Chronik der DDR 1982

    Aus DDR-Lexikon

    8. Januar

    - 10. Januar

    Erstmals Veranstaltung »Rock für den Frieden« im Palast der Republik. 15 populäre Rockgruppen der DDR treten in drei Veranstaltungen auf. Der Erlös einer Solidaritätsauktion, wie auch die von den Teilnehmern gespendeten Honorare werden dem Solidaritätsfonds zur Verfügung gestellt.
    10. Januar

    - 31. Januar

    Ausstellung von Werken des Malers und Grafikers Max Pechstein zu seinem 100. Geburtstag in Zwickau. »Kunstpreis Hermann Max Pechstein« gestiftet, der ab 1983 alle zwei Jahre verliehen werden soll.
    14. Januar Unterzeichnung eines Abkommens über die Zusammenarbeit bei der Erschließung eisenhaltiger Rohstoffe in der UdSSR und deren Lieferung an die DDR zwischen der DDR und der UdSSR in Moskau.
    14. Januar

    - 31. März

    Ausstellung »100 Jahre Kabarett - Tradition und Revolution« mit 2 300 Bildern und 92 Schautafeln in Berlin.
    15. Januar Der Dokumentarfilm »Lebensläufe. Geschichte der Kinder von Golzow in einzelnen Porträts« (Buch und Regie: Winfried Junge, Eberhard Leupold) läuft in den Filmtheatern an. Auf dem Internationalen Filmfestival in Westberlin erhält der Film 1982 den Preis für den besten Dokumentarfilm (Preis der FIPRESCI in der Sektion Forum des Jungen Films) und den Interfilmpreis (Otto-Debelius-Preis).
    21. Januar Uraufführung des DEFA-Films »Romanze mit Amélie« nach dem Roman von Benito Wogatzki in Berlin (Buch: Benito Wogatzki; Regie: Ulrich Thein; Hauptdarsteller: Brit Gülland, Gudrun Ritter, Thomas Stecher).
    22. Januar DDR-Erstaufführung des Stückes »Aloen« (»A Lesson from Aloe«) von Athol Fugard in Potsdam (Regie: Rolf Winkelgrund; Hauptdarsteller: Eckhard Becker, Hansjürgen Hürrig, Anne-Else Paetzold).
    23. Januar

    - 11. Februar

    Gastspiel des Ballettensembles der Deutschen Staatsoper Berlin in Italien mit dem Ballett »Coppelia« von Léo Delibes (Choreographie: Tom Schilling; Solotänzer: Uwe Arnold, Bernd Dreyer, Torsten Händler, Kristina Hoffmann, Monika Lubitz, Stefan Lux, Steffi Scherzer).
    25. Januar Parteiaktivtagung von Künstlern und Kulturschaffenden der Akademie der Künste der DDR, den Künstlerverbänden und kulturellen Einrichtungen. Kurt Hager spricht zu aktuellen Fragen der Kulturpolitik, über die Rolle der Kunst im Friedenskampf.
    27. Januar

    - 28. Januar

    Besuch des sowjetischen Außenministers A. Gromyko in der DDR. Laut Kommuniqué wurde bei seinen Gesprächen mit dem Staatsratsvorsitzenden E. Honecker bei der Einschätzung aktueller internationaler und europäischer Fragen volle Übereinstimmung erzielt.
    29. Januar Kolloquium zum Thema »Sozialistische Ideologie und Unterhaltung« aus Anlass des 30jährigen Bestehens des Zentralhauses für Kulturarbeit der DDR in Leipzig.
    30. Januar DDR-Erstaufführung des Stückes »Trommeln in der Nacht« von Bertolt Brecht in Schwerin (Regie: Christoph Schroth; Hauptdarsteller: Cornelia Heyse, Wolf-Dieter Lingk, Heinrich Schmidt, Lore Tappe, Axel Werner).
    2. Februar

    - 7. Februar

    1. Filmwoche der DDR in Madrid. Sieben Filme werden gezeigt: »Solo Sunny«, »Goya«, »Beethoven - Tage aus einem Leben«, »Bis daß der Tod euch scheidet«, »Die Verlobte«, »Ich zwing Dich zu leben« und »Der April hat 30 Tage«.
    3. Februar

    - 5. Februar

    Konferenz des Ministeriums für Kultur mit Mitgliedern der Räte für Kultur der Bezirke, Kreise, Städte und Stadtbezirke mit mehr als 500 Teilnehmern in Leipzig. Das einleitende Referat hält Hans-Joachim Hoffmann. Gegenstand der Diskussion sind Aufgaben der Planung und Leitung kultureller Prozesse im Territorium.
    4. Februar Ehrung Johann Friedrich Böttgers anlässlich des 300. Geburtstages des Erfinders des europäischen Porzellans mit einem Festakt des Ministerrates der DDR in Dresden. Internationales Symposium über Tradition und Zukunft des europäischen Porzellans (5. bis 6. Februar), Enthüllung einer Böttger-Stele von Peter Makolies in Dresden.
    7. Februar Uraufführung des Ballettprogramms »Tanz aus der Kiste« von Waldemar Wirsig an der Komischen Oper Berlin (Choreographie: Hannelore Wandtke; Solotänzer: Nikolaus Göbel, Veronika Helm, Thomas Hoffmann, Ljubomir Kanew, Katrin König, Mike Knospe).
    11. Februar Bekanntgabe des erweiterten Katalogs dringender Familienangelegenheiten durch das DDR-Innenministerium, wodurch der Kreis der zu Besuchen in der Bundesrepublik berechtigten DDR-Bürger im berufstätigen Alter ausgedehnt wird. Am 23.3. werden die neuen Reisebestimmungen im DDR-Gesetzblatt veröffentlicht.
    12. Februar Beratung des Sekretariats des ZK der SED mit den 1. Sekretären der Kreis- und Bezirksleitungen der SED in Berlin (Ost). In seinem Referat fordert SED-Generalsekretär E. Honecker u. a. die beschleunigte Reduzierung der Agrarimporte, größere Sparsamkeit mit Energie sowie die verstärkte Verwendung einheimischer Braunkohle anstatt Heizöl und Steinkohle.
    13. Februar

    - 21. Februar

    12. Festival des politischen Liedes in Berlin mit 64 Gruppen und Solisten aus 37 Ländern. Die 68 Veranstaltungen haben insgesamt 60.000 Besucher.
    14. Februar Friedensforum in der Kreuzkirche in Dresden, woran ca. 5000 meist jugendliche Personen der christlichen Friedensbewegung teilnahmen.
    18. Februar Uraufführung des DEFA-Films »Die Beunruhigung« in Berlin (Buch: Helga Schubert; Regie: Lothar Warneke; Hauptdarsteller: Hermann Beyer, Christine Schorn).
    18. Februar

    - 19. Februar

    Delegiertenkonferenz des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR in Berlin. Das zentrale Thema ist »Unsere neue Musik im Leben des Volkes«. Das Referat hält Ernst Hermann Meyer vor 350 Delegierten und Gästen. Zum neuen Präsidenten wird Siegfried Köhler, zum 1. Sekretär Peter Spahn gewählt. Ernst Hermann Meyer wird Ehrenpräsident.
    18. Februar

    - 23. Februar

    5. DDR-Musiktage in Berlin. In 21 Veranstaltungen werden 144 Werke von 76 Komponisten unseres Landes, darunter 13 Uraufführungen, vorgestellt. Das Gesamtprogramm dient auch der Würdigung Hanns Eislers zu seinem 20. Todestag.
    19. Februar Uraufführung des 2. Konzerts für Violine und Orchester von Günter Kochan.
    26. Februar

    - 2. März

    Erstsendung der 3teiligen Fernsehserie »Hotel Polan und seine Gäste« nach einer Erzählung von Jan Koplowitz (Buch: Jan Koplowitz, Günther Rücker; Regie: Horst Seemann; Hauptdarsteller: Barbara Dittus, Kaiina Jedrusik, Vaclav Voska).
    27. Februar DDR-Erstaufführung von Bertolt Brechts Stück »Baal« in Erfurt (Regie: Friedo Solter).
    2. März Austausch der Ratifikationsurkunden zum Rechtshilfevertrag in Zivilsachen und über Urkundenangelegenheiten zwischen der DDR und Österreich in Berlin (Ost).
    5. März Uraufführung des Stückes »Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen« von Heinrich Mann in Berlin am Deutschen Theater (Regie: Alexander Lang; Hauptdarsteller: Kurt Böwe, Katrin Klein, Volkmar Kleinert, Dietrich Körner, Otto Mellies, Katja Paryla, Simone von Zglinicki).
    9. März

    - 10. März

    Offizieller Freundschaftsbesuch des Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Yasser Arafat, in der DDR. Die PLO-Vertretung in Berlin (Ost) erhält den Rang einer Botschaft; Arafat wird protokollarisch als Staatsoberhaupt behandelt.
    11. März Ausstellung »Engagement Palästina« in Berlin eröffnet. Sie vereint Werke von fünf Malern und Grafikern der DDR und zeigt Ergebnisse zweier Studienaufenthalte im Libanon. Zuvor waren die 80 Arbeiten in Cottbus und Potsdam zu sehen.
    12. März Literaturpreis des DFD an Max Walter Schulz verliehen.
    16. März Der auf Einladung des Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW) in Berlin (Ost) zu einem Besuch weilende saarländische SPD-Vorsitzende und Oberbürgermeister von Saarbrücken, Oskar Lafontaine, wird vom SED-Generalsekretär E. Honecker zu einem Gespräch empfangen. Am 15.3. hatte Lafontaine im IPW einen Vortrag zum Thema „Frieden und Sicherheit in Europa“ gehalten.
    17. März

    - 18. März

    Im Rahmen eines Besuchs der Leipziger Messe trifft Bundeswirtschaftsminister Graf Lambsdorff zu wirtschaftspolitischen Gesprächen mit dem ZK-Sekretär für Wirtschaft, Dr. G. Mittag, in Berlin (Ost) sowie mit dem DDR-Außenhandelsminister, H. Sölle, in Leipzig zusammen.
    18. März Uraufführung des DEFA-Films »Die Gerechten von Kummerow« nach dem gleichnamigen Roman von Ehm Welk (Buch: Konrad Reich; Regie: Wolfgang Luderer; Hauptdarsteller: Rolf Hoppe, Walter Jupe, Erik S. Klein, Martin Trettau). - Uraufführung des Konzerts für Violine und Orchester von Siegfried Köhler in Dresden mit der Staatskapelle Dresden (Solist: Gustav Schmahl).
    19. März Zum Generaldirektor der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar (NFG) wird Werner Schubert berufen.
    22. März Festakt des SED-Zentralkomitees sowie des DDR-Staatsrats und Ministerrats zum 150. Todestag von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar. Aus gleichem Anlass wird vom Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, Klaus Bölling, in der Goethe-Schiller-Gruft in Weimar im Auftrag von Bundespräsident Prof. Karl Carstens ein Kranz niedergelegt
    22. März

    - 27. März

    Ehrung Johann Wolfgang Goethes aus Anlass seines 150. Todestages. Auf dem Festakt des ZK der SED, des Staatsrates und des Ministerrates der DDR im Deutschen Nationaltheater Weimar spricht Hans-Joachim Hoffmann (22. März). Ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema »Goethe in unserer Epoche. Zur Dialektik von Geschichtlichkeit und Aktualität seines poetischen Werkes« findet in Weimar statt. Es beteiligen sich mehr als 100 Goethe-Forscher, Germanisten, Pädagogen und Theaterschaffende aus zahlreichen Ländern (23. bis 27. März). In Ilmenau wird das Goethe-Amtshaus (22. März) und in Weimar das neugestaltete Goethe-Museum (23. März) wiedereröffnet.
    25. März 4. Tagung der Volkskammer; u. a. werden die Gesetze über den Wehrdienst, die Staatsgrenze, die Gesellschaftlichen Gerichte und das Vertragssystem in der sozialistischen Wirtschaft verabschiedet.
    25. März

    - 30. März

    Die Multilaterale Kommission sozialistischer Länder für Probleme der Kulturtheorie, der Literatur- und Kunstwissenschaften tagt in Berlin. Delegationen aus elf sozialistischen Ländern nehmen teil. Die Beratung dient der gegenseitigen Information über die Kulturpolitik der Bruderparteien sowie dem Meinungsaustausch über aktuelle Fragen der ideologischen Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus auf kulturellem Gebiet. Das einleitende Referat hält Kurt Hager.
    26. März

    - 27. März

    X. Bundeskongress der Domowina in Cottbus. Jurij Grós wird erneut zum 1. Sekretär gewählt.
    29. März Offizieller Freundschaftsbesuch einer polnischen Partei- und Staatsdelegation unter Leitung von General W. Jaruzelski in der DDR
    29. März

    - 2. April

    Regionales UNESCO-Seminar über die Erziehung zu Frieden, Entspannung und Abrüstung, veranstaltet von der UNESCO-Kommission und dem Ministerium für Volksbildung der DDR, in Dresden. Sprecher nationaler UNESCO-Kommissionen europäischer, afrikanischer und arabischer Staaten nehmen teil.
    29. März

    - 30. März

    9. Zentrale Delegiertenkonferenz der Gewerkschaft Kunst in Berlin mit mehr als 200 Delegierten. Herbert Bischoff hält das Referat. Er wird erneut zum Vorsitzenden der Gewerkschaft Kunst gewählt.
    1. April

    - 2. April

    Am 1. und 2.4. werden in Warschau die Pläne über die Zusammenarbeit zwischen der SED und der PVAP vereinbart. Außerdem finden am 1.4. auf Partei- und Regierungsebene Gespräche über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der DDR und Polen in Berlin (Ost) statt.
    1. April Den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR erhalten Christoph Hein und Werner Liersch.
    5. April

    - 7. April

    13. Parteitag der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) in Weimar. An dem Parteitag nehmen als Gäste aus der Bundesrepublik der FDP-Bundesgeschäftsführer Dr. Fritz Fliszar und der FDP-Sprecher Herbert Schmülling teil.
    5. April

    - 8. April

    Seminar des SED-Zentralkomitees mit den Generaldirektoren und Parteiorganisatoren des ZK der SED der zentral- und bezirksgeleiteten Kombinate zur ökonomischen Strategie des X. Parteitags und den Zielen des Volkswirtschaftsplans 1982 in Leipzig.
    9. April In Grünheide bei Berlin stirbt der 72-jährige DDR-Regimekritiker Prof. Robert Havemann; der 1976 aus der DDR ausgewiesene Liedermacher Wolf Biermann durfte seinen Freund Havemann kurz vor dessen Tod besuchen.
    11. April In den evangelischen Kirchen der DDR wird ein vom Magdeburger Bischof Werner Krusche verfasster Pfarrbrief verlesen, worin die Eigenständigkeit der christlichen Friedensarbeit unterstrichen und das staatliche Vorgehen gegen das Friedenssymbol „Schwerter zu Pflugscharen“ kritisiert wird.
    14. April Nationaler Rat zur Pflege und Verbreitung des deutschen Kulturerbes berät über eine Konzeption zur »Bewahrung und Pflege technischer Denkmale«.
    14. April Zum 200. Geburtstag Friedrich Wilhelm August Fröbels findet eine Festsitzung der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften in Berlin als Auftakt für weitere Ehrungen des Pädagogen statt.
    14. April

    - 16. Juli

    Ausstellung bulgarischer Museen »Troja und Thrakien« über die kulturhistorischen Beziehungen der beiden Landschaften in Berlin.
    18. April Premiere des DEFA-Kinderfilms »Die dicke Tilla« nach einem Buch von Rosel Klein (Buch: Rosel Klein; Regie: Werner Bergmann; Hauptdarsteller: Matthias Manz, Jana Mattukat, Carmen Sarge, Maurice Woynoski).
    19. April Erstsendung des Fernsehfilms »Eine Anzeige in der Zeitung« nach dem gleichnamigen Roman von Günter Görlich.
    21. April

    - 24. April

    10. Kongress des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) in Berlin (Ost).
    21. April

    - 24. April

    2. Nationales Spielfilmfestival der DDR in Karl-Marx-Stadt. Als Auftakt wird der Film »Märkische Forschungen« (Buch und Regie: Roland Gräf; Hauptdarsteller: Trude Bechmann, Hermann Beyer, Kurt Böwe, Barbara Dittus, Eberhard Esche, Dieter Franke) uraufgeführt. Im Wettbewerb stehen neun Filme der letzten beiden Jahre. Den Großen Preis erhält der Film »Die Verlobte« von Günter Reisch und Günther Rücker.
    21. April

    - 24. April

    l0. FDGB-Kongress in Berlin. Es nehmen 3249 Delegierte teil. Den Bericht gibt Harry Tisch, der wiederum zum Vorsitzenden des Bundesvorstandes des FDGB gewählt wird.
    24. April

    - 12. Juni

    Ausstellung »Revolutionäre deutsche Kunst« in Venedig mit 136 Grafiken und Zeichnungen von 33 Künstlern, unter ihnen Otto Dix, Hans und Lea Grundig, Käthe Kollwitz und Heinrich Zille.
    25. April »Schauspieler für den Frieden«, eine Veranstaltung im Berliner Ensemble, an der sich unter anderen Horst Drinda, Eberhard Esche, Erwin Geschonneck, Jutta Hoffmann, Ursula Karusseit, Inge Keller, Dieter Mann, Gisela May, Ekkehard Schall und Marianne Wünscher beteiligen.
    28. April Preis für künstlerisches Volksschaffen an fünf Kollektive und zehn Kunstschaffende verliehen, unter anderen an das Arbeitertheater des Textilkombinats Cottbus.
    28. April Beratung des Vorstandes des Schriftstellerverbandes der DDR über Entwicklungstendenzen der Literaturen sozialistischer Länder mit Autoren aus sechs sozialistischen Ländern.
    29. April Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR an Hans Vent verliehen.
    29. April Uraufführung der 3. Sinfonie von Mikis Theodorakis in Berlin, an der unter Leitung Heinz Rogners das Orchester der Komischen Oper, der Rundfunkchor Berlin sowie Els Bolkestein als Solistin beteiligt sind.
    30. April Der Dokumentarfilm »Zwei Tage im August

    - Rekonstruktion eines Verbrechens« (Buch und Regie: Karl Gass) läuft in den Filmtheatern an.

    3. Mai

    - 13. Mai

    Internationales Seminar zum Thema »Brecht und kulturelle Identität« in Berlin, veranstaltet vom DDR-Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) und dem Komitee III. Welt.
    4. Mai Generalmusikdirektor Otmar Suitner erhält in Wien das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst erster Klasse.
    5. Mai Treffen des DGB-Vorsitzenden Heinz-Oskar Vetter mit dem Vorsitzenden des Bundesvorstands des FDGB, H. Tisch, in Berlin (Ost).
    6. Mai

    - 7. Mai

    VIII. Kongress des Bundes der Architekten der DDR in Berlin. 400 Delegierte nehmen teil. Es referiert Wolfgang Urbanski. Zum neuen Präsidenten wird Ewald Henn gewählt.
    7. Mai

    - 13. Juni

    Internationale Buchkunst-Ausstellung (iba) in Leipzig unter dem Motto »Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf« (Johannes R. Becher). Vertreter aus 82 Ländern, aus Westberlin, von der UNO und der UNESCO nehmen teil. Ausgestellt werden mehr als 6.000 Bücher und 2.000 Grafiken. Die iba hat 58.000 Besucher. An die DDR gehen zwei Goldmedaillen.
    11. Mai Eröffnung des wiederaufgebauten »Blockhauses« als Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft in Dresden.
    11. Mai

    - 17. Mai

    Hans-Werner-Henze-Tage in Rostock.
    13. Mai Uraufführung des DEFA-Films »Dein unbekannter Bruder« nach dem gleichnamigen Roman von Willi Bredel in Berlin (Buch: Wolfgang Trampe; Regie: Ulrich Weiß; Hauptdarsteller: Jenny Gröllmann, Uwe Kockisch).
    18. Mai Beschluss zur Durchführung der Gemeinschaftsaktion »Gepflegte Denkmale und ihre Umgebung« auf einer Konferenz des Nationalrats der Nationalen Front, des Kulturbundes der DDR und des Ministeriums für Kultur in Neubrandenburg.
    18. Mai Kunstpreis der DDR an 20 Künstler und zwei Kollektive verliehen: Renata Ahrens, Rolf-Dieter Arens, Günther Erdmann, Siegfried Fleischer, Hans-Peter Frank, Manfred Grund, Werner Grunow, Helga Hahnemann, Hans-Jürgen Hohmann, Uwe Kockisch, Maria Mallé-Grasse, Heidi Manthey, Anny Meyer-Stöger, Roland Neudert, Carola Nossek, Ernst-Ludwig Petrowsky, Marylu Poolmann, Jan Raupp, Klaus Schwabe, Lothar Sell, Bläserquintett der Komischen Oper Berlin, Rockformation »Elektra«.
    18. Mai

    - 19. Mai

    X. Kongress der internationalen Vereinigung der Literaturkritiker (AICL) zum Thema »Tradition und Neuerertum in der Literatur unserer Zeit« in Berlin. Etwa 80 Literaturwissenschaftler und Kritiker aus 17 Ländern nehmen teil. Referat von Klaus Jarmatz.
    19. Mai

    - 21. Mai

    Offizieller Freundschaftsbesuch einer Partei- und Staatsdelegation der Demokratischen Republik Afghanistan unter Leitung von B. Karmal in der DDR. Karmal und der DDR-Staatsratsvorsitzende E. Honecker unterzeichnen am 21.5. einen Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen ihren Staaten; ferner werden ein Konsularvertrag und ein Abkommen über wirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit abgeschlossen.
    19. Mai Etwa 70 Gemälde und Grafiken, die im Auftrag des FDGB und in enger Partnerschaft mit Werktätigen entstanden sind, werden dem Museum der Bildenden Künste zu Leipzig als Schenkung übergeben.
    21. Mai Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Demokratischen Republik Afghanistan in Berlin unterzeichnet.
    22. Mai

    - 6. Juni

    Dresdner Musikfestspiele unter dem Motto »Kinder - Musiktheater«. In 114 Veranstaltungen kommen 12 Uraufführungen und 15 DDR-Erstaufführungen zu Gehör. 3.000 Künstler aus 23 Ländern wirken mit. Ein Kolloquium zum Thema »Kinder - Musiktheater« sowie eine wissenschaftliche Tagung »Die Rolle der romantischen Musik bei der Herausbildung eines demokratischen Nationalbewusstseins« gehören zum Programm.
    23. Mai Das »Ensemble für neue Musik Berlin« stellt sich in der Deutschen Staatsoper unter Leitung von Oleg Markewitsch erstmals vor. Es will mit Werken der Musik unseres Jahrhunderts in mustergültigen Aufführungen bekanntmachen und sich speziell den jüngeren Komponisten der DDR widmen. Das Kollektiv setzt sich aus Mitgliedern verschiedener hauptstädtischer Orchester zusammen.
    23. Mai

    - 14. Juni

    Gastspiel der Kokusai-Revue Tokyo in Karl-Marx-Stadt, Cottbus und Berlin. In insgesamt 24 Vorstellungen sehen 53.000 Zuschauer die Revue.
    24. Mai Als neuer Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR überreicht Staatssekretär Dr. Hans Bräutigam dem DDR-Staatsratsvorsitzenden E. Honecker sein Beglaubigungsschreiben. Am 6.5. hatte Honecker den Amtsvorgänger Bräutigams, Staatssekretär Klaus Bölling, zu einem Abschiedsbesuch empfangen.
    27. Mai Großkundgebung der Freien Deutschen Jugend (FDJ) als Auftakt zum „Pfingsttreffen der Jugend“ in Berlin (Ost); unter der Parole „Gegen NATO-Waffen Frieden schaffen“ finden ca. 3000 Veranstaltungen und Kundgebungen in der gesamten DDR statt.
    27. Mai

    - 17. Oktober

    Sonderschau mit Wiener Porzellan des 18. und 19. Jahrhunderts im Berliner Kunstgewerbemuseum mit etwa 400 Exponaten sowie rund 60 Zeichnungen aus dem Wiener Museum für angewandte Kunst.
    29. Mai Beschluss des Politbüros des ZK der SED und des Ministerrates der DDR »Grundsätze für die sozialistische Entwicklung von Städtebau und Architektur in der DDR« veröffentlicht.
    2. Juni

    - 4. Juni

    Offizieller Freundschaftsbesuch einer Partei- und Regierungsdelegation der DDR unter Leitung des Staatsratsvorsitzenden E. Honecker in Ungarn. Beide Seiten erklären ihre Bereitschaft zur Intensivierung der bilateralen ökonomischen Zusammenarbeit.
    10. Juni

    - 11. Juni

    XI. Kongress des Verbandes der Journalisten der DDR in Berlin. Eberhard Heinrich wird zum Vorsitzenden gewählt.
    13. Juni Eröffnung der 40. Kunst-Biennale in Venedig, an der sich 220 Künstler aus 38 Ländern beteiligen. Mit mehr als 20 Werken vertreten Sighard Gille, Heidrun Hegewald, Uwe Pfeiffer und Volker Stelzmann die DDR.
    15. Juni

    - 25. Juli

    Ausstellung »Der amerikanische Impressionismus« in Berlin. Sie zeigt 80 Gemälde und Grafiken von 13 nordamerikanischen Künstlern und macht erstmals in Europa mit Erscheinungen dieser Kunstrichtung in den USA vertraut.
    17. Juni

    - 18. Juni

    X. Kongress des Kulturbundes der DDR in Dresden mit mehr als 900 Delegierten. Es referiert Hans Pischner (Die sozialistische Nationalkultur der DDR und die Aufgaben des Kulturbundes in den achtziger Jahren). Zum Präsidenten wird Hans Pischner wiedergewählt.
    18. Juni Zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland bzw. Berlin (West) werden folgende Vereinbarungen getroffen: schrittweise Reduzierung des zinslosen Überziehungskredits (Swing) von 850 Mill. auf 600 Mill. Verrechnungseinheiten jährlich bis 1.1.1985; Erhöhung der jährlichen Rate im nichtkommerziellen Grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zwischen 1983 und 1985 von 50 Mill. auf 60 Mill. Mark durch die DDR; Straffreiheit für alle ehemaligen DDR-Bürger, die das Land vor dem 1.1.1981 illegal verlassen haben; Tagesbesucher aus Berlin (West) brauchen künftig ihren Aufenthalt in der DDR bzw. in Berlin (Ost) erst um 2 Uhr statt um 24 Uhr zu beenden; im Norden Berlins wird der neue Grenzübergang Heiligensee/Stolpe auch für Fußgänger geöffnet.
    22. Juni Kunstpreis des FDGB an 19 Persönlichkeiten und Kollektive verliehen: Walter Baumert, Edmund Bechtle, Charlotte Beck, Falko Behrendt, Wolfram Beyer, Ursula Bonhoff, Uwe Bullmann, Anne Dessau, Horst Drinda, Detlef Espey, Wilfried Falkenthal, Klaus Grabowsky, Christin Heinze, Winfried Junge, Aenne Keller, Hans Leupold, Karl Mundstock, Günther Rechn, Christine Schorn, Jean Weidt, Hedda Zinner; Kollektiv von 25 Bildhauern (Leitung: Joachim Jastram), Kollektiv des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Arbeitertheater des VEB Grafischer Großbetrieb »Völkerfreundschaft« Dresden, Betriebsfotogruppe beim VEB Flugzeugwerft Dresden, Betriebsfilmstudio beim VEB Leuna-Werke »Walter Ulbricht«, Kabarett »Die Klapperschlangen« der Bezirksdirektion der Deutschen Post Berlin, Zirkel für Malerei/Grafik des Hauses der Kultur und Bildung sowie des VEB Dienstleistungskombinat Neubrandenburg, Zirkel für künstlerische Textilgestaltung beim VEB Gleichrichterwerk Stahnsdorf, Studio für bildende Kunst beim Lindenau-Museum Altenburg, Mal- und Zeichenzirkel beim Kulturhaus der Glasarbeiter Weißwasser, Holzschnitzzirkel beim VEB Warnow-Werft Rostock-Warnemünde.
    23. Juni

    - 24. Juni

    4. Tagung des ZK der SED. Berichterstatter des Politbüros ist P. Verner, der das Treffen zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem DDR-Staatsratsvorsitzenden E. Honecker vom Dezember 1981 wiederum positiv bewertet. 5 bisherige Kandidaten werden zu Mitgliedern des ZK berufen.
    25. Juni

    - 27. Juni

    19. Arbeiterfestspiele im Bezirk Neubrandenburg mit 426 Veranstaltungen, gestaltet von 600 Berufs- und 9400 Volkskünstlern. Außer den Kulturfesttagen der sozialistischen Landwirtschaft finden ein Fest der Forstarbeiter (26.-27. Juni) in Templin sowie ein Fest der Binnenfischer (27. Juni) in Waren statt. Anlässlich der Arbeiterfestspiele erhält Neubrandenburg zwei neue Museen: die Staatliche Kunstsammlung Neubrandenburg mit einem Gründungsfundus von 500 Werken und das Museum für Stadtgeschichte als Abteilung des Historischen Bezirksmuseums.
    2. Juli 5. Tagung der Volkskammer; u. a. werden das Gesetz über die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und ein Wassergesetz verabschiedet sowie der neue Präsident des Nationalrats der Nationalen Front der DDR, Prof. Lothar Kolditz, und der neue Vorsitzende der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD), Dr. E. Mecklenburg, zu Mitgliedern des Staatsrats ernannt.
    5. Juli

    - 8. Juli

    Offizieller Besuch von DDR-Außenminister O. Fischer in Griechenland; Unterzeichnung eines Konsular- und Kulturabkommens zwischen beiden Staaten
    7. Juli Plenartagung der Akademie der Künste der DDR. Das Referat hält Manfred Wekwerth (Über künftige Aufgaben der Akademie), der zum Präsidenten gewählt wird.
    21. Juli Beschluss des Sekretariats des ZK der SED »Aufgaben der Kulturhäuser und Klubs in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft«.
    22. Juli Uraufführung des DEFA-Films »Das Fahrrad« (Buch: Ernst Wenig; Regie: Evelyn Schmidt; Hauptdarsteller: Roman Kaminski, Heidemarie Schneider).
    23. Juli Regierungssprecher Lothar Rühl rügt in Bonn die Einreiseverbote der DDR-Behörden für die CDU-Politiker Ministerpräsident Bernhard Vogel (vom 21.7.) und Heiko Hoffmann (vom 22.7.).
    7. August 12. Poetenseminar der FDJ in Schwerin mit 120 jungen Autoren. Erstmals wird der Reinhard-Weisbach-Preis verliehen und findet die Veranstaltung »Junge Literatur und Musik« statt.
    12. August Gastspiel des Großen Rundfunk-Kinderchors Leipzig in der Volksrepublik Bulgarien beginnt. Teilnahme am Internationalen Kinderchortreffen der OIRT in Sofia.
    13. August

    - 19. September

    III. Quadriennale des Kunsthandwerks sozialistischer Länder in Erfurt mit 1600 Exponaten aus 13 Ländern. Sie hat 400.000 Besucher.
    17. August

    - 21. August

    VII. Treffen der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ in Dresden; als Auftakt des Treffens hatten ab 15.8. von 12 Orten im Bezirk Dresden „Friedensmärsche“ zum Tagungsort stattgefunden.
    20. August

    - 27. August

    XXXV. Kongress der Internationalen Vereinigung für den wissenschaftlichen Film (AICS/ISFA) und des Festivals des populärwissenschaftlichen Films mit etwa 300 Teilnehmern in Jena. 230 Filme aus 21 Ländern stehen zur Diskussion.
    27. August Eröffnung der Ausstellung »Das Erbe Goethes in der DDR« in Moskau mit Exponaten aus den Beständen der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar.
    29. August 1. Berliner Friedenslauf mit etwa 20000 Teilnehmern.
    2. September Uraufführung des DEFA-Films »Sabine Kleist - Sieben Jahre« in Berlin (Buch und Regie: Helmut Dziuba; Hauptdarsteller: Petra Barthel, Johanna Closs, Heide Kipp, Petra Lämmel, Martin Trettau, Simone von Zglinicki).
    3. September

    - 3. Oktober

    Ehrung Leonhard Franks aus Anlass seines 100. Geburtstages mit einer Ausstellung zum Leben und Werk des Schriftstellers in der Berliner Stadtbibliothek.
    6. September

    - 11. September

    Internationales kunsthistorisches Kolloquium »Kunst und Reformation« in Eisenach als erster Höhepunkt der Martin-Luther-Ehrung in der DDR anlässlich seines 500. Geburtstages. Etwa 300 Wissenschaftler aus 20 Ländern nehmen teil. Das Kolloquium steht unter dem Patronat des Internationalen Komitees für Kunstgeschichte (CIHA).
    9. September Gründung des IFLA-Nationalkomitees der DDR in Berlin. Es soll die Mitarbeit im Internationalen Verband der bibliothekarischen Vereine und Institutionen (IFLA) fördern. Präsident des Nationalkomitees ist Gotthard Rückl.
    10. September Den Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR erhalten die Komponisten Gerd Domhardt und Thomas Hertel.
    13. September Eröffnung einer Ausstellung aus der Bundesrepublik zu Problemen der Stadtsanierung mit dem Motto „Stadt Park - Park Stadt“ in Berlin (Ost); die Ausstellung wird auch in Magdeburg und Karl-Marx- Stadt gezeigt.
    13. September

    - 15. September

    Besuch von Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski in der DDR. In einem Gespräch Wischnewskis mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden E. Honecker, an dem auch der Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, Dr. Hans Bräutigam, und DDR-Außenminister O. Fischer u. a. teilnehmen, werden Fragen eines Kulturabkommens, des Gewässerschutzes in Berlin sowie des erhöhten Mindestumtauschs behandelt
    13. September

    - 14. September

    Tage der sozialistischen Gegenwartsliteratur der DDR in Karl-Marx-Stadt. Zum Programm gehören ein Podiumsgespräch mit etwa 100 Schriftstellern, Literaturkritikern, Bibliothekaren und Pädagogen, Gesprächsrunden mit Schriftstellern in acht Großbetrieben, ein Literatur-Ball und ein Buchbasar. Die Tage der sozialistischen Gegenwartsliteratur der DDR sollen künftig regelmäßig im Bezirk Karl-Marx-Stadt veranstaltet werden.
    15. September IV. Kongress des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR in Berlin mit etwa 300 Delegierten. Es referiert Lothar Beilag (Für eine volksverbundene und massenwirksame Film- und Fernsehkunst). Er wird als Verbandspräsident wiedergewählt.
    15. September

    - 22. September

    XII. Internationales Film- und Fotofestival sozialistischer Armeen in Rostock. Es findet unter der Losung »Waffenbrüder - vereint für Frieden und Sozialismus« alle zwei Jahre in einem der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages statt.
    16. September Treffen der Führungen von SED und FDJ in Berlin (Ost); vom 1. Sekretär des FDJ-Zentralrats, E. Krenz, wird dem Generalsekretär der SED, E. Honecker, ein „Friedensaufgebot der FDJ“ übergeben. Für den 8.-10.6.1984 wird ein „Nationales Jugendfestival der DDR“ in Berlin (Ost) angekündigt.
    16. September

    - 31. Oktober

    Ausstellung »Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst« mit Aquarellen, Zeichnungen und Grafiken in der Galerie Junge Kunst Frankfurt (Oder).
    19. September Besuch einer Delegation des Deutschen Bundesjugendringes unter Leitung seines Vorsitzenden Josef Homberg auf Einladung des FDJ-Zentralrats in der DDR. In einer gemeinsamen Presseerklärung wird die beiderseitige Bereitschaft zur Intensivierung des „Jugend-Touristenaustausches“ unterstrichen.
    20. September

    - 23. September

    Offizieller Besuch einer Partei- und Staatsdelegation der Laotischen Demokratischen Volksrepublik unter Leitung von K. Phomvihane in der DDR. Unterzeichnung eines Vertrages über Freundschaft und Zusammenarbeit.
    20. September

    - 22. September

    25. Generalversammlung der Internationalen Vereinigung der Wochenschauen (INA) in Berlin. Mehr als 40 Teilnehmer aus 15 Ländern beraten insbesondere über die Erarbeitung eines neuen Standardvertrages für den gegenseitigen Austausch von Filmmaterial.
    21. September

    - 25. September

    11. Internationales Schlagerfestival in Dresden mit 16 Solisten und Gruppen aus neun sozialistischen Ländern. Den Grand Prix erhält Kamelia Todorowa (Bulgarien), den ersten Preis die Gruppe »Stern Meißen«.
    22. September Unterzeichnung des Vertrages über Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Volksdemokratischen Republik Laos.
    24. September Der Dokumentarfilm »In Rheinsberg« (Buch: Gotthold Gloger, Volker Koepp; Regie: Volker Koepp) läuft in den Filmtheatern an. Auf dem XIII. Internationalen Kurzfilmfestival Tampere (1983) erhält der Film den »Preis für den besten Dokumentarfilm«.
    25. September DDR-Erstaufführung der Oper »Die wundersame Schustersfrau« von Udo Zimmermann nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Federico Garcia Lorca am Leipziger Opernhaus (Regie: Günter Lohse; Sänger: Johanna-Lotte Fecht, Konrad Rupf).
    26. September

    - 30. September

    10. Tage des sozialistischen Films in Potsdam. Eröffnungsveranstaltung ist die Premiere des DEFA-Films »Sonjas Rapport« nach dem gleichnamigen Buch von Ruth Werner (Buch: Manfred Freitag, Joachim Nestler; Regie: Bernhard Stephan; Hauptdarsteller: Erwin Berner, Rolf Hoppe, Olgierd Lukaszewicz, Hartmut Puls, Györgyi Kinga Tarjan). Auf dem Programm stehen insgesamt 20 Filmpremieren und über 40 Filmgespräche.
    29. September

    - 11. Oktober

    Gastspiel des Opernensembles des Staatlichen Akademischen Theaters für Oper und Ballett »Nawoi« Taschkent in der DDR anlässlich der Berliner Festtage. Das Ensemble tritt außerdem in Dresden und Leipzig auf.
    1. Oktober

    - 17. Oktober

    XXVI. Berliner Festtage mit mehr als 280 Veranstaltungen. Ensembles und Solisten aus 19 Ländern nehmen teil, darunter das Piccolo-Teatro di Milano, das Moskauer Theater der Satire, ein Folklore-Ensemble der PLO, ein Sinfonieorchester aus der Koreanischen Volksrepublik. Zu den 12 Premieren der Berliner Bühnen gehört die DDR-Erstaufführung des Stückes »Johann Faustus« von Hanns Eisler.
    2. Oktober DDR-Erstaufführung des Stückes »Johann Faustus« von Hanns Eisler am Berliner Ensemble (Regie: Joachim Tenschert, Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Michael Gerber, Ekkehard Schall).
    2. Oktober

    - 3. April

    IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden mit über 3.000 Werken von 1.511 Künstlern. Vertreten sind die Bereiche Malerei, Grafik, Plastik, architekturbezogene Kunst, Kunsthandwerk, Formgestaltung, Gebrauchsgrafik, Karikatur, Ausstellungsgestaltung und Szenographie. Die Ausstellung hat mehr als eine Million Besucher.
    5. Oktober

    - 15. Oktober

    Gastspiel der Dresdner Philharmonie in Leningrad und Moskau.
    6. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1981: I Kurt Masur, Tom Schilling, Otmar Suitner, Werner Tübke; II Horst Beseler, Eberhard Büchner, Helga Göring, Horst Seemann, Walter Werner, Benito Wogatzki, Ruth Zechlin, Kollektiv »Puhdys« (Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Harry Jeske, Peter Meyer, Klaus Scharfschwerdt, Wolfgang Tilgner); III Reimar Johannes Baur, Sighard Gille, Burkhard Glaetzner, Gerhard Goßmann, Günter Naumann, Schöpferkollektiv des Wilhelm-Pieck-Denkmals in der Pionierrepublik »Wilhelm Pieck« (Martin Beerbaum, Frank Diettrich, Heinz Schumann), Kollektiv von Regisseuren des DEFA-Trickfilmstudios (Katja Georgi, Klaus Georgi, Werner Krauße, Günter Rätz, Otto Sacher, Kurt Weiler).
    7. Oktober

    - 16. Oktober

    Gewandhaus-Festtage »Junge Künstler international« in Leipzig. Sie sollen talentierten Künstlern der jungen Generation ein Podium sein. In 24 Veranstaltungen treten etwa 1.000 Künstler aus 12 Ländern auf.
    10. Oktober Gespräch über die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem österreichischen Bundeskanzler Dr. B. Kreisky und Dr. G. Mittag (ZK-Sekretär für Wirtschaft) in Wien.
    10. Oktober

    - 14. Oktober

    Offizieller Freundschaftsbesuch einer Partei- und Staatsdelegation der DDR unter Leitung des DDR-Staatsratsvorsitzenden E. Honecker in Syrien. Anschließend hält sich die Delegation bis zum 16.10. auf Zypern zu einem Staatsbesuch auf, wo zwischen Zypern und der DDR u. a. ein Rechtshilfeabkommen unterzeichnet wird. Vom 16.-18.10. weilt die DDR-Delegation zu einem Staatsbesuch in Kuweit.
    12. Oktober

    - 15. Oktober

    5. Nationales Festival Dokumentär- und Kurzfilm der DDR für Kino und Fernsehen in Neubrandenburg. 57 Filme werden auf dem Festival vorgestellt, so unter anderen am 12. Oktober »Gundula - Jahrgang 58« (Buch und Regie: Gitta Nickel).
    15. Oktober Präsidialratstagung des Kulturbundes der DDR in Berlin. Sie beschäftigt sich mit dem Thema »Moralische Grundwerte des Sozialismus und die Aufgaben des Kulturbundes«. Das einleitende Referat hält Hans Koch.
    15. Oktober Gründungsveranstaltung des Literaturzentrums Berlin. Leiterin wird Petra Grande.
    15. Oktober

    - 22. Oktober

    Festwoche zum 100jährigen Bestehen des Schweriner Museums. Eröffnung der Ausstellung »Holländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts«.
    20. Oktober

    - 23. Oktober

    Besuch des Generalsekretärs der portugiesischen KP, Alvaro Cunhal, in der DDR; Cunhal wird am 21.10. von SED-Generalsekretär E. Honecker empfangen.
    21. Oktober

    - 22. Oktober

    Kulturkonferenz der FDJ in Leipzig. Es referiert Hartmut König (Die Verantwortung der FDJ für Kultur und Kunst in den Kämpfen unserer Zeit). Am Vorabend der Konferenz findet ein Fest junger Künstler und Talente statt.
    22. Oktober Premiere des Films »Die Mahnung« über Georgi Dimitroff, eine Koproduktion der Volksrepublik Bulgarien, der DDR und der UdSSR (Regie: Juan Antonio Bardem) in Leipzig.
    23. Oktober Gründung eines Arbeitskreises »Franz Liszt« im Kulturbund der DDR in Weimar.
    24. Oktober Empfang des amerikanischen Evangelisten Billy Graham durch den Staatssekretär für Kirchenfragen Klaus Gysi. Graham hatte sich seit dem 14.10. zu einer Vortragsreihe in der DDR aufgehalten.
    28. Oktober

    - 4. November

    XL Festival des sowjetischen Films in der DDR. Gezeigt werden unter anderen die Filme »Privatleben« und »Warten vor dem Standesamt«.
    31. Oktober

    - 4. November

    Besuch des ZK-Sekretärs für Wirtschaft, Dr. G. Mittag, in Japan. Mittag nimmt u. a. an der 12. Tagung der Wirtschaftsausschüsse DDR-Japan und an der Eröffnung der „2. Technischen Tage der DDR“ in Tokio teil.
    3. November

    - 28. Januar

    Ausstellung »Von Malewitsch bis Mondrian« mit über 150 grafischen Blättern und Zeichnungen aus den Jahren 1913 bis 1930 in Dresden. Sie gibt mit Arbeiten von 48 Künstlern erstmals in einem Museum der DDR einen Einblick in Werke des Konstruktivismus.
    4. November

    - 5. Dezember

    Ausstellung volkskünstlerischer Arbeiten aus allen Bezirken der DDR. Die etwa 400 Werke des bildnerischen Volksschaffens sind eine Auswahl der aus dem Wettbewerb anlässlich der »Feste der Freundschaft« hervorgegangenen 5.000 Werke.
    9. November

    - 11. November

    Offizieller Besuch des DDR-Ministerratsvorsitzenden W. Stoph in Rumänien. Stoph und der rumänische Premierminister C. Dascalescu unterzeichnen ein gemeinsames Protokoll über die Verstärkung der wirtschaftlichen sowie der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit.
    9. November Uraufführung des Schauspiels »Leo und Rosa. Eine nicht alltägliche Liebesgeschichte« von Helmut Baierl im Theater im Palast (TiP), Berlin (Regie: Helmut Baierl unter Mitarbeit von Karin Freiberg; Hauptdarsteller: Hans-Peter Minetti, Lissy Tempelhof).
    12. November Jurij Andropow wird zum neuen KPdSU- Generalsekretär gewählt.
    14. November Am Rande der Trauerfeierlichkeiten für den am 10.11. verstorbenen langjährigen Generalsekretär des ZK der KPdSU, L. Breshnew, treffen in Moskau der SED-Generalsekretär E. Honecker und Bundespräsident Prof. Karl Carstens zu einem Meinungsaustausch zusammen
    14. November 1. Berliner Kunstauktion mit mehr als 200 Grafiken, Gemälden und Plastiken des 20. Jahrhunderts.
    15. November

    - 20. November

    Internationales Kolloquium über den Wiederaufbau kriegszerstörter Denkmale in Dresden. Die »Erklärung von Dresden« von Denkmalpflegern sozialistischer und kapitalistischer Länder sowie junger Nationalstaaten wird verabschiedet.
    16. November Protokoll über den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen der DDR und Sri Lanka unterzeichnet.
    18. November Eröffnung einer Ausstellung aus der DDR über das künstlerische Wirken von Karl Friedrich Schinkel in der Hamburger Kunsthalle.
    18. November

    - 16. Januar

    Ausstellung »Karl Friedrich Schin-kel - Eine Ausstellung aus der Deutschen Demokratischen Republik« in Hamburg. Sie ist mit rund 700 Exponaten die bisher größte Darstellung von Leben und Gesamtwerk Schinkels.
    19. November

    - 26. November

    XXV. Internationale Dokumentär- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen in Leipzig. 146 Filme aus 47 Ländern, aus Westberlin, von der UNO, der UNESCO, der PLO und dem Komitee Antifaschistisches Chile werden gezeigt. »Goldene Tauben« erhalten die Filme »Zwei Tage im August« aus der DDR (Buch: Karl Gass; Regie: Uwe Zeising) und »Manchmal betrachte ich mein Leben« (Kuba).
    20. November Treffen zwischen Bundesverkehrsminister Werner Dollinger und dem DDR-Verkehrsminister O. Arndt anlässlich der Eröffnung der Autobahn Berlin-Hamburg am Grenzkontrollpunkt Gudow.
    22. November

    - 24. November

    Offizieller Freundschaftsbesuch des Vorsitzenden des Präsidiums der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, Petar Stambolic, in der DDR.
    23. November

    - 24. November

    Kolloquium »Gesellschaftswissenschaften und Künste« in Berlin, veranstaltet vom Wissenschaftlichen Rat für Marxistisch-Leninistische Kultur- und Kunstwissenschaften an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED.
    25. November

    - 26. November

    5. Tagung des ZK der SED. Berichterstatter des Politbüros ist H. Axen. In seiner Rede am 26.11. nimmt Generalsekretär E. Honecker zur Regierungserklärung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl vom Vortage Stellung.
    25. November

    - 26. November

    Die 5. Tagung des ZK der SED erklärt aus An-lass des 100. Todestages und des 165. Geburtstages von Karl Marx das Jahr 1983 zum Karl-Marx-Jahr und bestätigt die Thesen zum Karl-Marx-Jahr.
    28. November

    - 15. Dezember

    Erstsendung des Fernsehdokumentarfilms »Busch singt« (von einem Schöpferkollektiv unter der Leitung von Konrad Wolf).
    1. Dezember Gründung eines Wissenschaftlichen Beirats für marxistisch-leninistische Soziologie unter Leitung von Prof. R. Stollberg beim DDR-Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen.
    2. Dezember Treffen des Staatsministers beim Bundeskanzler, Philipp Jenninger, mit DDR-Außenminister O. Fischer und Dr. G. Mittag (ZK-Sekretär für Wirtschaft) in Berlin (Ost). Bei den Gesprächen wurden u. a. der Kulturaustausch, die erhöhten Mindestumtauschsätze und Umweltprobleme sowie der DDR-Standpunkt zu Themen wie der DDR-Staatsbürgerschaft und der Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter behandelt; außerdem wurden Wirtschaftsfragen erörtert.
    3. Dezember 6. Tagung der Volkskammer; u. a. werden die Konsularverträge mit Laos, Griechenland und Kolumbien verabschiedet sowie zwei neue Minister (F. Meier für Elektrotechnik und Elektronik und B. Lietz für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft) in den Ministerrat berufen.
    5. Dezember »Antike - Entdeckungen« (Entdeckungen V) am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin mit: »Iphigenie in Au-lis« von Euripides/Friedrich Schiller, »Die Troerinnen« von Euripides/Jean Paul Sartre, DDR-Erstaufführung des Stückes »Agamemnon« von Aischylos/Gerhard Kelling (alle in der Regie von Christoph Schroth), Uraufführung des Stückes »Die Acharner oder Der private Frieden« von Aristophanes/Kurt Bartsch (Regie: Karl-Heinz Liefers).
    10. Dezember Informationsgespräch des SED-Generalsekretärs E. Honecker mit den Vorsitzenden der 4 Blockparteien und den Präsidenten des Nationalrates der Nationalen Front der DDR über die 5. Tagung des ZK der SED.
    10. Dezember

    - 20. Februar

    Ausstellung »Von Courbet bis Cézanne« in der Nationalgalerie Berlin. Sie hat etwa 100.000 Besucher.
    14. Dezember Uraufführung des chorsinfonischen Werkes »Pax questuosa« (Der klagende Friede) von Udo Zimmermann in Westberlin zum 100jährigen Bestehen des Westberliner Philharmonischen Orchesters.
    16. Dezember

    - 20. März

    1. Ausstellung »Handzeichnungen der DDR« in Gera mit Arbeiten der in der Kunstgalerie Gera neugegründeten Sammlung Handzeichnungen der DDR.
    17. Dezember

    - 18. Dezember

    l. Paul-Dessau-Tage im Berliner Theater im Palast (TiP). Schüler und Freunde des Komponisten stellen neue Werke zur Diskussion. Uraufführungen erleben Kompositionen von Paul-Heinz Dittrich, Friedrich Goldmann, Jörg Herchet, Günter Neubert und Friedrich Schenker. Paul Dessaus in der Emigration entstandenes Werk »Les Voix« (Die Stimmen) wird für die DDR erstaufgeführt. Künftig sollen alle zwei Jahre Paul-Dessau-Tage veranstaltet werden.
    20. Dezember

    - 22. Dezember

    Teilnahme einer Partei- und Staatsdelegation der DDR unter Leitung von SED-Generalsekretär E. Honecker an den Feierlichkeiten zum 60. Gründungstag der Sowjetunion in Moskau.