie) die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden deutschen Staaten intensiviert; der Warenaustausch nähert sich im laufenden Jahr der 9-Mrd.-Mark-Grenze.
    5. September Offizielle Ankündigung eines Staatsbesuchs des Schah von Persien in der DDR für die Zeit vom 14. bis 17.9.1978; Veröffentlichung eines Interviews mit dem Schah im „Neuen Deutschland“; am 9.9. wird der Besuch wegen der innenpolitischen Situation im Iran abgesagt.
    10. September

    - 10. November

    Ausstellung von 65 Arbeiten der Malerei, Druckgrafik und Handzeichnungen von Nuria Quevedo in Halle.
    10. September

    - 11. September

    Uraufführung der DEFA-Filme »Der Übergang« (Buch und Regie: Orlando Lübbert; Hauptdarsteller: Adelaide Arias, Oscar Castro, Hugo Medina) am 10. September und »Im Feuer bestanden. Die letzten Stunden in der Moneda« (Buch und Regie: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann; Hauptdarsteller: Werner Ehrlicher, Hans Joachim Hanisch, Klaus Manchen) zur »Woche der Solidarität mit dem chilenischen Volk« in Berlin.
    11. September Erneute Ablehnung einer Touristenreise der CDU-CSU-Bundestagsfraktion nach Potsdam durch die DDR-Behörden; am 14.9. wird eine für den 25.9. bereits erteilte Reisegenehmigung nach Potsdam für die CDU-Fraktion des Kieler Landtags widerrufen; beide Reisen waren im Rahmen von Tagungen in Berlin (West) geplant.
    11. September

    - 14. September

    Besuch des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, D. Haack, auf Einladung des DDR-Ministers für Bauwesen, W. Junker, in der DDR; Besichtigung von Wohnungsbauprojekten in Berlin (Ost), Karl-Marx-Stadt und Erfurt; am 12.9. wird Haack von G. Mittag, Mitglied des Politbüros der SED, zu einem Gespräch empfangen.
    19. September 150. Jahrestag der Gründung des Verlages Philipp Reclam jun. Leipzig, der seit 111 Jahren die traditionsreiche und älteste Taschenbuchreihe im deutschsprachigen Raum herausbringt. Die Festrede der Jubiläumsveranstaltung hält Stephan Hermlin.
    19. September

    - 25. September

    6. Tage des sozialistischen Films der DDR im Bezirk Rostock. Acht Beiträge stehen auf dem Programm, unter anderen Premiere des DEFA-Films »Anton der Zauberer« (Buch: Karl Georg Egel; Regie: Günter Reisch; Hauptdarsteller: Ulrich Thein). Er wird »Bester DEFA-Film des Jahres«. Ulrich Thein erhält 1979 in Moskau auf dem Internationalen Filmfestival den Darstellerpreis.
    20. September

    - 22. September

    Besuch einer Delegation unter Leitung von G. Mittag, Mitglied des Politbüros der SED, in Wien; neue Vereinbarung über Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und Verlängerung eines Handels- und Zahlungsabkommens zwischen der DDR und Österreich.
    20. September

    - 23. September

    7. Internationales Schlagerfestival in Dresden mit 17 Solisten und Gruppen aus 9 Ländern. Den Grand Prix erhält die Gruppe Karat (DDR). Erste Preise erhalten Mirabella Dauer (Rumänien) sowie Miguel Chavez und Ariel Alfonso (Kuba). Das Schlagerfestival wird am 21. September von der Internationalen Föderation der Festspielorganisatoren (FIDOF) mit dem FIDOF-Oscar ausgezeichnet.
    20. September

    - 30. September

    1. Gottfried-Silbermann-Tage im Bezirk Karl-Marx-Stadt zur Würdigung des Werkes des Orgelbaumeisters aus Anlass seines 225. Todestages. Sie sollen jährlich wiederholt werden.
    28. September Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens des neuen Leiters der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik Deutschland, E. Moldt, durch Bundespräsident Scheel; am 7.9. war der bisherige Leiter der DDR-Vertretung, M. Kohl, von Staatsminister Wischnewski im Bundeskanzleramt verabschiedet worden.
    28. September Programm »Unsere DEFA zum 30.« mit der Premiere von zwölf neuen Spielfilmen, der Retrospektive »30 Filmgeschichten zum 30.« und der Reihe »Film-Kinder - Kinderfilm«. Die Retrospektive wird mit dem Film »Berlin - Ecke Schönhauser« in Berlin eröffnet.
    29. September

    - 15. Oktober

    XXII. Berliner Festtage mit 295 Veranstaltungen. Aus 20 Ländern kommen Ensembles und Solisten, darunter das Königliche Ballett von Flandern, das Moskauer Theater Sowremennik, das Thèátre National Populaire (T. N. P.) aus Lyon. 7 Bühnen aus der Republik sind zu Gast, so das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin mit »Franziska Linkerhand« und die Magdeburger Kammerspiele mit »Die Physiker« von Friedrich Dürrenmatt. An den Berliner Bühnen finden 7 Premieren statt, darunter die Uraufführungen des Stückes »Match« von Jürgen Groß und des Märchenspiels »Das Land Bum-Bum« von Georg Katzer. Erstmals sind »Tage der Theaterkunst sozialistischer Länder« mit den Festtagen verbunden.
    30. September Uraufführung des Schauspiels »Match« von Jürgen Groß im Studiotheater des Berliner Maxim Gorki Theaters (Regie: Wolfram Krempel; Hauptdarsteller: Jenny Gröllmann, Jürgen Kluckert, Uwe Kockisch, Marina Krogull).
    30. September Uraufführung des Märchenspiels »Das Land Bum-Bum« von Georg Katzer (Libretto: Rainer Kirsch) an der Komischen Oper Berlin (Regie: Joachim Herz; Sänger: Rudolf Asmus, Horst-Dieter Kaschel, Uwe Peper, Dorothee Reingardt, Herbert Rößler).
    30. September

    - 12. Oktober

    Erste Tage der Theaterkunst sozialistischer Länder in Berlin sowie in den Bezirken Erfurt und Gera mit zahlreichen neuen Inszenierungen von Bühnen der DDR und ausländischen Theaterensembles; wird in unregelmäßigen Abständen wiederholt.
    1. Oktober

    - 4. Oktober

    Offizieller Besuch einer syrischen Partei- und Regierungsdelegation unter Leitung von Präsident Assad in der DDR; gemeinsame Erklärung über Freundschaft und Zusammenarbeit sowie Vereinbarungen über Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem, wissenschaftlich- technischem und kulturellem Gebiet sowie im Gesundheitswesen.
    1. Oktober Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR an Thomas Böttger und Paul-Heinz Dittrich verliehen.
    3. Oktober Unterzeichnung eines Abkommens über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der DDR und Spanien in Madrid.
    4. Oktober Freigabe der Gesamtstrecke der neuen Autobahn Berlin-Rostock (228,5 km).
    5. Oktober Premiere des DEFA-Films »Sieben Sommersprossen« (Buch: Christa Kozik; Regie: Hermann Zschoche; Hauptdarsteller: Barbara Dittus, Christa Löser, Evelyn Opoczynski, Harald Rathmann, Kareen Schröter). Bester Gegenwartsfilm der DEFA des Jahres 1978.
    6. Oktober

    - 7. Oktober

    Besuch einer Delegation der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei in der DDR; Vereinbarung über die Aufnahme offizieller Beziehungen zur SED.
    7. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1978: 1 Johann Cilen?ek, Günter Görlich, Bernhard Heisig, Ruth Werner; II Wolfgang Beck, Gert Caden, Martin Flämig, Jochen Hauser, Ruth Hildebrandt, Alfred Hirschmeier, Manfred Mosblech, Herbert Otto, Wolf-Dieter Panse, Siegfried Pfaff, Kurt Robbel, Rosemarie Schuder, Christa Vetter-Wischnewski; III Bernd Dreyer, Dieter Franke, Rudolf Grüttner, Ludwig Güttier, Horst Heinemann, Fritz Hübner, Uwe Kant, Hanspeter Kirsch, Wolfgang Lucas, Manfred Radisch, Peter Rösel, Albin Schaedel, Johannes Schroth, Christel Ungewitter.
    9. Oktober Festveranstaltung zur 150-Jahr-Feier der Technischen Universität Dresden.
    9. Oktober

    - 15. Oktober

    Internationales Symposium über Kinderfilm in Magdeburg zu dem Thema »Der Dokumentarfilm als Mittel der gesellschaftlichen Integration und der humanistischen Erziehung«. Film- und Fernsehschaffende aus 20 Ländern stellen Produktionen zur Diskussion.
    9. Oktober

    - 13. Oktober

    Erstes Nationales Festival Dokumentär- und Kurzfilm für Kino und Fernsehen in Neubrandenburg. 58 neue Produktionen aus den DEFA-Studios für Dokumentarfilme und Trickfilme, dem NVA-Filmstudio, dem Fernsehen und der Hochschule für Film und Fernsehen werden den 252 teilnehmenden Regisseuren, Kameraleuten, Dramaturgen und Studenten vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Filme, die sich um die lebensnahe Darstellung des arbeitenden Menschen bemühen.
    11. Oktober

    - 12. Oktober

    Offizieller Freundschaftsbesuch des Ministerratsvorsitzenden der DDR, W. Stoph, in Bulgarien.
    11. Oktober

    - 25. Februar

    Ausstellung mit Werken von Carl Hofer zu seinem 100. Geburtstag in Halle, in der 210 Arbeiten gezeigt werden.
    13. Oktober Volkskammer beschließt neues Gesetz über die Landesverteidigung und Gesetz über Fischfang in der Fischereizone der DDR.
    18. Oktober

    - 20. Oktober

    VIII. Pädagogischer Kongress der DDR in Berlin (Ost); Hauptreferat hält Volksbildungsministerin M. Honecker.
    18. Oktober

    - 20. Oktober

    VIII. Pädagogischer Kongress in Berlin. Margot Honecker referiert vor 4200 Delegierten und Gästen (Der gesellschaftliche Auftrag unserer Schule).
    19. Oktober Zum 50. Jahrestag der Gründung des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller Deutschlands (BPRS) und der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (Asso) führt das Ministerium für Kultur in Berlin eine Festveranstaltung durch. Die Festansprache hält Hans-Joachim Hoffmann.
    21. Oktober Kommentar im „Neuen Deutschland“ zur Wahl des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Dietrich Stobbe, zum Bundesratspräsidenten. „Offensichtliche und schwerwiegende Verletzung des Vierseitigen Abkommens“; bereits am 18.9. war im „Neuen Deutschland“ ein Kommentar des Moskauer Rundfunks „Zur Verletzung des Transitabkommens durch die BRD und Berlin (West)“ abgedruckt worden.
    23. Oktober Eröffnung der Ausstellung »Burgen und Schlösser in der DDR und ihre gesellschaftliche Nutzung« am Vorabend der 20. Generalkonferenz der UNESCO in Paris.
    25. Oktober 24 Kunstwerke aus dem Besitz staatlicher Galerien und Museen der DDR werden in Warschau als Geschenk der Partei- und Staatsführung der DDR für die Einrichtung des wiedererstandenen Königsschlosses übergeben.
    26. Oktober

    - 27. Oktober

    Offizieller Besuch von DDR-Außenminister O. Fischer in Italien; Unterzeichnung eines Abkommens über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit; Empfang Fischers durch Staatspräsident Pertini und Ministerpräsident Andreotti; am 28.10. wird Fischer von Papst Johannes Paul II. in Privataudienz empfangen.
    26. Oktober

    - 2. November

    VII. Festival des sowjetischen Kino- und Fernsehfilms in der DDR in Berlin mit dem Film »Mimino« eröffnet. Auf dem Programm stehen elf neue Werke, unter anderen »Rückkopplung«, »Der Sohn des Soldaten«, »Das Fest der gebackenen Kartoffeln«. Etwa 2,2 Millionen Zuschauer besuchen das Festival.
    31. Oktober

    - 2. November

    Konferenz des Bibliotheksverbandes der DDR in Leipzig im Internationalen Jahr des Kindes zum Thema »Ideologische, ästhetische und pädagogische Probleme der Literaturvermittlung an Kinder durch Bibliotheken«.
    1. November

    - 2. November

    Freundschaftsbesuch des Vorsitzenden der Regierung der CSSR, L. Strougal, in der DDR.
    2. November Beratung über Entwicklung und Aufgaben des Arbeiterkabaretts an der Gewerkschaftshochschule Bernau.
    3. November Erstmalig Johannes-R.-Becher-Diplome des Kulturbundes anlässlich des 20. Todestages seines Gründers und ersten Präsidenten für bedeutsame künstlerische Arbeiten von jungen Menschen bis zu 23 Jahren verliehen. Ausgezeichnet werden die jungen Lyriker und Liedermacher Sabine Grünwald, Steffen Mensching, Holger Teschke und Hans-Eckardt Wenzel sowie die Fotografin Anne-Katrin Seyffarth und der Zirkel für Keramik Bischofswerda. Die Auszeichnung soll jährlich vorgenommen werden.
    3. November

    - 1. Dezember

    Erstsendung der 5teiligen Fernsehserie »Scharnhorst« (Buch: Wolf-Dieter Panse, Hans Pfeiffer; Regie: Hans Pfeiffer; Hauptdarsteller: Horst Drinda, Dietrich Körner, Günter Naumann, Bodo Wolf).
    8. November Erste Folge der 12teiligen Fernsehserie »Karl Marx und Friedrich Engels - Stationen ihres Lebens« gesendet (Buch: Wolfgang Böttner, Hans Pfeiffer; Regie: Celino Bleiweiß, Günter Wittenbecher).
    8. November

    - 25. Februar

    Ausstellung »Revolution und Realismus. Revolutionäre Kunst in Deutschland 1917 bis 1933« im Alten Museum Berlin zum 50. Jahrestag der Gründung der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (Asso).
    9. November Premiere des DEFA-Films »Sabine Wulff« nach dem Roman »Gesucht wird die freundliche Welt« von Heinz Kruschel (Buch und Regie: Erwin Stranka; Hauptdarsteller: Karin Düwel, Alexander Lang, Dieter Montag).
    10. November Erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen über den Bau der Autobahn Berlin-Hamburg, die Wiedereröffnung des Teltow-Kanals in Berlin und den nichtkommerziellen Zahlungsverkehr zwischen dem Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, G. Gaus, und dem stellvertretenden DDR-Außenminister, K. Nier, in Berlin (Ost); nachdem die Abmachungen am 15.11. von beiden deutschen Regierungen gebilligt wurden, werden sie am 16.11. in Berlin (Ost) unterzeichnet.
    10. November Rekonstruktion der Berliner Synagoge anläßlich des 40. Jahrestages der Pogromnacht abgeschlossen.
    12. November Beim Tokioter Internationalen Schlagerfestival »World Popular Song Festival 78« erhält Hans-Jürgen Beyer für seinen Beitrag eine Silbermedaille.
    14. November

    - 16. November

    »Kolloquium 78« zum Thema »Deutsche Literatur im internationalen antifaschistischen Widerstand 1933 bis 1945 - Kampfbedingungen und Kunsterfahrungen« in Berlin. Wissenschaftler aus der DDR sowie Gäste aus zwölf Staaten und Westberlin nehmen teil.
    16. November Austausch von Briefen mit Absichtserklärungen und Protokollvermerken zwischen den Beauftragten des Berliner Senats und der Regierung der DDR zum Bau der Nord-Autobahn einschließlich der Einrichtung eines neuen Grenzübergangs im Norden Berlins, zu sonstigen Transitregelungen sowie zum Ausbau des Teltow-Kanals.
    16. November Ausstellung mit nahezu 100 Werken Max Lingners anläßlich seines 90. Geburtstages in Leipzig eröffnet.
    19. November Schubert-Ehrung anlässlich des 150. Todestages des Komponisten. Konzert mit der Uraufführung des unvollendet hinterlassenen Chorsatzes »Allmacht« an der Deutschen Staatsoper Berlin. Harry Goldschmidt hält die Gedenkrede. (Bereits am 29./30. September fand eine Konferenz des Kulturbundes der DDR in Weimar zum Thema »Unser Schubert-Verständnis heute« statt.)
    20. November

    - 23. November

    Internationales Symposium über Nachwuchsfragen im Trickfilmschaffen und für junge Animatoren unter dem Motto »Animation - Beherrschung und Anwendung« in Dresden. Künstler aus den sozialistischen Ländern sowie aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, aus den USA und der BRD nehmen teil und diskutieren über etwa 50 vorgeführte Filme.
    21. November

    - 23. November

    8. Kongress des Verbandes Bildender Künstler der DDR in Berlin. 570 Delegierte und Gäste beraten im Plenum und in vier Arbeitsgruppen. Es referiert Willi Sitte (Mit der Arbeiterklasse und ihrer Partei fest verbunden). Willi Sitte wird wieder zum Präsidenten des Verbandes gewählt.
    23. November

    - 30. November

    Erstmals finden in der Republik Irak Kulturtage der DDR statt. Sie geben Einblick in die Entwicklung verschiedener Kunstgenres in der DDR.
    24. November

    - 1. Dezember

    XXI. Internationale Leipziger Dokumentär- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen mit mehr als 1.000 Gästen aus 65 Ländern und aus Westberlin. Gezeigt werden 82 Filme. Die Goldene Taube erhalten »Der Tag des Bodens« (PLO), »Nicaragua - September 1978« (Niederlande).
    24. November

    - 25. November

    Konferenz des Kulturbundes »>Unterhaltungs-musik< und >Ernste Musik< - Isolation oder Integration?« in Dresden, auf der unter anderen Vertreter der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Zentralinstituts für Jugendforschung Leipzig diskutieren.
    26. November

    - 29. November

    Freundschaftsbesuch des Ministerratsvorsitzenden Äthiopiens, Haile Mariam, in der DDR; am 30.11. Veröffentlichung eines gemeinsamen Kommuniqués und einer Deklaration über die Prinzipien der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten.
    28. November

    - 2. Dezember

    Konferenz des Internationalen Komitees für Regionalmuseen im Internationalen Museumsrat (ICOM) in Dresden. Museumsfachleute aus 12 Ländern, darunter aus der Sowjetunion, aus der Volksrepublik Polen, der Ungarischen Volksrepublik, der Volksrepublik Bulgarien, aus Dänemark, Schweden, Finnland und der BRD, beschäftigen sich mit den Aufgaben der Regionalmuseen als Stätten der Wissenschaft, Bildung und Kultur im Territorium.
    29. November Unterzeichnung des Protokolls zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR über die Überprüfung, Erneuerung und Ergänzung der Markierung der bestehenden rund 1393 km langen Innerdeutschen Grenze, die Grenzdokumentation und die Regelung sonstiger mit dem Grenzverlauf in Zusammenhang stehender Probleme.
    29. November Plan über die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Regierung der DDR und der Sozialistischen Lybischen Arabischen Volksjamahiriya in Berlin unterzeichnet.
    1. Dezember Arbeitsplan über die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Volksdemokratischen Republik Laos in Vientiane beschlossen.
    3. Dezember

    - 4. Dezember

    Internationales Symposium von Dokumentaristen und Fernsehpublizisten sozialistischer Länder in Berlin unter dem Motto »Der Mensch der 70er Jahre in den Kämpfen unserer Zeit«. Die 80 Teilnehmer aus elf Ländern diskutieren aktuelle Probleme bei der Gestaltung von publizistischen Filmen für Kino und Fernsehen.
    4. Dezember

    - 8. Dezember

    Internationale Tagung der Chefredakteure von Kultur- und Literaturzeitungen sozialistischer Länder zum Thema »Literatur, Kultur und die Ansprüche der entwickelten sozialistischen Gesellschaft«, veranstaltet vom Kulturbund und dem Schriftstellerverband der DDR in Berlin. Das einleitende Referat hält Klaus Jarmatz.
    6. Dezember

    - 8. Dezember

    In Magdeburg findet eine Konferenz des Ministeriums für Kultur und des Rates für Kultur mit den Mitgliedern der Räte für Kultur in den Bezirken, Kreisen, Städten und Stadtbezirken statt. Vor etwa 600 Teilnehmern referiert Hans-Joachim Hoffmann (Zu Rolle und Verantwortung der Kultur bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und in den geistigen Kämpfen unserer Zeit).
    7. Dezember Arbeitsbesuch von Ministerpräsident W. Stoph, Politbüromitglied G. Mittag und Politbürokandidat G. Schürer über Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der DDR und UdSSR in Moskau; am 28.12. wird das Jahresprotokoll über den Warenaustausch für 1979 mit einem geplanten Außenhandelsumsatz von ca. 8 Milliarden Rubel in Moskau unterzeichnet.
    7. Dezember Premiere des DEFA-Films »Achillesferse« in Berlin (Buch: Günter Mehnert; Regie: Rolf Losansky; Hauptdarsteller: Erwin Berner, Dieter Franke, Erwin Geschonneck, Jessy Rameik, Jürgen Reuter, Heidrun Welskop). Er wird beim Festival »Jugend und Film« 1979 in Koszalin (Polen) mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet.
    8. Dezember Konstituierung eines Wissenschaftlichen Rates für Jugendforschung unter Vorsitz des Direktors des Zentralinstituts für Jugendforschung in Leipzig, Prof. W. Friedrich, in Berlin (Ost); dem Gremium gehören neben Wissenschaftlern FDJ-Funktionäre, Vertreter von Jugendbrigaden sowie Mitarbeiter staatlicher Organe und gesellschaftlicher Organisationen an.
    10. Dezember Premiere der Oper »Tannhäuser« von Richard Wagner an der Staatsoper Dresden (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Lisbeth Balslev, Reiner Goldberg, Wolfgang Hellmich, Rolf Tomaszewski, Ingeborg Zobel).
    12. Dezember Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der sozialistischen Wehrerziehung zwischen dem Bundesvorstand des FDGB und dem DDR-Verteidigungsministerium.
    12. Dezember Die Dokumentaristen Walter Heynowski und Gerhard Scheumann erhalten den vietnamesischen »Orden der Freundschaft«.
    12. Dezember Plenartagung der Akademie der Künste der DDR zum Thema »Die Rolle der Künste in unserer Gesellschaft« in Berlin. Es referiert Robert Weimann (Kunst und Öffentlichkeit in der sozialistischen Gesellschaft).
    13. Dezember

    - 14. Dezember

    9. Tagung des ZK der SED. Berichterstatter J. Herrmann begrüßt die Ende November mit der Bundesrepublik Deutschland getroffenen Vereinbarungen (von „allgemeiner politischer Bedeutung“).
    13. Dezember Heinrich-Heine-Preis an den Schriftsteller Egon Richter verliehen.
    15. Dezember

    - 4. März

    Ausstellung »Picasso - Suite Vollard« mit Leihgaben aus der Sammlung Ludwig, Aachen, in der Nationalgalerie in Berlin.
    17. Dezember Johann-Gottfried-Herder-Ehrung der DDR aus Anlass seines 175. Geburtstages. Festveranstaltung des Ministeriums für Kultur in Weimar. Festansprache von Walter Dietze über die bis in unsere Zeit wirkende Humanismuskonzeption Herders. Außerdem findet ein Herder-Kolloquium der DDR mit Gästen aus elf Ländern statt, an dem sich insgesamt 170 Wissenschaftler beteiligen (18.-20. Dezember).
    20. Dezember

    - 21. Dezember

    Beratung von etwa 100 Kulturhaus- und Klubleitern aus der DDR und aus der Volksrepublik Polen in Seelow über den Beitrag der kulturellen Einrichtungen zur internationalistischen und patriotischen Erziehung und zur weiteren Ausprägung sozialistischen Geschichtsbewusstseins.
    25. Dezember

    - 27. Dezember

    Erstsendung des 2teiligen Fernsehfilms »Fleur Lafontaine« nach dem gleichnamigen Roman von Dinah Nelken (Regie: Horst Seemann; Hauptdarsteller: Angelica Domröse, Eberhard Esche, Gisela May, Hilmar Thate).
    28. Dezember Gespräch zwischen SED-Generalsekretär E. Honecker und dem Generalsekretär der französischen KP, G. Marchais, und dem Leiter der Abteilung Außenpolitik des ZK der KPF, M. Gremetz, in Berlin (Ost).
    29. Dezember Festveranstaltung des ZK der SED zum 60. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) unter Teilnahme der Vorsitzenden von Deutscher Kommunistischer Partei (DKP) und Sozialistischer Einheitspartei Westberlins (SEW), H. Mies und H. Schmitt, in Berlin (Ost).
    29. Dezember Erstsendung des DEFA-Dokumentarfilms »Die KPD«, Dokumentation zum 60. Jahrestag der Kommunistischen Partei Deutschlands (Buch und Regie: Rolf Schnabel).