Chronik der DDR 1986

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Gründung des Instituts für Kulturforschung beim Ministerium für Kultur in Berlin. Zum Direktor wird Jürgen Märten berufen.
    9. Januar

    - 12. Januar

    Aktion »Rock für den Frieden« im Palast der Republik in Berlin mit 56 Gruppen und Solisten, unter ihnen die Gruppen »Karat«, »Puhdys«, »Silly«, »electra« und »Berluc«. Über 100.000 Besucher kommen zu den Veranstaltungen.
    11. Januar Premiere der Stücke »Medea« von Euripides und »Stella« von Johann Wolfgang Goethe am Deutschen Theater Berlin als erster Teil der »Trilogie der Leidenschaft« und Ausdruck der Konzeption eines »Theaters der Zusammenhänge« (Premiere des zweiten Teils »Totentanz« von August Strindberg am 17. Mai; Regie des Gesamtprojektes: Alexander Lang).
    12. Januar Uraufführung »Candide. Oper nach Voltaire« von Reiner Bredemeyer (Libretto: Gerhard Müller) in Halle (Regie: Andreas Baumann).
    12. Januar Fotoausstellung mit über 200 Werken eröffnet, die Ergebnisse des ersten DDR-offenen Symposiums für Fotografie im Oktober 1985 in Karl-Marx-Stadt sind.
    12. Januar Premiere der Operette »Die lustige Witwe« von Franz Lehár an der Komischen Oper Berlin (Regie: Harry Kupfer; Sängerin: Eva-Maria Bundschuh).
    17. Januar Eröffnung der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg mit einer Ausstellung von mehr als 100 Werken des deutsch-amerikanischen Malers und Grafikers.
    19. Januar Uraufführung des DEFA-Kinderfilms »Der Bärenhäuter« nach dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm in Berlin (Buch und Regie: Walter Beck).
    24. Januar

    - 16. März

    Hans-Grundig-Ausstellung anlässlich seines 100. Geburtstages im Museum der bildenden Künste Leipzig.
    25. Januar DDR-Erstaufführung des Stückes »Der Aufstieg auf den Fudschijama« von Tschingis Aitmatow in Leipzig an der »Neuen Szene« (Regie: Karl Kayser; Hauptdarsteller: Friedhelm Eberle, Günther Grabbert, Manfred Zetzsche).
    25. Januar

    - 22. März

    Ausstellung mit etwa 180 Werken von Ernst Hassebrauk in Leipzig, Museum der Bildenden Künste. Damit wird erstmals das grafische Werk des Künstlers geschlossen in einer Ausstellung gezeigt.
    29. Januar

    - 24. April

    Ausstellung mit 110 Fotomontagen von John Heartfield aus der Zeit seines Prager Exils (1933 bis 1938) im Otto-Nagel-Haus in Berlin.
    31. Januar Erich Honecker erklärt in einem Interview mit der „ZEIT“, die Diskussion über das Offenhalten der deutschen Frage sei überflüssig.
    2. Februar

    - 4. Februar

    Eduard Schewardnadse, Außenminister der UdSSR, informiert Erich Honecker und Willi Stoph über das Plenum des ZK der KPdSU vom 27.-Januar, auf dem Michail Gorbatschow die Fehler der Vergangenheit gebrandmarkt und Demokratie gefordert hatte.
    6. Februar Uraufführung des Fernsehfilms »Ernst Thälmann« im Berliner Filmtheater Kosmos (Buch: Otto Bonhoff, Georg Schiemann, Erich Selbmann; Regie: Ursula Bonhoff, 1. Teil; Georg Schiemann, 2. Teil; Hauptdarsteller: Günther Grabbert, Helmut Schellhardt, Christine Schorn, Peter Sodann). Die Bildschirmpremiere findet am 7. Februar statt.
    6. Februar Uraufführung der Bühnenfassung »Der Meister und Margarita« von Heinz Czechowski nach Michail Bulgakow in Leipzig (Regie: Karl Kayser).
    6. Februar

    - 14. Februar

    Gastspiel des Düsseldorfer Schauspielhauses in Dresden und Leipzig mit sechs Inszenierungen vor allem zeitgenössischer Stücke.
    9. Februar Erweiterung der Reisemöglichkeiten in dringenden Familienangelegenheiten durch die DDR-Regierung.
    13. Februar Gedenkkundgebung mit mehr als 150.000 Menschen zum Jahrestag der Bombardierung von Dresden.
    16. Februar

    - 23. Februar

    16. Festival des politischen Liedes in Berlin mit etwa 50 Veranstaltungen von 54 Gruppen und Solisten, darunter das Gesangs- und Tanzensemble »Amandla« des ANC, Pete Seeger, Hermann van Veen und Francis Bebey. Das Festival hat über 75.000 Zuschauer. Ein Teil der Sänger begibt sich anschließend auf eine DDR-Tournee.
    18. Februar

    - 19. Mai

    Ausstellung »Fritz Cremer - Erinnerungen an morgen« mit rund 90 Plastiken und grafischen Arbeiten anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers in Karl-Marx-Stadt. Die Ausstellung wird auch in Schwerin gezeigt (l1. September bis 26. Oktober).
    20. Februar

    - 30. März

    Ausstellung »Soldaten des Volkes - dem Frieden verpflichtet« zum 30. Jahrestag der Nationalen Volksarmee in Potsdam. Gezeigt werden 158 Werke von 76 Künstlern aus Berlin und den Bezirken Gera, Halle, Magdeburg und Potsdam.
    21. Februar

    - 26. Februar

    7. DDR-Musiktage in Berlin. In 22 Konzerten werden Werke von zeitgenössischen Komponisten vorgestellt, darunter befinden sich 24 Uraufführungen.
    26. Februar

    - 4. Mai

    Ausstellung »Willi Sitte - Gemälde, Zeichnungen und Grafik« im Alten Museum Berlin.
    27. Februar Plenartagung der Akademie der Künste der DDR zum Thema »Arbeiterklasse als Gegenstand, Impuls und Adressat der Kunst«. Zum Tagungsthema referiert Helmut Baierl.
    27. Februar Uraufführung des DEFA-Films »Drost« in Berlin (Buch: Diethardt Schneider; Regie: Klaus Dobberke; Hauptdarsteller: Klaus Schleiff).
    28. Februar DDR-Ring-Erstaufführung der Kammeroper »Weiße Rose« von Udo Zimmerrnann in Schwerin (Regie: Detlef Rogge; Sänger: Wolf-Matthias Friedrich, Marita Posselt) und Eisenach (Regie: Reinhard Schau; Sänger: Carola Höhn, Ernst-Volker Schwarz). Die Kammeroper ist eine völlig eigenständige Fassung gegenüber der gleichnamigen, vor 20 Jahren entstandenen Oper Zimmermanns. (Die Uraufführung der Kammeroper fand am 27. Februar in Hamburg statt).
    4. März Gastspiel der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Siegfried Kurz in Australien und Neuseeland beginnt in Perth. Es ist dort das erste Auftreten eines sinfonischen Orchesters aus der DDR.
    5. März Literaturpreis des DFD an Renate Feyl verliehen.
    7. März »Jugendradio DT 64« als neuer Jugendsender des Rundfunks der DDR eröffnet. Er wird die Tradition von »Hallo« und »DT 64« fortsetzen.
    8. März Premiere des Trauerspiels »Penthesilea« von Heinrich von Kleist in Dresden (Regie: Wolfgang Engel; Hauptdarsteller: Christoph Hohmann, Hannelore Koch, Cornelia Schmaus).
    10. März

    - 16. März

    DDR-Filmtage in Oslo und weiteren Städten Norwegens. Zum Auftakt wird der Film »Eine sonderbare Liebe« gezeigt.
    20. März Uraufführung des DEFA-Films »Der Hut des Brigadiers« in Berlin (Buch: Manfred Richter; Regie: Horst E. Brandt; Hauptdarsteller: Roman Kaminski).
    22. März »Tag der Künste« in zahlreichen Kulturstätten Berlins, veranstaltet von der Akademie der Künste, dem Kulturbund der DDR und den Künstlerverbänden. Mehr als 50 Veranstaltungen finden statt, unter anderem künstlerische Darbietungen, Gespräche, Begegnungen mit Künstlern, Ausstellungen.
    25. März Erstmalige Teilnahme von Offizieren der Bundeswehr als Beobachter von gemeinsamen Manövern der Roten Armee und der Nationalen Volksarmee bei Brandenburg.
    26. März Uraufführung des DEFA-Films »Jan auf der Zille« nach einer Erzählung von Auguste Lazar in Berlin (Regie: Helmut Dziuba; Hauptdarsteller: Hermann Beyer, Lotte Loebinger, Peter Scholz, Peter Sodann). Auf dem 4. Essener Kinderfilmfestival »Blauer Elefant« erhält der Film den 1. Preis (22. Oktober).
    30. März Premiere der Oper »Die Zauberflöte« von Wolfgang Amadeus Mozart an der Komischen Oper Berlin (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Bernd Grabowski, Donald George, Maarten Flipse, Ute Selbig).
    3. April Austausch von Kulturgütern zwischen der DDR und Westberlin. Das von Reinhold Begas geschaffene Standbild Friedrich Schillers, das die DDR erhält, soll wieder an seinem ursprünglichen Standort, vor dem Schauspielhaus in Berlin, aufgestellt werden.
    4. April Einweihung des Marx-Engels-Forums in Berlin mit der Bronzeplastik »Marx und Engels« von Ludwig Engelhardt und anderen künstlerischen Werken.
    8. April Ständige Ausstellung »Kunst der DDR« im Alten Museum nach grundlegender Neugestaltung eröffnet. Sie zeigt rund 250 Gemälde, Plastiken und Zeichnungen aus dem mehr als 500 Werke umfassenden Gesamtbestand.
    15. April Übergabe des Ernst-Thälmann-Parks und Einweihung des Ernst-Thälmann-Denkmals des sowjetischen Bildhauers Lew Kerbel in Berlin.
    15. April

    - 30. Mai

    Ausstellung »Kunst aus Mexiko« mit 197 Exponaten von 71 Künstlern in Dresden. Gezeigt werden Werke der Malerei, Grafik, Zeichnungen, Fotos, bildhauerische Gestaltungslösungen, Masken sowie Textilarbeiten aus dem 20. Jahrhundert.
    15. April

    - 18. Mai

    Ausstellung »Grafik, Karikatur, Plakat, Fotografie zum XI. Parteitag der SED« am Fernsehturm in Berlin mit 730 Werken.
    17. April

    - 21. April

    XI. Parteitag der SED in Ost-Berlin, Beschluss über die unveränderte Fortsetzung der bisherigen Politik mit nahezu unveränderter Parteispitze. Vor dem Parteitag ergänzt KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow seine Abrüstungsvorschläge zu Nuklearwaffen durch eine Initiative zur Reduzierung der konventionellen Rüstungen und Streitkräfte.
    17. April

    - 21. April

    XI. Parteitag der SED in Berlin. Den Bericht des ZK der SED erstattet Erich Honecker, den Bericht zur Direktive Willi Stoph. Erich Honecker wird zum Generalsekretär wiedergewählt. Der Parteitag beschließt unter anderem die Verlängerung des bezahlten Schwangerschafts- und Wochenurlaubs auf ein Jahr, die bezahlte Freistellung zur Pflege erkrankter Kinder für alle berufstätigen Mütter bereits bei zwei Kindern, die Erhöhung des Kredits für junge Eheleute von 5.000 Mark auf 7.000 Mark; die Erhöhung der Altersgrenze für die Gewährung solcher Kredite von 26 auf 30 Jahre, Maßnahmen zur Unterstützung von Familien mit besonders pflegebedürftigen Kindern, die Erhöhung des Kindergeldes beim ersten Kind von 20 Mark auf 50 Mark monatlich, für das zweite Kind von 20 Mark auf 100 Mark, für das dritte und für jedes weitere Kind von 100 Mark auf 150 Mark.
    23. April Grundsatzvereinbarung zwischen Eisenhüttenstadt und Saarlouis über die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft. Ende 1986 folgen Lübben und Neunkirchen, im März 1987 Cottbus und Saarbrücken.
    24. April Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR an Gerhard Goßmann verliehen.
    26. April Atomunfall im Kernkraftwerk Tschernobyl in der UdSSR. Wie in der Sowjetunion wird die Katastrophe auch in der DDR erst verschwiegen, dann heruntergespielt.
    2. Mai Amtseinführung von Ekkehard Prophet als Generalintendant des Volkstheaters Rostock.
    2. Mai

    - 7. Mai

    Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden in Düsseldorf mit 7 Inszenierungen, darunter »La Guerra« (Der Krieg) von Carlo Goldoni. Insgesamt werden 12 Aufführungen dargeboten. Anschließend tritt das Ensemble auch in Hamburg und Köln auf.
    3. Mai Uraufführung des Konzerts für Violoncello und Orchester von Friedrich Schenker in Leipzig unter Leitung von Wolfgang Hoyer.
    4. Mai Aufführung des Stückes »Wolokolamsker Chaussee« von Heiner Müller (Teil 1: Premiere; Teil 2: Uraufführung; Regie: Bernd Weißig).
    5. Mai

    - 10. Mai

    Franz-Liszt-Ehrung aus Anlass des 100. Todestages und 175. Geburtstages des Komponisten durch die »Weimarer Liszt-Tage«. Neben zahlreichen musikalischen Veranstaltungen finden Ausstellungen sowie eine wissenschaftliche Konferenz »Das Schaffen Liszts in Weimar und seine Ausstrahlung auf die Weltmusikkultur« statt. Am 175. Geburtstag des Komponisten gibt das Orchester der Komischen Oper unter der Leitung von Rolf Reuter im Berliner Schauspielhaus ein festliches Konzert (20. Oktober).
    6. Mai Unterzeichnung eines Kulturabkommens zwischen der DDR und der Bundesrepublik nach zwölfjährigen Verhandlungen mit Regelungen zum Austausch in den Bereichen Wissenschaft, Musik, Film, Malerei, Theater, Verlagswesen, Denkmalpflege und Sport.
    6. Mai Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit zwischen der DDR und der BRD unterzeichnet.
    6. Mai DEFA-Retrospektive unter dem Motto »Filmkunst für die Gesellschaft - 40 Jahre DEFA« in London eröffnet. Von insgesamt 15 Filmen wird zuerst »Die Verlobte« aufgeführt. Zur Retrospektive gehört ein Seminar »Filmkunst für die Gesellschaft«. Die Filme werden anschließend in weiteren Städten Großbritanniens gezeigt.
    7. Mai

    - 24. Mai

    Ehrung von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff aus Anlass seines 250. Geburtstages in Wörlitz, Dessau und Halle mit einer Festveranstaltung (am 18. Mai in Dessau), einem wissenschaftlichen Kolloquium und mehreren Ausstellungen (ab 9. Mai). ,
    9. Mai Bekannt werden eines Schreibens von 21 Angehörigen der autonomen Friedensbewegung der DDR an Erich Honecker mit Kritik an der gesellschaftlichen Entwicklung und Forderung nach einem „konstruktiven Dialog“.
    14. Mai Das Gewandhausorchester und der Thomanerchor Leipzig erhalten den Grand Prix des »Symphony-Hall«-Musikpreises, der in Tokio erstmals vergeben wird, für die Darbietung von Bachs »Matthäus-Passion« unter Leitung von Hans Joachim Rotzsch.
    16. Mai Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe verleiht erstmals Kunstpreis, unter anderen an Jurij Brezan, Wolfram Schubert, Erwin Strittmatter, Walter Womacka.
    21. Mai

    - 24. Mai

    4. Nationales Spielfilmfestival der DDR in Karl-Marx-Stadt. Es wird eröffnet mit der Uraufführung des DEFA-Films »Hilde, das Dienstmädchen« nach der gleichnamigen Erzählung von Günther Rücker (Buch und Regie: Jürgen Brauer, Günter Rükker; Hauptdarsteller: Jana Krausová-Pehrova, Peter Kunew). Elf Filme stehen im Wettbewerb. Die Filme »Das Haus am Fluss« (Buch und Regie: Roland Gräf; Hauptdarsteller: Katrin Saß), »Blonder Tango« (Buch: Omar Saavedra Santis, Lothar Warneke; Regie: Lothar Warneke) erhalten Auszeichnungen.
    23. Mai Kunstpreis der DDR verliehen an Renate Ammer, Lothar Barke, Konrad Bauer, Dietrich Brauer, Volker Büttner, Helmut Dziuba, Klaus Ensikat, Joachim Fiedler, Werner Haseleu, Regina Jeske, Wilfried Krätzschmar, Horst Krüger, Erhard Naumann, Eva-Marlies Opitz, Volker Pfüller, Hans-Peter Reinecke, Ute Roßberg, Siegfried Schreiber, Günter Albert Schulz, Uwe Schwichtenberg, Bernd Wefelmeyer, Peter Wekwerth.
    24. Mai

    - 8. Juni

    Dresdner Musikfestspiele unter dem Motto »Carl Maria von Weber und der Gedanke der Nationaloper«. Sie sind dem 200. Geburtstag Webers gewidmet. Solisten und Ensembles aus 21 Ländern und Westberlin treten in mehr als 100 künstlerischen Veranstaltungen auf. 8 Uraufführungen und 12 DDR-Erstaufführungen finden statt. Eine internationale wissenschaftliche Konferenz beschäftigt sich mit dem Schaffen Webers. Die Festspiele haben 105.000 Besucher.
    29. Mai

    - 30. Mai

    Tagung des Politisch beratenden Ausschusses der Staaten des Warschauer Vertrags in Ost-Berlin, erstmalige Veröffentlichung einer Erklärung über die Militärdoktrin, die u. a. die Betonung des reinen Verteidigungscharakters des Militärbündnisses und den Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen enthält.
    30. Mai Gastspiel der Komischen Oper zu den Wiener Festwochen mit der »Zauberflöte« von Wolfgang Amadeus Mozart und »Lear« von Aribert Reimann (Regie: Harry Kupfer) beginnt.
    30. Mai

    - 6. Juni

    Tage der Kultur der Volksrepublik Polen in der DDR finden mit etwa 500 Veranstaltungen in allen Bezirken statt. Zu Gast sind unter anderen das »Teatr Wielki« aus Warschau, die Philharmonie Kraków mit Krzysztof Penderecki und das Staatliche Gesangs- und Tanzensemble »Slask«. Etwa 100 Ausstellungen sind zu sehen, unter anderen »Werke zeitgenössischer polnischer Kunst« im Ausstellungszentrum am Fernsehturm in Berlin. Die Kulturtage haben rund 200.000 Besucher.
    1. Juni Premiere des Fernsehfilms »Die Herausforderung« (Buch: Walter Baumert; Regie: Achim Hübner; Hauptdarsteller: Joachim Zschocke).
    2. Juni Protokoll über die Bildung einer Paritätischen Regierungskommission für kulturelle Zusammenarbeit zwischen der DDR und der UdSSR unterzeichnet. Sie soll regelmäßig den Stand und die Perspektiven der Zusammenarbeit auf geistig-kulturellem Gebiet untersuchen und entsprechende Empfehlungen erarbeiten.
    3. Juni

    - 5. Juni

    Besuch Erich Honeckers in den Niederlanden, wo er Abrüstungsfragen in den Mittelpunkt stellt.
    6. Juni

    - 8. Juni

    Rock-Konzerte vor dem Reichstagsgebäude in West- Berlin. In Ost-Berlin kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Jugendlichen, die die in unmittelbarer Nähe zur Mauer stattfindenden Konzerte verfolgen wollen.
    7. Juni

    - 2. November

    Ausstellung »Barock in Dresden« mit 659 Meisterwerken, hauptsächlich aus den Dresdner Sammlungen, in der »Villa Hügel« in Essen. Sie hat mehr als 320.000 Besucher.
    8. Juni Wahlen zur Volkskammer der DDR mit einer Wahlbeteiligung von 99,74 %. Die Einheitsliste der Nationalen Front erhält 99,94 % der Stimmen.
    11. Juni DDR-Erstaufführung des Musicals »Candide« von Leonard Bernstein in Weimar (Regie: Johannes Felsenstein). - Ausstellung mit über 110 Werken von Heinrich Ehmsen aus An-lass seines 100. Geburtstages in der Nationalgalerie Berlin eröffnet.
    13. Juni Ausstellung »Deutsche Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts« in Moskau eröffnet. Gezeigt werden 70 Plastiken und 86 Zeichnungen von 34 Künstlern.
    14. Juni DDR-Erstaufführung des Stückes »Der Weg nach Mekka« von Athol Fugard am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie: Rolf Winkelgrund).
    14. Juni

    - 20. Juli

    IV. Quadriennale des Kunsthandwerks sozialistischer Länder in Erfurt unter dem Thema »Tradition und Innovation im Kunsthandwerk«. Gezeigt werden rund 1200 Exponate des Kunsthandwerks und der dekorativen Kunst aus elf Ländern. Die DDR ist mit 170 Exponaten vertreten, die besonders auf Städtebau, Raum- und Landschaftsgestaltung bezogen sind. Die Ausstellung hat 210.000 Besucher.
    18. Juni Ausstellung »Kunstschätze aus dem Norden der DDR vom 9. Jahrhundert bis zur Gegenwart«, gestaltet vom Staatlichen Museum Schwerin, in Stockholm eröffnet. Zu den rund 160 Exponaten gehören unter anderem der »Goldschmuck von Hiddensee« aus der Wikingerzeit, eine Gutenberg-Bibel sowie Werke von Otto Niemeyer-Holstein und Ernst Barlach.
    18. Juni Kunstpreis des FDGB verliehen an Christiane Barckhausen, Werner Beck, Horst E. Brandt, Jan Bulang, Wilfried Fitzenreiter, Otto Hanisch, Andreas Herrmann, Walter Heynowski, Gerhard Holtz-Baumert, Roman Kaminski, Konrad Knebel, Friedrich Krell, Jürgen Kruse, Katrin Lange, Heinz Müller, Rolf Münzner, Joachim Nowotny, Manfred Richter, Gerhard Scheumann, Erwin Stranka, Hans Thomas, Benito Wogatzki, Bühnen der Stadt Magdeburg, Erich-Weinert-Ensemble der NVA, Rundfunkblasorchester Leipzig, FDGB-Chor Mildenau, Volkskunstensemble des VEB Mikroelektronik »Anna Seghers« Neuhaus, Betriebsfilmstudio »Club 16« des VEB Strömungsmaschinen Pirna, Kabarett »Die Zange« der VE(E) HO Industriewaren Magdeburg, Mal- und Zeichenzirkel des RAW »Franz Stenzer« Berlin.
    19. Juni Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR an Helga Schubert und die französische Literaturwissenschaftlerin Heidi Urbahn de Jauregui vergeben.
    19. Juni

    - 24. August

    4. Karikaturenbiennale der DDR »Satiricum 86« in Greiz. Gezeigt werden 206 Exponate von 57 Karikaturisten und Pressezeichnern. Die aussagekräftigsten Arbeiten werden mit dem »Bronzenen Satyr« ausgezeichnet. Der 1. Preis wird nicht vergeben. Zwei 2. Preise werden verliehen an Werner Rollow und Rainer Schade, der 3. Preis an Eberhard Dietzsch.
    20. Juni

    - 22. Juni

    21. Arbeiterfestspiele im Bezirk Magdeburg mit 25.000 Berufs- und Laienkünstlern, die in mehr als 700 Veranstaltungen mitwirken. Sie finden in 13 Festspielzentren statt, so in Wernigerode das »Harzer Folklorefest« und in Halberstadt das »Fest des Liedes und des Singens«. Die Ausstellung »Gestaltungsfreude, Talent und Schöpfertum« (3. Juni bis 6. Juli) präsentiert weit über 1.000 Arbeiten des künstlerischen Volksschaffens aus den vergangenen vier Jahren. Sie wird später auch in Berlin gezeigt (4. bis 21. September). Zu den zahlreichen Ausstellungen gehört auch »Grafik in den Kämpfen unserer Tage« (3. Juni bis 6. Juli). Neu ist eine Werkstatt komponierender Werktätiger. Das »Zentrum der Jugend« bietet ein vielseitiges Programm von Musik bis Sport.
    24. Juni

    - 28. Juni

    Evangelischer Kirchentag in Ost-Berlin. Da verschiedene Veranstaltungen nicht ins offizielle Programm aufgenommen werden, rufen Basisgruppen den „Kirchentag von unten“ ins Leben.
    25. Juni Erich Honecker bedankt sich in der „Jungen Welt“ für die Lederjacke, die ihm der bundesdeutsche Rocksänger Udo Lindenberg geschenkt hatte, und revanchiert sich mit einer Schalmei.
    25. Juni

    - 27. Juni

    Besuch von Erich Honecker in Schweden.
    25. Juni

    - 10. August

    Ausstellung »Wegbereiter der österreichischen Moderne« mit Werken von Klimt, Kokoschka und Schile in der Nationalgalerie Berlin.
    26. Juni

    - 28. Juni

    VIII. Kongress der URANIA in Berlin. Zum Präsidenten wird Joachim Herrmann wiedergewählt.
    26. Juni

    - 4. Juli

    1. Festtage der Chorsinfonik mit fünf Konzerten im Schauspielhaus Berlin eröffnet. Künftig sollen sie jährlich durchgeführt werden.
    29. Juni

    - 2. Juli

    DDR-Gastspiel des Staatstheaters Hannover in Karl-Marx-Stadt mit mehreren Inszenierungen.
    1. Juli Drastische Kürzung der DM-Beträge, die DDR-Bürger bei Reisen in die Bundesrepublik eintauschen dürfen, von 70 DM auf 15 DM aufgrund von Devisenmangel und gestiegenen Reisezahlen.
    1. Juli Plenartagung der Akademie der Künste der DDR wählt Manfred Wekwerth zum Präsidenten der Akademie, Robert Weimann zum 1. Vizepräsidenten und zu Vizepräsidenten Helmut Baierl, Heiner Carow, Johann Cilen?ek und Wieland Förster. Zu neuen Mitgliedern werden gewählt: Alfred Hirschmeier, Joachim John, Alexander Lang, Waldtraut Lewin, Dieter Mann, Harald Metzkes, Karl Mickel, Irmtraud Morgner, Nuria Quevedo, Werner Rackwitz, Lothar Reher, Friedrich Schenker, Annerose Schmidt, Ulrich Thein und Hans-Jürgen Wenzel.
    4. Juli Eröffnung des Bergbaumuseums in Oelsnitz, das sich mit der Geschichte des sächsischen Steinkohlenbergbaus beschäftigt. Das technische Denkmal »Karl-Liebknecht-Schacht« wird der Öffentlichkeit übergeben.
    5. Juli

    - 12. Juli

    Festwoche zum 800jährigen Bestehen Freibergs mit einer Friedensmanifestation. Der Festumzug mit 130 »Bildern« aus der Geschichte der Stadt ist der Höhepunkt der insgesamt 84 Veranstaltungen.
    10. Juli

    - 12. Juli

    Erster Katholikentag in der Geschichte der DDR in Dresden unter dem Leitsatz „Gottes Macht - Unsere Hoffnung“.
    10. Juli

    - 17. August

    Ausstellung mit Malerei, Grafik und Handzeichnungen von Gerhard Bondzin in Berlin. Die Exposition, die zuvor in Dresden (18. März bis 28. Mai) zu sehen war, gibt mit rund 350 Arbeiten einen Überblick über das Schaffen des Malers seit 1949.
    15. Juli Premiere der Oper »Elektra« von Richard Strauss an der Semperoper in Dresden (Regie: Ruth Berghaus; Sängerin: Ute Vinzing).
    17. Juli Bekanntgabe einer Amnestie aus Anlass des bevorstehenden 38. Jahrestages der DDR-Gründung am 7. Oktober, die Amnestie wird am 12. Oktober abgeschlossen. Vorschlag des Staatsrates an die Volkskammer zur Abschaffung der Todesstrafe.
    19. Juli Premiere von »Lebensabende« mit Ekkehard Schall im Theater im Palast. DDR-Erstaufführung des Stückes »Das letzte Band« von Samuel Béckett (Regie: David Leveau, Großbritannien) und des Stückes »Die Erziehung der Hirse« von Bertolt Brecht.
    19. Juli

    - 26. Oktober

    Ausstellung »Friedrich II. und die Kunst« in Potsdam-Sanssouci. Die Ausstellung zum 200. Todestag des Preußenkönigs zeigt in 23 Räumen 670 Exponate, darunter Leihgaben von 25 Museen der DDR. Die Ausstellung sehen fast 200.000 Besucher.
    13. August Demonstration von etwa 300 Menschen gegen die Mauer auf der Ostseite des Brandenburger Tors.
    14. August

    - 30. August

    »Erste Ausstellung Berliner Junger Künstler« im Ausstellungszentrum am Fernsehturm in Berlin. Es werden über 650 Werke der Malerei, Grafik, Plastik, Gebrauchsgrafik, Formund Modegestaltung sowie des Kunsthandwerks von 170 Künstlern gezeigt.
    16. August

    - 22. August

    16. Zentrales Poetenseminar der FDJ in Schwerin mit 114 Teilnehmern.
    1. September

    - 3. September

    Erstmaliges Gastspiel des Neuen Sinfonieorchesters Moskau unter der Leitung von Gennadi Roshdestwenski im Neuen Gewandhaus Leipzig bei einem Messekonzert und im Schauspielhaus Berlin.
    2. September

    - 4. September

    Olof-Palme-Friedensmarsch als „Pilgerweg“ vom KZ Ravensbrück zum KZ Sachsenhausen mit der gleichberechtigten Teilnahme der offiziellen und der inoffiziellen Friedensbewegung.
    2. September

    - 16. November

    Ausstellung »Expressionismus - die Avantgarde in Deutschland 1905 bis 1920« in der Nationalgalerie Berlin. Rund 300 Werke der Malerei, Grafik und Plastik sowie der Buch- und Plakatkunst von 44 Künstlern werden gezeigt. 13 Museen der DDR und 25 Sammlungen aus sechs Ländern stellen Leihgaben zur Verfügung. Mehr als 160.000 Besucher sehen die Schau.
    4. September

    - 12. Oktober

    Ausstellung »Theodor Rosenhauer -Malerei« mit 200 Gemälden im Berliner Marstall.
    5. September

    - 6. September

    Erste Duldung eines nicht offiziellen Demonstrationszuges von etwa 1000 Mitgliedern unabhängiger Friedensgruppen in Ost-Berlin von der Zionskirche zur Gethsemanekirche.
    10. September

    - 26. Oktober

    Ausstellung »Nuria Quevedo - Malerei, Grafik« in Rostock, die zuvor in Dresden zu sehen war (10. Juni bis 3. September).
    12. September Uraufführung des DEFA-Dokumentarfilms »Spanien im Herzen - Hans Beimler und andere« (Buch: Klaus Wischnewski; Regie: Karlheinz Mund) in Berlin anlässlich des 50. Jahrestages der Formierung der Internationalen Brigaden 1936 in Spanien.
    16. September Erstmals Teilnahme von Mitgliedern des Politbüros des ZK der SED, Hermann Axen und Kurt Hager, an einer Veranstaltung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR.
    16. September Besuch des polnischen Partei- und Staatschefs General Wojciech Jaruzelski in Ost-Berlin, Ankündigung der schrittweisen Verbesserung der Reisemöglichkeiten zwischen der DDR und Polen.
    16. September

    - 20. September

    15. Internationales Schlagerfestival in Dresden mit 24 Gruppen und Solisten aus 18 Ländern. Erste Preise erhalten Xiomara Laugart (Kuba), Remo Fernandez (Indien) und die Gruppe »Novi fosili« (Jugoslawien). Den Grand Prix erhält Lourna Pal (Philippinen).
    16. September

    - 22. September

    XI. Weltgewerkschaftskongress in Berlin. Delegierte und Gäste aus 154 Ländern nehmen teil. Grußansprache Erich Honeckers. Appell an die Werktätigen und Gewerkschaften in allen Ländern.
    16. September

    - 20. September

    14. Tage des sozialistischen Films in Berlin. Sie werden mit der Uraufführung des DEFA-Films »So viele Träume« (Buch: Wolfram Witt nach dem Tatsachenbericht »Die Hebamme« von Irma Lüning; Regie: Heiner Carow; Hauptdarsteller: Peter René Lüdicke, Dagmar Manzel, Jutta Wachowiak) eröffnet. Auf dem Programm stehen weitere sieben Filme, unter anderen »Die Allerschönste« (UdSSR), »Alles oder nichts« (CSSR), »Hilferuf« (Bulgarien), »Wie man sich bettet« (Kuba).
    18. September Johannes Rau, Kanzlerkandidat der SPD, gibt eine Vereinbarung mit der DDR über die Unterbindung des ungehinderten Zustroms von Asylbewerbern über die DDR nach West-Berlin und in die Bundesrepublik bekannt. Als Gegenleistung für diese Form der Wahlkampfhilfe zur bevorstehenden Bundestagswahl bietet die SPD im Falle eines Wahlsiegs die volle Respektierung der DDR-Staatsbürgerschaft an.
    18. September

    - 1. Oktober

    Gastspiel des Ensembles der Deutschen Staatsoper Berlin in Moskau und Alma-Ata. Die Oper »Tannhäuser« von Richard Wagner (Regie: Erhard Fischer) und Ballett-Abende mit Choreographien von George Balanchine stehen auf dem Programm.
    23. September Isaac Neumann aus den USA wird der seit 22 Jahren erste Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Ost-Berlin.
    24. September

    - 25. September

    Symposium »Funktion und Wirkung des Plakats in der sozialistischen Gesellschaft« mit etwa 130 Teilnehmern anlässlich des 20. Wettbewerb s »100 beste Plakate des Jahres« in Erfurt. Es werden die 100 besten Plakate und eine retrospektive Ausstellung gezeigt.
    25. September

    - 5. Oktober

    »Tage des Tanzes« zum 20jährigen Jubiläum des Tanztheaters der Komischen Oper Berlin.
    26. September Premiere der Reihe »Autoren en Suite«, Nr. l, mit einer Lesung Erich Köhlers »Dichtung und Gral« an der Volksbühne Berlin (Nr. 2 mit einer Lesung Heiner Müllers am 24. November 1986).
    26. September

    - 12. Oktober

    XXX. Berliner Festtage. 330 Veranstaltungen finden statt, zu denen insgesamt 207.000 Besucher kommen. 35 Ensembles und 22 Solisten aus 24 Ländern sind zu Gast, darunter Igor und Valeri Oistrach, die Wiener Volksoper, das Maly-Theater Moskau und die Jose Limón Dance Company. Zu den 10 Berliner Premieren gehören »Ein Tag länger als ein Leben« von Ulrich Plenzdorf am Maxim Gorki Theater und »Der Hauptmann von Köpenick« von Carl Zuckmayer am Berliner Ensemble.
    27. September Konferenz »Die Mark Brandenburg in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts - Staat, Wirtschaft und Kultur unter Friedrich II. von Preußen« in Potsdam mit einem Einführungsvortrag von Ingrid Mittenzwei vor 250 Fachleuten und Interessenten.
    28. September DDR-Erstaufführung des Stückes »Vor dem Ruhestand« von Thomas Bernhard (BRD) als erste Inszenierung eines Stückes des Autors in der DDR am Deutschen Theater Berlin (Regie: Michael Jurgons, Friedo Solter; Hauptdarsteller: Inge Keller, Klaus Piontek).
    30. September

    - 1. Oktober

    Autorengespräch zum Thema »Poesie und Arbeit« mit Gästen aus der CSSR, aus der Volksrepublik Polen und aus der UdSSR in Berlin. Zum Thema der Tagung referiert Erich Köhler.
    1. Oktober Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Mauno Koivisto in der DDR, Abschluss eines Abkommens über den visafreien Reiseverkehr zwischen der DDR und Finnland.
    1. Oktober »Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik« nimmt die Arbeit auf. Das Zentrum soll die zeitgenössische Musik und den Komponistennachwuchs fördern sowie das Musikleben bereichern.
    1. Oktober

    - 30. Oktober

    4. Internationale Liedertournee der FDJ durch 29 Städte der DDR. Mitwirkende sind Tamas Berki und Band (Ungarn), Jan Reimer (BRD), die Gruppe »Salsa Picante« (mit Künstlern aus Argentinien, der BRD, Chile und El Salvador), Maria Tolly (Großbritannien) sowie »Arbeiterfolk« aus Zwickau und die Gruppe »Skiffle« aus Schwerin.
    2. Oktober Eröffnung der Fährverbindung zwischen Mukran auf Rügen und dem sowjetischen Klaipeda.
    2. Oktober

    - 3. Oktober

    Besuch von Erich Honecker in Moskau, gemeinsam mit Michail Gorbatschow Einweihung eines Denkmals für den im KZ ermordeten KPD-Führer Ernst Thälmann.
    3. Oktober Wiedereröffnung des Jugendstiltheaters der Stadt Cottbus nach umfangreicher Rekonstruktion mit der Premiere der Oper »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss (Regie: Dieter Reuscher; Sänger: Carola Fischer, Hans-Martin Nau, Rose Steurich). - Hanns-Eisler-Preis an Gottfried Glöckner, Fritz Hennenberg und Reinhard Pfundt verliehen.
    4. Oktober

    - 12. Oktober

    Gewandhaus-Festtage »Junge Künstler International« in Leipzig. Musiker aus sieben Ländern geben zwölf Konzerte vor 20.000 Besuchern.
    4. Oktober

    - 5. Oktober

    750jähriges Jubiläum Jenas mit vielen Volksfesten in den verschiedenen Stadtteilen.
    5. Oktober Erstsendung des Fernsehfilms »Das wirkliche Blau« nach der gleichnamigen Erzählung von Anna Seghers (Buch: Anne Habeck; Regie: Christa Mühl; Hauptdarsteller: Henry Hübchen, Gerry Wolff, Arno Wyzniewski).
    6. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1986: I Ludwig Engelhardt, Erwin Geschonneck, Lew Kerbel, Heiner Müller, Helmut Schellhardt, Peter Schreier, Kollektiv des Fernsehfilms »Ernst Thälmann« (Otto Bonhoff, Ursula Bonhoff, Hans-Jürgen Faschina, Georg Schiemann, Erich Selbmann), Kollektiv des Festprogramms zum 40. Jahrestag des Vereinigungsparteitages und anlässlich des Abschlusses des XI. Parteitages der SED (Hans-Jochen Genzel, Friedrich Krell, Hans-Diether Meves, Christine Stromberg, Wilfried Werz); II Gerhard Bosse, Roland Gräf, Christian Grashof, Rudolf Grüttner, Herbert Köfer, Reinhard Lakomy, Rolf Reuter, Theodor Rosenhauer, Kollektiv »Bach-Händel-Schütz-Ehrung« (Bernd Baselt, Hans-Joachim Schulze, Wolfram Steude), Kollektiv der Baudirektion Hauptstadt Berlin (Ehrhardt Gißke, Hartmut Klug, Albrecht Schaffrath, Eugen Schröter, Helmut Stingl), Kollektiv »Marx-Engels-Forum« (Norbert Blum, Arno Fischer, Peter Flierl, Hans Gutheil, Margret Middell, Friedrich Nostitz, Solweig Steller, Werner Stötzer, Peter Voigt), Kollektiv von Künstlern des Fernsehfilms »Ernst Thälmann« (Dieter Adam, Werner Bergemann, Peter Krause, Lothar Kühn, Jürgen Lenz, Karl Ernst Sasse, Lothar Stäglich), Kollektiv von Schauspielern des Fernsehfilms »Ernst Thälmann« (Günther Grabbert, Janina Hartwig, Christine Schorn, Peter Sodann, Peer-Uwe Teska, Arno Wyzniewski); III Eva-Maria Bundschuh, Reiner Goldberg, Friedrich Goldmann, Heinz Knobloch, Hildegard Maria Rauchfuß, Arno Rink, Falk von Wangelin, Gert Wunderlich. - Kunstpreis der DDR verliehen an zwei Schauspielerkollektive des Fernsehfilms »Ernst Thälmann«: Christian Ballhaus, Werner Godemann, Stefan Lisewski, Wilfried Pucher, Erik Veldre, Hanns-Jörn Weber sowie Fritz Bornemann, Werner Dissel, Heinz-Dieter Knaup, Günter Wolf.
    6. Oktober

    - 10. Oktober

    XIII. Konferenz der Kulturminister sozialistischer Länder in Warschau.
    9. Oktober Festveranstaltung zum 100jährigen Bestehen des Landestheaters Halle. Anlässlich des Jubiläums Premiere des Dramas »Wallenstein« von Friedrich Schiller (Regie: Peter Sodann). Ausstellung »Theater des Friedens« (Eröffnung am 8. Oktober).
    12. Oktober Interview Erich Honeckers mit belgischen Journalisten u. a. zur Haltung der DDR zu den Entwicklung in der Sowjetunion: die Reformpolitik Michail Gorbatschows könne kein Modell für die DDR sein, da diese eine eigenständige Reformpolitik betrieben habe und betreiben werde.
    12. Oktober Matinee »In memoriam Wolfgang Langhoff« anlässlich seines 85. Geburtstages am Deutschen Theater Berlin. Ausstellung zum Wirken des Schauspielers und Regisseurs.
    13. Oktober

    - 14. Oktober

    Außerordentliche Sitzung der Staatschefs der RGW-Länder in Moskau. Willi Stoph lehnt für die DDR die sowjetischen und ungarischen Reformbestrebungen ab.
    13. Oktober

    - 15. Oktober

    Besuch Erich Honeckers in Belgien.
    13. Oktober

    - 16. Oktober

    9.Nationales Festival Dokumentar- und Kurzfilm für Kino und Fernsehen in Neubrandenburg. 60 Filme werden gezeigt, unter anderen »Jungs, wir leben noch« (Buch und Regie: Karl Heinz Lotz), »Die Küche« (Buch und Regie: Jürgen Böttcher), »Katrin« (Buch und Regie: Joachim Tschirner), »Eine Schlossgeschichte« (Buch und Regie: Peter Rocha). Mehr als 6 700 Besucher sehen die Filme.
    14. Oktober

    - 16. Oktober

    Wissenschaftliche Konferenz zur Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) und zu den Perspektiven der Marx-Engels-Forschung in Berlin. Zu den Teilnehmern gehören eine Delegation des Instituts für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU, dem Mitherausgeber der MEGA, sowie Gäste aus der BRD, aus der CSSR, aus Dänemark, aus der Volksrepublik Polen und aus der Ungarischen Volksrepublik.
    15. Oktober Uraufführung der Komposition »Deutschland anno 1945 - vier Gesänge nach Ricarda Huch« von Hansjürgen Schmidt in Jena.
    15. Oktober

    - 20. Oktober

    Retrospektive von Filmen mit Erwin Geschonneck im Centre Pompidou in Paris. Zum Auftakt zeigt das DDR-Kulturzentrum den Film »Jakob, der Lügner« mit anschließendem Gespräch mit dem Künstler.
    17. Oktober Vereinbarung über Zusammenarbeit der Panhellenischen Kulturbewegung Griechenlands (PPK) und des Kulturbundes der DDR unterzeichnet.
    17. Oktober

    - 24. Oktober

    Tage der Kultur der DDR in der Volksrepublik Polen. Ausstellung »Werke der zeitgenössischen Kunst der DDR« in Warschau. Auf dem Programm sind unter anderem ein Konzert der Dresdner Philharmonie und eine Gala der Unterhaltungskunst. Das Ballett der Deutschen Staatsoper Berlin, die Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt sowie Annerose Schmidt, Siegfried Stöckigt, Waltraud Wächter gehören zu den teilnehmenden Ensembles und Solisten. Mehr als 3.000 Künstler treten in über 1.000 Veranstaltungen in Warschau und in 16 Wojewodschaften auf.
    18. Oktober

    - 28. Oktober

    Reise von Erich Honecker nach Nordkorea, in die Mongolei und nach China; Unterzeichnung eines Abkommens der langfristigen wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen der DDR und China mit einer Laufzeit von 15 Jahren.
    20. Oktober Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste der DDR, der alljährlich herausragende Leistungen auf dem Gebiet sozialistischer darstellender Kunst würdigen soll, erstmals verliehen. Preisträger sind Walter Heynowski und Gerhard Scheumann.
    20. Oktober

    - 25. Oktober

    I. Nationaler Klavierwettbewerb »Franz Liszt« für Jugend und Studenten in Weimar. Der Wettbewerb ist Teil der Franz-Liszt-Ehrung der Klassikerstadt anlässlich seines 175. Geburtstages und wird künftig alle zwei Jahre stattfinden.
    21. Oktober Gastspiel des Berliner Ensembles in Kanada, unter anderem mit der Aufführung »Dreigroschenoper« in Toronto. Gleichzeitig findet ein internationales Kolloquium »Brecht, 30 Jahre später« an der Universität Toronto statt.
    22. Oktober Gründung des Instituts für Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts, einer Einrichtung der Akademie der Künste der DDR, in Leipzig. Das Institut vereint die Arbeit zweier Forschungseinrichtungen, der Leipziger Abteilung Geschichte der sozialistischen Literatur und der Berliner Nationalen Forschungsund Gedenkstätte für Literatur des 20. Jahrhunderts.
    22. Oktober Kunstpreis des FDGB an das Gestalterkollektiv des Festprogramms zum XI. Weltgewerkschaftskongress verliehen: Kordula Günther, Jürgen Hagen, Detlef Elken Kruber, Rolf Lukowsky, Emil Neupauer, Margot Schäfer, Hans Sparschuh, Holger Thal, Udo Wandtke, Karl-Heinz Wenzel.
    24. Oktober Wissenschaftlich-methodische Konferenz des marxistisch-leninistischen Grundlagenstudiums in der Humboldt-Universität zu Berlin. Es referiert Kurt Hager (Marxismus-Leninismus und Gegenwart).
    24. Oktober Tage des sowjetischen Buches 1986 in Gera eröffnet. 3 000 Veranstaltungen finden statt.
    24. Oktober

    - 30. Oktober

    XV. Festival des sowjetischen Films in der DDR unter anderen mit »Schlacht um Moskau« (1. Teil: »Die Aggression«), »Tag des Zorns«, »Bleib, Zauber, bleibe«, »Winterkirschen«, »Und da kam Bumbo«. Das Fernsehen zeigt den zweiteiligen Film »Unter fremdem Namen«.
    30. Oktober Konzert für Orchester »Windsbraut« (zweite Fassung) von Siegfried Matthus in Leipzig unter Leitung von Kurt Masur aufgeführt (Uraufführung im Juni 1986 in München, ebenfalls unter Leitung von Kurt Masur).
    30. Oktober In der Veranstaltungsreihe »Akademie international« stellt die BRD-Regisseurin Margarethe von Trotta ihren Film »Rosa Luxemburg« vor.
    30. Oktober Protokoll zur weiteren Entwicklung der kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der DDR und der Sozialistischen Republik Rumänien in Berlin unterzeichnet.
    30. Oktober

    - 30. November

    Ausstellung »Positionen - Malerei aus der Bundesrepublik Deutschland« in Berlin mit 85 Werken von elf Künstlern. Anschließend wird die Exposition in Dresden gezeigt (5. Dezember 1986 bis Januar 1987).
    31. Oktober Johannes-R.-Becher-Preis an Gisela Herrmann verliehen.
    1. November Zulassung der Einfuhr von Fachzeitschriften, Kalendern, Briefmarken, Schallplatten und verschiedenen Arzneimitteln aus der BRD in die DDR.
    1. November Wiedereröffnung des Dresdner Schauspielhauses nach umfangreicher Rekonstruktion mit der Premiere des Lustspiels »Minna von Barnhelm« von Gotthold Ephraim Lessing (Regie: Horst Schönemann; Hauptdarsteller: Regina Jeske, Hanns-Jörn Weber).
    1. November DDR-Erstaufführung der Oper »Die englische Katze« von Hans Werner Henze in Rostock (Regie: Mathias Pohl).
    6. November Uraufführung des DEFA-Dokumentarfilms »Im Jahr 1932 - Der rote Kandidat« (Buch: Jochen Niebelschütz, Kurt Tetzlaff; Regie: Kurt Tetzlaff) zum Thälmann-Jahr in Berlin.
    7. November

    - 8. November

    Veranstaltung »Spanien 1936-1939. Dokumente und Erinnerungen« in der Akademie der Künste der DDR zu Berlin. Auf dem Programm stehen neun historische Wochenschauen und sechs Dokumentarfilme aus sechs Ländern.
    8. November Ehrung von Peter Weiss anlässlich seines 70. Geburtstages mit einer Lesung aus seinem Roman »Die Ästhetik des Widerstands« durch das Volkstheater Rostock.
    8. November Gastspiel der Volksbühne Berlin in der Syrischen Arabischen Republik, unter anderem mit der Komödie »Der eingebildete Kranke« von Moliére (Regie: Horst Bonnet), mit der sich das Ensemble am Theaterfestival in Damaskus beteiligt.
    9. November

    - 14. November

    Tage der japanischen Kultur im Bezirk Rostock mit 17 Veranstaltungen, unter anderem der Ausstellung »Japanische Pastellzeichnungen« des Malers Tadaomi Okada und dem Friedensforum »Hiroshima und Nagasaki mahnen«. Zuvor haben Tage der japanischen Kultur in Berlin, Dresden, Leipzig und Magdeburg stattgefunden.
    10. November

    - 11. November

    Besuch des US-amerikanischen Vizeaußenministers John Whitehead in Ost-Berlin und Gespräche mit Erich Honecker über eine Verbesserung und Intensivierung der gegenseitigen Beziehungen; Whitehead fordert die Lösung vermögensrechtlicher Ansprüche der USA und der Jüdischen Gemeinde an die DDR.
    10. November

    - 13. November

    Anlässlich des 100. Geburtstages von Mary Wigman finden in Dresden drei Tanzabende des Ballettensembles der Staatsoper Dresden und ein Forum zum Thema »Mary Wigman in Dresden« statt.
    12. November Vereinbarung zwischen der DDR und der Bundesrepublik über die Rückführung von kriegsbedingt verlagertem Archivgut.
    12. November

    - 16. Januar

    Ausstellung »Menschenbilder -Kunst aus der DDR« in Bonn. Sie umfasst 140 Werke der Malerei, Plastik sowie Zeichnungen und Grafiken von 14 namhaften Künstlern der DDR aus den vergangenen vier Jahrzehnten.
    13. November

    - 17. November

    1. Tage des argentinischen Films in der DDR. Zur Aufführung kommen in Berlin und Jena unter anderen »Camila - Das Mädchen und der Priester«, »Die offizielle Geschichte« (Oscar-Preis 1986) und »Die Kinder des Krieges«.
    15. November Wiedereröffnung der Deutschen Staatsoper in Ost- Berlin nach eingehender Renovierung.
    15. November Wiedereröffnung der Deutschen Staatsoper Berlin nach umfangreicher Rekonstruktion mit der festlichen Premiere der romantischen Oper »Euryanthe« von Carl Maria von Weber (Regie: Christian Pöppelreiter; Sänger: Eberhard Büchner, Jürgen Freier, Magdálena Hajossyová, Hanna Lisovska, Siegfried Vogel). Diese Premiere ist der Auftakt der Carl-Maria-von-Weber-Tage der DDR.
    15. November Weber-Nachlass vom Urenkel des Komponisten, Hans-Jürgen Carl Maria Freiherr von Weber, an die Deutsche Staatsbibliothek in Berlin übergeben.
    15. November

    - 22. November

    Carl-Maria-von-Weber-Tage der DDR anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten mit Opernaufführungen, Konzerten, Ausstellungen sowie einer wissenschaftlichen Konferenz. Das Festkonzert gestaltet die Staatskapelle Dresden in der Semperoper (17. November).
    17. November

    - 3. Dezember

    Gastspiel des Schauspielensembles der Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt in der BRD beginnt in Hannover mit dem Stück »Bruder Eichmann« von Heinar Kipphardt (Regie: Hartwig Albiro). Das Ensemble tritt danach im Rahmen der Theatertage der DKP in verschiedenen Städten auf und beendet die Tournee in Mannheim mit der Aufführung von Anton Tschechows »Drei Schwestern« (Regie: Irmgard Lange).
    20. November

    - 21. November

    Tagung des ZK der SED, Erich Honecker erklärt, im Falle einer Einigung über die Abrüstung von Mittelstreckenraketen könnte auch das „Teufelszeug“ der taktischen Raketen vom Boden der DDR entfernt werden.
    20. November Uraufführung der DEFA-Komödie »Fahrschule« (Buch: Bernd Schirmer; Regie: Bernhard Stephan; Hauptdarsteller: Jörg Gudzuhn, Daniela Hoffmann, Otto Mellies, Jaecki Schwarz, Steffie Spira, Simone von Zglinicki) in Berlin.
    21. November

    - 27. November

    XXIX. Internationale Leipziger Dokumentar-und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen. 224 Filme und Video-Beiträge aus 53 Ländern, Westberlin, dem ANC, dem Komitee Antifaschistisches Chile, der PLO und der UNO sowie der UNESCO stehen auf dem Programm. Die 25. Retrospektive steht unter dem Motto »Spanien 1936-1939« und ist Filmen zur Verteidigung der Republik gegen den Faschismus gewidmet. »Goldene Tauben« erhalten der Dokumentarfilm »Die Kinder von Fustat« (Finnland), »Joe Polowsky - ein amerikanischer Träumer« (Westberlin) und der Animationsfilm »Break« (UdSSR).
    23. November Ehrung Heinrich von Kleists anlässlich seines 175. Todestages bei einer Sonntagsmatinee »Dichter in Preußen« des Deutschen Theaters Berlin.
    24. November

    - 26. November

    10. Kongress des Schriftstellerverbandes der DDR in Ost-Berlin. Hermann Kant als Vorsitzender und Stephan Hermlin bedauern öffentlich den Fortgang zahlreicher wichtiger Autoren aus der DDR.
    25. November Durchsuchung der Umweltbibliothek, eines Zentrums der Friedens-, Ökologie- und Menschenrechtsgruppen, in der Ost-Berliner Zionskirche, Beschlagnahme einer Vervielfältigungsmaschine und zahlreiche Verhaftungen; nach der Entstehung einer Solidaritätsbewegung wird die Zionskirche baupolizeilich geschlossen.
    26. November Konferenz »Aufgaben der Denkmalpflege nach dem XL Parteitag der SED« des Ministeriums für Kultur mit 200 Denkmalpflegern, Baufachleuten, Architekten sowie Vertretern örtlicher Staatsorgane aus Bezirken und Kreisen. Zum Thema der Tagung referiert Hans-Joachim Hoffmann.
    26. November Wahlversammlung des Börsenvereins der Buchhändler. Jürgen Grüner wird in seinem Amt als Vorsteher des Börsenvereins bestätigt.
    28. November

    - 30. November

    1. Fest der Tanzmusik der DDR in Gera. 350 Musiker, Sänger und Techniker von 35 der besten Berufsformationen geben einen Überblick über den gegenwärtigen Leistungsstand der DDR-Tanzmusik.
    30. November DDR-Filmtage in Syrien mit der Aufführung des DEFA-Spielfilms »Das Haus am Fluss« in Damaskus eröffnet. Zum Filmangebot gehören auch »Anton, der Zauberer« und »Die Beunruhigung« sowie 3 Kinderfilme.
    2. Dezember

    - 15. Februar

    Ausstellung »Gerhard Altenbourg -Zeichnungen und Grafik« im Dresdner Albertinum zum 60. Geburtstag des Künstlers. Mehr als 120 farbige Blätter, Zeichnungen und Grafiken sind ausgestellt.
    3. Dezember

    - 14. Dezember

    Gastspiel des Deutschen Theaters in Moskau und Leningrad. Gezeigt werden »Dantons Tod« von Georg Büchner (Regie: Alexander Lang) und »Egmont« von Johann Wolfgang Goethe (Regie: Friedo Solter).
    4. Dezember Uraufführung des DEFA-Films »Der Traum vom Elch« frei nach dem gleichnamigen Roman von Herbert Otto (Buch: Christa Müller; Regie: Siegfried Kühn; Hauptdarsteller: Marie Gruber, Detlef Heintze, Katrin Saß, Christian Steyer) in Berlin.
    4. Dezember Tag der Solidarität mit Nikaragua vom Berliner Ensemble veranstaltet. Es werden das Gegenwartsstück »Außerhalb von Schuld« von Uwe Saeger, »Blaue Pferde auf rotem Gras« von Michail Schatrow und ein Gastspiel des Rostocker Volkstheaters mit Claus Hammels »Dies Land - und ein anderes« (Uraufführung in Rostock, 9. Juli 1986) aufgeführt.
    4. Dezember Vereinbarung über kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit für die Jahre 1987-1989 zwischen der DDR und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland in Berlin unterzeichnet.
    4. Dezember

    - 1. März

    Ausstellung »Charlotte E. Pauly zum 100. Geburtstag« im Alten Museum Berlin.
    6. Dezember Wiedereröffnung des Bauhauses in Dessau nach umfangreicher Rekonstruktion anlässlich des 60. Jahrestages seiner Gründung mit einer Festveranstaltung des Ministerrates der DDR. Das Bauhaus wird als Bildungs-, Forschungs- und Experimentierstätte für Architekten, Städteplaner, Formgestalter und bildende Künstler der DDR übergeben.
    6. Dezember Premiere der Tragödie »Romeo und Julia« von William Shakespeare als erstes Stück eines Shakespeare-Projektes in Schwerin (Regie: Christoph Schroth; Hauptdarsteller: Nadja Engel, Götz Schulte).
    7. Dezember Erstsendung des Antikriegsstückes »Draußen vor der Tür« von Wolfgang Borchert im Fernsehen der DDR (Koproduktion Finnland/DDR, Buch und Regie: Fritz Bornemann).
    10. Dezember

    - 15. Februar

    Ausstellung »Gustav Seitz - Plastik und Grafik« in Berlin. Es ist die erste umfassende Schau zum Werk des Künstlers und umfasst etwa 80 plastische Arbeiten sowie mehr als 120 Zeichnungen und grafische Blätter.
    10. Dezember

    - 12. Dezember

    Konferenz des Ministeriums für Kultur in Dresden. Zu den etwa 500 Teilnehmern des Erfahrungsaustausches gehören Mitglieder der Räte für Kultur der Bezirke, Kreise, Städte und Stadtbezirke. Es referiert Hans-Joachim Hoffmann zu qualitativ neuen Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten der sozialistischen Kultur in der DDR.
    11. Dezember Tagung der Parteichefs der Staaten des Warschauer Vertrags, Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Sowjetunion, der DDR und der Tschechoslowakei über die Regelung der im INF-Vertrag vorgesehenen Inspektionen.
    12. Dezember Uraufführung des Schauspiels »Siegfried - Frauenprotokolle - Deutscher Furor« von Volker Braun in Weimar (Regie: Peter Kleinert, Peter Schroth; Hauptdarsteller: Detlef Heintze, Bernd Lange, Martina Schumann, Karin Schroth).
    12. Dezember Premiere der Opera buffa »Die Hochzeit des Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart an der Komischen Oper Berlin (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Gertrud Ottenthal, Dagmar Schellenberger, Roger Smeets, Bernd Unger).
    12. Dezember

    - 13. Dezember

    Wissenschaftlich-propagandistische Konferenz zum Thema »Johannes R. Becher und der Kulturbund - 1949 bis 1954« des Kulturbundes der DDR und des Zentralen Arbeitskreises »Johannes R. Becher« mit über 300 Teilnehmern sowie Gästen aus der Volksrepublik Bulgarien und der UdSSR in Berlin.
    15. Dezember Heinrich-Heine-Preis an Landolf Scherzer verliehen.
    15. Dezember

    - 19. Dezember

    UNESCO-Symposium »Kulturschaffende und Künstler im Dienste des Friedens« in Potsdam mit Kulturschaffenden und Künstlern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. »Brief aus Potsdam« an die Kulturschaffenden in aller Welt beschlossen.
    16. Dezember Vorschlag von Erich Honecker an Bundeskanzler Helmut Kohl zur Begrenzung der Anzahl von nuklearen Kurzstreckenraketen in Europa bis zum Zeitpunkt ihrer Vernichtung.
    17. Dezember Ausstellung mit Werken Werner Tübkes in Moskau eröffnet. Mehr als 300 Arbeiten der letzten 30 Jahre werden gezeigt.
    18. Dezember Beschluss der Volkskammer über die Abschaffung der Todesstrafe.
    27. Dezember Aufführung des DEFA-Lustspielfilms »Wie die Alten sungen ...« mit Szenen und Figuren des DEFA-Films »Ach, du fröhliche ...« von 1962 (Regie: Günter Reisch; Hauptdarsteller: Erwin Geschonneck, Andrea Lüdke, Karin Schröder, Marianne Wünscher, Arno Wyzniewski) in der Akademie der Künste der DDR zu Berlin zum 80. Geburtstag von Erwin Geschonneck.