Chronik der DDR 1987

    Aus DDR-Lexikon

    1. Januar Festliches Konzert zur Eröffnung der 750-Jahr-Feier Berlins im Schauspielhaus Berlin. Es spielt die Staatskapelle Berlin unter Leitung der Dirigenten Claus Peter Flor, Heinz Fricke, Rolf Reuter, Heinz Rogner und Kurt Sanderling. Es singen der Chor der Deutschen Staatsoper Berlin und die Solisten Magdálena Hajossyová, Peter Schreier, Margot Stejskal, Ute Trekel-Burckhardt, Siegfried Vogel und Gerd Wolf.
    1. Januar Gerhard Klauß wird zum neuen Generaldirektor des Staatszirkus der DDR berufen.
    4. Januar Erstsendung des Fernsehfilms »Ciaire Berolina« über die Sängerin Ciaire Waldoff (Buch: Hans-Albert Pederzani; Regie: Klaus Gendries; Hauptdarsteller: Heinz Behling, Lubomir Bryg, Dorit Gabler, Fritz Hille, Zuzana Kocurikova, Maria Malle).
    9. Januar Wiedereröffnung des Bodemuseums nach umfänglicher baulicher Erneuerung mit der Ausstellung »Das weltliche Ereignisbild in Berlin und Brandenburg-Preußen im 18. Jahrhundert«. Die neu gestaltete ständige Ausstellung der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung ist wieder zu sehen.
    10. Januar Premiere der Oper »Boris Godunow« in einer Inszenierung von Harry Kupfer mit dem Ensemble der niederländischen Oper in Amsterdam. (Die Titelpartie singt Robert Lloyd, den Zarensohn Jochen Kowalski von der Komischen Oper Berlin. Dirigent: Hartmut Haenchen aus der DDR. Bühnenbild, Kostüme und Requisiten werden von der Komischen Oper Berlin übernommen.) Im Anschluss gibt die Komische Oper Berlin ein Gastspiel in Amsterdam (11. bis 17. Januar) mit der zeitgenössischen Oper »Lear« von Aribert Reimann und der Händel-Oper »Giustino« (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Jochen Kowalski, Dagmar Schellenberger).
    10. Januar

    - 15. Februar

    Ausstellung »Wirklichkeit und Bildhauerzeichnung« in Dresden mit mehr als 200 Werkskizzen, Naturstudien und freien Kompositionen von etwa 100 Künstlern der DDR, darunter Werke von Fritz Cremer, Wieland Förster, Helmut Heinze, Carin Kreuzberg, Werner Stötzer und Jürgen von Woyski.
    11. Januar Liederabend des spanischen Tenors Jose Carreras, am Flügel begleitet von Vincenco Scalera, in der Komischen Oper Berlin.
    13. Januar Übergabe von 33 wertvollen Zeichnungen alter Meister des 15. und 16. Jahrhunderts durch die Regierung der DDR an die Niederlande. Diese Zeichnungen wurden während der faschistischen Okkupation der Niederlande entführt und in der DDR wiederaufgefunden.
    14. Januar

    - 8. Februar

    Ausstellung »Heidrun Hegewald - Malerei, Grafik und Handzeichnungen« im Ausstellungszentrum am Berliner Fernsehturm mit etwa 100 Werken. Sie gibt den bisher umfassendsten Einblick in das Schaffen der Künstlerin.
    15. Januar Uraufführung des Dokumentarfilms »Es begann in Berlin«, über das Berlin des 20. Jahrhunderts, in Berlin (Buch: Helmut Baierl, Karin Freiberg; Regie: Joachim Hellwig).
    15. Januar

    - 17. Januar

    Aktion »Rock für den Frieden« im Palast der Republik in Berlin mit 65 Gruppen und Solisten. Die diesjährige Aktion steht besonders im Zeichen des Kampfes gegen die rassistische Unterdrückungspolitik Südafrikas. Das Auftaktkonzert »Künstler gegen Apartheid« vereint Interpreten des In- und Auslandes. Über 20.000 Gäste erleben die Veranstaltungen.
    16. Januar Uraufführung des poetischen Stückes »Ein Flug über die Anden« des chilenischen Autors Victor Contreras Tapia an der Berliner Volksbühne (Regie: Victor Contreras Tapia; Hauptdarsteller: Günter Junghans, Bernd Schramm). Die chilenische Gruppe Inti Illimani bereichert die Inszenierung mit musikalischen Auftritten.
    21. Januar

    - 23. Januar

    Gastspiel des griechischen Delphi-Festival-Thea-ters am Berliner Ensemble mit der Tragödie von Euripides »Die Bakchen« (Regie: Theodoros Terzopoulos; Hauptdarsteller: Sophia Michopoulou, Akis Sakellariou, Dimitrios Siakaras, Kalliopi Tachtsoglou).
    24. Januar

    - 1. Februar

    1. Nationales Theaterfestival der DDR in Berlin. 24 Schauspielinszenierungen, 15 Opern- beziehungsweise Ballett- und Pantomime-Aufführungen, 4 Kabarett- und 3 Puppenspielvorstellungen stehen auf dem Programm. Das Festival findet künftig alle zwei Jahre statt.
    25. Januar Ausstellung mit Plastiken und Handzeichnungen des Bildhauers Jürgen Weber aus Braunschweig (BRD) im Berliner Marstall beendet.
    26. Januar

    - 28. Januar

    Tage der jiddischen Kultur unter dem Motto »Das Lied ist geblieben ... - Versuch einer Annäherung an die ostjüdische Kultur« im »Theater unterm Dach« des Kulturhauses Ernst-Thälmann-Park Berlin. Andrej Jendrusch, Peter Kelm und Jürgen Rennert lesen aus Werken zeitgenössischer sowjetjiddischer Autoren, Margit Falk und Jalda Rebling singen jiddische Lieder, in ihrer »Stunde mit jüdischen Märchen« geben Johanna Arndt und Ernst Meinke Einblick in jüdische Sitten, Bräuche und Mentalität. Die Tage der jiddischen Kultur werden künftig jährlich durchgeführt.
    2. Februar Schausteller-Konferenz des Ministeriums für Kultur in Karl-Marx-Stadt. Im Mittelpunkt steht die Perspektive des Schaustellergewerbes und die niveauvolle Gestaltung der mehr als 5 200 jährlich in der DDR stattfindenden Volks-, Heimat- und Traditionsfeste.
    4. Februar

    - 6. Februar

    Internationales Historikertreffen aus Anlass der 750-Jahr-Feier Berlins im Roten Rathaus. Etwa 600 Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, darunter Gäste aus 14 Ländern, sowie Vertreter der gesellschaftlichen Praxis diskutieren neue Forschungsergebnisse zur Geschichte der Stadt.
    5. Februar

    - 8. März

    Ausstellung »Karigrafie '87« im Ausstellungszentrum am Berliner Fernsehturm mit 510 Arbeiten von 87 Künstlern der DDR.
    7. Februar

    - 13. Februar

    5. Nationales Festival für Kinderfilme der DDR »Goldener Spatz« in Gera. Es werden 54 Beiträge, darunter 24 Animations-, 18 Dokumentär- und 12 Spielfilme beziehungsweise Fernsehfilme gezeigt. Das Festival wird mit der Uraufführung des DEFA-Films »Das Schulgespenst« (Buch: Peter Abraham; Regie: Rolf Losansky; Hauptdarsteller: Barbara Dittus, Nicole Lichtenheldt, Rolf Ludwig, Dietmar Richter-Reineck, Ricardo Roth) eröffnet. Den Preis »Goldener Spatz« erhalten der Spielfilm »Jan auf der Zille« (Buch: Peter Abraham; Szenarium: Helmut Dziuba, Hans-Albert Pederzani; Regie: Helmut Dziuba; Hauptdarsteller: Helene Anders, Hermann Beyer, Volkmar Kleinert, Hartmut Pohl, Peter Scholz, Peter Sodann, Siegfried Voß), der Dokumentarfilm »Chile - tausend Träume, tausend Tränen weit« (Buch: Ernst Cantzler, Fernando Gallardo, Eberhard Kube; Regie: Ernst Cantzler) und der Animationsfilm »Das gestohlene Gesicht« (Buch und Regie: Lothar Barke).
    12. Februar

    - 13. Februar

    Kongress des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR in Berlin. Es referiert Wolfgang Lesser (Für ein reiches und vielseitiges Musikleben im ganzen Land). Zur Diskussion stehen »Positionen und Überlegungen zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Musikkultur der DDR«. Wolfgang Lesser wird zum Präsidenten, Peter Spahn zum Sekretär, Ernst-Hermann Meyer zum Ehrenpräsidenten wiedergewählt.
    13. Februar

    - 22. Februar

    XI. Musik-Biennale Berlin mit etwa 230 Werken von Komponisten aus 28 Ländern. Im Mittelpunkt stehen Werke zur 750-Jahr-Feier Berlins sowie zum 25. Todestag Hanns Eislers. Es finden 35 Uraufführungen statt. Interpreten aus 18 Ländern treten in 50 Veranstaltungen auf.
    14. Februar

    - 16. Februar

    Internationales Forum für den Frieden unter dem Motto »Für eine kernwaffenfreie Welt, für das Überleben der Menschheit« in Moskau mit mehr als 1300 Persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens aus 80 Ländern. An den Beratungen der Kunst- und Kulturschaffenden nehmen aus der DDR Hermann Kant, Stephan Hermlin und Hans-Peter Minetti teil.
    15. Februar Erstsendung des Fernsehfilms »Der unbekannte Großvater« nach der gleichnamigen Erzählung von Günter Görlich (Buch und Regie: Gunter Friedrich; Hauptdarsteller: Kurt Böwe, Karin Düwel, Elsa Grube-Deister, Volkmar Kleinert, Sebastian Strohbach).
    15. Februar

    - 22. Februar

    17. Festival des politischen Liedes in Berlin. 50 Gruppen und Solisten aus 28 Ländern und Westberlin, darunter Abdulla Ibrahim vom ANC, Illapu (Chile), Dietrich Kittner und Günter Wallraff (beide BRD), Gisela May (DDR) und Mercedes Sosa (Argentinien), treten in 40 Veranstaltungen auf. Zum Festival gehören unter anderem das gegen SDI gerichtete Programm »Sternenfrieden« und erstmals ein Schichtarbeiter-Konzert. Das Festival hat 65.000 Besucher. Ein Teil der Künstler geht anschließend auf DDR-Tournee.
    19. Februar

    - 24. Februar

    Gastspiel der Martha Graham Dance Company aus den USA im Metropol-Theater und in der Komischen Oper Berlin mit Choreographien aus acht Jahrzehnten.
    20. Februar Eröffnung eines Designzentrums in Berlin mit der Ausstellung »Produktdesign im Dialog«. Dem Zentrum stehen eine Fachbibliothek und eine Fotothek zur Verfügung, eine Designsammlung aus Gegenwart und Vergangenheit wird aufgebaut.
    25. Februar Generalversammlung des P.E.N.-Zentrums DDR in Berlin. Heinz Kamnitzer spricht zum Thema »Die Literatur wird durchforscht werden«. Er wird zum Präsidenten wiedergewählt.
    26. Februar Gründung des Instituts für Darstellende Kunst der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der DDR für deutsche Kunst und Literatur des 20. Jahrhunderts bei der Akademie der Künste der DDR in Berlin. Als Direktor wird Ludwig Hoffmann berufen.
    2. März Literaturpreis des DFD an Gisela Steineckert verliehen.
    2. März

    - 4. März

    Gastspiel von Udo Jürgens mit seinem Programm »Deinetwegen« im Friedrichstadtpalast Berlin.
    3. März Zum neuen Generalintendanten des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin wird Alfred Nicolaus berufen.
    5. März

    - 12. April

    Ausstellung mit Druckgrafiken von Käthe Kollwitz im Marstall Berlin. Sie ist dem 12O.Geburtstag der Künstlerin gewidmet und enthält 150 Blätter.
    6. März Uraufführung des dritten Teils des Stückes »Wolokolamsker Chaussee« von Heiner Müller im Potsdamer Hans-Otto-Theater. »Das Duell« entstand nach Motiven von Anna Seghers (Regie: Bernd Weißig; Hauptdarsteller: Eckhard Becker, Bernhard Geffke, Hans-Jochen Röhrig, Christian Steyer, Eva Weißenborn).
    7. März DDR-Erstaufführung des Stückes »Warten auf Godot« von Samuel Béckett im Staatsschauspiel Dresden (Regie: Wolfgang Engel; Hauptdarsteller: Lars Jung, Peter Kube, Roland May, Peter Nagatis).
    7. März

    - 12. März

    Festwoche zum 775jährigen Bestehen des Leipziger Thomanerchores in Leipzig mit Konzerten, einem wissenschaftlichen Symposium und einer Ausstellung. Die Schallplattenfirma ETERNA ediert eine »Klingende Geschichte« mit historischen Aufnahmen aus dem 20. Jahrhundert.
    9. März

    - 12. März

    Gastspiel des Rock-Sängers Peter Maffay (BRD) in der Werner-Seelenbinder-Halle Berlin mit sechs Konzerten, die insgesamt 36.000 Zuschauer besuchen.
    13. März Eröffnung der Ausstellung »Matthäus Daniel Pöppelmann - Ein Architekt des Barock« im Dresdner Albertinum mit 500 Exponaten aus der sächsischen Kultur- und Kunstgeschichte.
    20. März

    - 21. März

    XI. Bundeskongress der Domowina in Cottbus. Jurij Grós wird erneut zum 1. Sekretär gewählt.
    21. März »Tag der Künste« in Berlin mit etwa 120 Veranstaltungen, darunter Film- und Theateraufführungen, Begegnungen mit Künstlern und Gesprächen über Kunstwerke. 80000 Gäste besuchen die Veranstaltungen. Der »Tag der Künste« soll künftig jährlich als künstlerische Leistungsschau begangen werden.
    21. März DDR-Premiere des Films »Johann Strauß - der ungekrönte König«, einer Koproduktion der Johann-Strauß-Film GmbH und der DEFA, im Berliner Filmtheater Kosmos (Regie: Franz Antel; Hauptdarsteller: Mary Crosby, Karin Dor, Rolf Hoppe, Volkmar Kleinert, Dagmar Koller, Audrey Landers, Oliver Tobias).
    24. März

    - 18. April

    Die Deutsche Staatsoper Berlin gastiert mit den Inszenierungen »Die Hochzeit des Figaro«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Die Meistersinger von Nürnberg« und »Salome« in den japanischen Städten Tokio, Yokohama, Osaka und Nagoya (musikalische Leitung: Siegfried Kurz, Otmar Suitner). In 15 Vorstellungen spielt das Ensemble vor 40.000 Zuschauern.
    26. März Uraufführung des DEFA-Films »Vernehmung der Zeugen« nach der gleichnamigen Kriminalerzählung von Inge Meyer (Buch: Manfred Richter, Günther Scholz; Regie: Günther Scholz; Hauptdarsteller: Mario Gericke, Anne Kasprzik, Gudrun Okras, Johanna Schall, Christine Schorn, René Steinke).
    27. März Premiere des Stückes »Der Meister und Margarita« nach dem gleichnamigen Roman von Michail Bulgakow in der Bearbeitung von Heinz Czechowski an der Berliner Volksbühne (Regie: Siegfried Höchst; Hauptdarsteller: Michael Lücke, Rolf Ludwig, Cornelia Schmaus, Werner Tietze, Joachim Tomaschewski, Winfried Wagner).
    3. April

    - 8. Juni

    Sonderausstellung »Menschenbild in Werken Alter Meister vom 16. bis 18. Jahrhundert« im Bodemuseum Berlin mit 29 Gemälden aus dem Budapester Museum für Schöne Künste, darunter Werken von El Greco, Peter Paul Rubens und Tintoretto.
    4. April

    - 24. Mai

    Ausstellung von Grafiken Wolfgang Mattheuers aus den Jahren 1948 bis 1986 im Museum der bildenden Künste Leipzig. Parallel dazu werden 200 Zeichnungen Mattheuers in der Galerie Moritzburg Halle gezeigt (5. April bis 18. Juni). Beide Ausstellungen finden aus Anlass des 60. Geburtstages des Künstlers statt und sind als Einheit zu betrachten.
    5. April

    - 6. April

    Gastspiel des Rockmusikers Carlos Santana (USA) und seiner Band (USA/Mexiko) im Palast der Republik in Berlin.
    7. April

    - 17. Mai

    Intergrafik 87, internationale Triennale engagierter Kunst, im Ausstellungszentrum am Fernsehturm in Berlin mit 709 Werken von 518 Künstlern aus 71 Ländern, darunter aus Südafrika, Paraguay und Israel. Sie steht unter dem Motto »Ich will wirken in dieser Zeit«. An einem Symposium nehmen Mitglieder von Künstlerverbänden aus über 30 Ländern teil (8. bis 9.April).
    7. April

    - 9. April

    Internationale wissenschaftliche Konferenz »Revolution und literarisches Leben, Literatur und ästhetisches Denken in der Sowjetunion und in Europa nach dem Oktober 1917« in Berlin, veranstaltet vom Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR und dem Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur.
    8. April Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR an Max Uhlig verliehen.
    8. April

    - 26. April

    Gastspiel der Eisrevue »Holiday on Ice« im Friedrichstadtpalast Berlin. In ihrer Show für die ganze Familie »Disco/scot-tisch« wirken etwa 60 Akteure mit. 47 500 Besucher sehen die Vorstellungen.
    15. April Erstmalige Verleihung des Anna-Seghers-Stipendiums an den in der DDR lebenden chilenischen Schriftsteller und Dramatiker Omar Saavedra Santis und die Schriftstellerin Ingeborg Arlt. Entsprechend einer testamentarischen Verfügung von Anna Seghers wird das Stipendium jährlich verliehen.
    22. April

    - 25. April

    11. FDGB-Kongress in Berlin. Harry Tisch erstattet den Bericht (Die Entwicklung unserer Republik ist untrennbar mit der Kraft und Autorität der Gewerkschaften verbunden) vor 3.000 Delegierten. Er wird wieder zum Vorsitzenden des FDGB gewählt.
    23. April

    - 26. Mai

    Gastspiel des Gewandhausorchesters Leipzig unter der Leitung von Kurt Masur in den USA und Japan. 28 Konzerte finden statt, unter anderem in der Carnegie Hall in New York, auf dem »Ann Arbor May Festival« in Michigan und beim Osaka-Festival. Die Konzerte haben fast 60.000 Besucher.
    28. April Preise für künstlerisches Volksschaffen an 18 Persönlichkeiten und 11 Kollektive verliehen, unter anderen an Michael Phillips, Günter Rackwitz, Jörg Schröder, Heinz Thomas und Karl Tillich, an das Arbeitertheater »Hans Otto« des Grafischen Großbetriebes »Völkerfreundschaft« Dresden, das Ensemble der Kaliwerker Zielitz, den Gemischten Chor des Zentralen Eisenbahner-Gewerkschaftsensembles »Ernst Moritz Arndt« des Reichsbahndirektionsbezirkes Berlin.
    29. April Eröffnung des Museums »Berliner Arbeiterleben um 1900« in der Husemannstraße in Berlin. Möbel, Fotos und Dokumente geben Einblick in das Arbeiterleben dieser Zeit. Zwei Räume sind Sonderausstellungen vorbehalten. Die erste berichtet über die Freizeitgestaltung des Proletariats.
    30. April Wiedereröffnung der Nationalgalerie in Berlin nach umfangreicher Renovierung, Neugestaltung und restauratorischer Betreuung einiger Exponate.
    30. April

    - 2. Mai

    Gastspiel des belgischen »Ballett des XX. Jahrhunderts« unter der Leitung von Maurice Béjart in der Komischen Oper Berlin. Die Ballettgruppe zeigt vier Choreographien ihres Begründers und Leiters. Anschließend gastiert das Ballett in Leipzig (4. bis 5. Mai).
    1. Mai

    - 3. Mai

    »Berliner Tage der Volkskunst« im Palast der Republik mit 3 300 Mitwirkenden aller Genres. 800 Sänger laden zum »Mai-Singen« ein. In einer Ausstellung werden 300 Werke der Malerei, Grafik und Plastik vorgestellt. Es ist eine Leistungsschau der Berliner Volkskünstler. Sie hat 66.000 Besucher.
    5. Mai Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR an Luise Rinser (BRD) verliehen.
    5. Mai

    - 6. Mai

    Internationales Schriftstellergespräch »Berlin - ein Ort für den Frieden« des Schriftstellerverbandes der DDR zum Berlin-Jubiläum. 60 Autoren, darunter 30 Gäste aus 25 Ländern und Westberlin, beteiligen sich am Meinungsaustausch über die gemeinsame Verantwortung für den Frieden. Nach Abschluss des Schriftstellertreffens findet auf dem Bebelplatz eine öffentliche internationale Schriftstellerlesung statt, die an die faschistische Bücherverbrennung vor 54 Jahren erinnert.
    8. Mai

    - 16. August

    Ausstellung »Schätze der Museen des Moskauer Kreml« mit 153 Exponaten aus der Zeit des 16. bis 20. Jahrhunderts, darunter Gold- und Silberschmiedekunstarbeiten, Gefäße, Gewänder, Ikonen, Gobelins sowie Waffen, im Berliner Bodemuseum.
    10. Mai Eröffnung der Berliner Gartenschau in den Stadtbezirken Marzahn und Hellersdorf. Sie ist auf 21 Hektar als Park für Erholung und Wissensvermittlung gestaltet und soll weiter ausgebaut und vervollkommnet werden.
    10. Mai Konzert der Freundschaft »Jungs aus Moskau und Berlin« von Armee-Ensembles der UdSSR und der DDR auf dem Platz der Akademie in Berlin.
    10. Mai

    - 31. Mai

    11. »Duisburger Akzente« unter dem Motto »Einblicke - Kultur und Kunst aus der DDR/Erbe und Gegenwart«. Etwa 800 Künstler aus der DDR präsentieren Kultur und Kunst der DDR in Theateraufführungen, Konzerten, Schriftstellerlesungen, Filmvorführungen sowie in wissenschaftlichen Symposien und Vorträgen. 15 Ausstellungen sind organisiert. Zu den 110 Veranstaltungen gehören die Ausstellung »Kostbarkeiten aus Goethes Kunstsammlungen, Weimar«, Konzerte der Dresdner Philharmonie, die Vorführung des DEFA-Films »Die Verlobte«, die Aufführung der »Antike-Entdeckungen« durch das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, Lesungen von Heiner Müller und Ulrich Plenzdorf, ein Rockkonzert der Gruppe »Silly«, ein Wochenende mit den Autorinnen Irene Dölling, Irmtraud Morgner, Helga Schubert, Helga Schütz. 75.000 Besucher nehmen an den Veranstaltungen teil.
    12. Mai

    - 30. Dezember

    Ausstellung »Berlin von 1648 bis 1870/71 -von der brandenburg-preußischen Residenz zur junkerlich-bourgeoisen Kaisermetropole« im Märkischen Museum.
    14. Mai Eröffnung der neuerrichteten Nikolaikirche, des ältesten Baudenkmals von Berlin und Zeugnis der Stadtgründung um 1230, als museale Einrichtung. Sie ist das Kernstück des nach historischen Vorlagen errichteten Nikolaiviertels. Eröffnung der Ausstellung »Die mittelalterliche Handelsstadt Berlin/Cölln. Die Doppelstadt von den Anfängen bis 1648« (bis 31. Dezember).
    14. Mai Uraufführung des DEFA-Films »Wengler & Söhne - Eine Legende« in Berlin (Buch: Helmut Bez; Regie: Rainer Simon; Hauptdarsteller: Christoph Engel, Carl Martin Spengler, Kathrin Waligura).
    15. Mai Eröffnung einer Bauern-Galerie im Suhler Ringberghaus als ständige Einrichtung für Kunstwerke, die sich thematisch der Arbeit und dem Leben auf dem Lande widmen. Die Galerie zeigt mehr als 80 Werke der Malerei, Grafik und Plastik von 40 namhaften Künstlern der DDR.
    15. Mai

    - 17. Mai

    Gastspiel von Miriam Makeba mit drei Konzerten im Palast der Republik in Berlin.
    15. Mai

    - 17. Mai

    Gastspiel des Staatlichen Akademischen Theaters für Oper und Ballett »Taras Schewtschenko« aus Kiew in Berlin mit drei Operninszenierungen: »Taras Bulba« von Nikolai Lyssenko, »Lucia di Lammermoor« von Gaëtano Donizetti und »Katerina Ismailowa« von Dmitri Schostakowitsch. Das Gastspiel wird in Leipzig und Dresden fortgesetzt.
    15. Mai

    - 16. Mai

    Konzert des Zentralen Musikkorps der FDJ und der Pionierorganisation »Ernst Thälmann« mit einer Laserlichtshow auf dem Platz der Akademie in Berlin (Dirigent: Hans Helmut Hunger).
    16. Mai

    - 17. Mai

    Der »Marzahner Frühling« findet statt als erstes Stadtbezirksfest zur 750-Jahr-Feier der Hauptstadt. 1200 Berufs- und Volkskünstler bieten in über 200 Veranstaltungen auf 6 Bühnen und 29 Podien Kunst und Unterhaltung. Magdeburg, der Partnerbezirk Marzahns, trägt mit vielfältigen Veranstaltungen auf einer »Festwiese« bei. Bis zum 27. September finden in allen Stadtbezirken Berlins ähnliche Feste mit den jeweiligen Partnerbezirken statt.
    18. Mai Gastspiel des Baltimore Symphony Orchestra (USA) im Schauspielhaus Berlin mit der 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven und der 2. Sinfonie in C-Dur von Robert Schumann. David Zinman dirigiert. Ein weiteres Konzert wird im Leipziger Gewandhaus gegeben.
    18. Mai

    - 31. August

    Bauausstellung der DDR in und an der Dynamo-Sporthalle in Berlin mit rund 1500 Modellen, Grafiken, Fotos und weiteren Exponaten. Sie ist die bisher größte und umfassendste Leistungsschau des Bauwesens der DDR.
    19. Mai Eröffnung des wiederaufgebauten Ephraimpalais in Berlin. Die Räumlichkeiten des Barockhauses werden der Bezirksorganisation des Verbandes Bildender Künstler zu Ausstellungszwecken dienen. Zum Auftakt ist die Ausstellung »Das Bild der Stadt Berlin vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart« (23. Mai bis 31. August) zu sehen.
    20. Mai Kunstpreis der DDR verliehen an Gudrun Brüne, Wolfgang Engel, Fritz Gebhardt, Manfred Glöckner, Hannelore Habeck, Hansjürgen Hürrig, Horst Jähner, Gerhard Kiesling, Jochen Kowalski, Eberhard Kube, Otto Kümmert, Elrid Metzkes, Otto Möhwald, Rosemarie Pammler-Lang, Johannes Peschel, Dagmar Schellenberger, Christfried Schmidt, Gerhard Schöne, Heinz Schunk, Gerhard Tittel; an das Artistenkollektiv Folker und Roswitha Triebsees, an das Kollektiv Rockformation »Silly« (Rüdiger Barton, Tamara Danz, Hans-Thomas Fritzsching, Hans-Herbert Junck, Werner Karma, Mathias Schramm).
    21. Mai

    - 26. Mai

    Kammerkonzert-Festival im Schauspielhaus Berlin. Zum Auftakt spielt die Camerata Musica unter der Leitung von ?jelko Straka (Jugoslawien). Bekannte Künstler und Ensembles aus der DDR, wie zum Beispiel das Streicherensemble »Virtuosi Saxoniae« mit dem Trompetenvirtuosen Ludwig Güttier (23. Mai), geben Konzerte.
    22. Mai Wiedereröffnung der »Neuen Kammern« von Sanssouci in Potsdam als Museum nach Rekonstruktions- und Restaurierungsarbeiten.
    23. Mai Premiere der Revue »Hallo, Berlin 7-5-0« im Friedrichstadtpalast Berlin mit Joe Bourne (USA), Dagmar Frederic, Helga Hahnemann, Alfred Müller, dem Ballett des Hauses und vielen anderen Gästen (Regie: Volkmar Neumann; Choreographie: Gisela Walther).
    23. Mai

    - 8. Juni

    Dresdner Musikfestspiele unter dem Motto »Italienische Oper in Dresden«. Fast 4.000 Künstler, unter anderem aus den Opernhäusern von Lodz und Rom, treten auf, ebenso das Londoner Sadlero's Wells Royal Ballett und das Tanztheater Pina Bausch aus Wuppertal. Eine wissenschaftliche Konferenz mit Referenten aus 19 Ländern und Westberlin gehört zum Programm. Die Festspiele haben 113.000 Besucher.
    24. Mai Premiere des Singspiels »Erwin und Elmire« im Apollo-Saal der Deutschen Staatsoper Berlin als erste Aufführung ihres neu etablierten Opernstudios (Musik: Johann Friedrich Reichardt; Text: Johann Wolfgang Goethe; Regie: Gerd Grasse; Hauptdarsteller: Ralph Eschrig, Yvonn Fussel, Lis Nilsson, Roman Trekel).
    25. Mai Johannes-R.-Becher-Preis an Armin Müller verliehen.
    25. Mai

    - 26. Juli

    Ausstellung »Wissenschaft und Produktion der DDR im Dienste des Volkes« in der Werner-Seelenbinder-Halle Berlin. Gezeigt werden l 300 Exponate, darunter Produktionsmittel und Konsumgüter, neueste Ergebnisse der Anwendung von Schlüsseltechnologien. Die Ausstellung hat 325.000 Besucher.
    26. Mai Erste Sendung des Lehrgangs »Computerstunde«, Beginn einer neuen Sendereihe der Redaktion Umschau im Fernsehen der DDR mit Gabriele und Reinhard Lehmann.
    27. Mai Beim internationalen Wettbewerb für Laienchöre »Let the peoples sing« der European Broadcasting Union (EBU) erhält der Kammerchor der Musikhochschule Franz Liszt Weimar (Leitung: Gert Frischmuth) den 1. Preis in der Kategorie Jugendchöre, der Rundfunkkinderchor Berlin (Leitung: Manfred Roost) belegt den 1. Platz in der Kategorie Kinderchöre.
    27. Mai

    - 14. August

    Ausstellung »Künstler um Palucca« mit 150 Werken von 33 Künstlern, darunter viele Meister des Bauhauses, im Kupferstichkabinett Dresden.
    27. Mai

    - 28. Mai

    Gastspiel der Leningrader Philharmonie in der Deutschen Staatsoper Berlin mit Werken russischer Komponisten, darunter das D-Dur-Konzert für Violine von Peter Tschaikowski. - Gastspiel des Wuppertaler Tanztheaters Pina Bausch im Metropol-Theater Berlin mit der Produktion »1980- ein Stück von Pina Bausch«. Das Gastspiel wird in Gera, Cottbus und Dresden fortgesetzt.
    28. Mai DDR-Erstaufführung des Musicals »Evita« an der Dresdner Staatsoper (Musik: Andrew Lloyd Webber; Text: Time Rice; Regie: Walter Nikiaus; Hauptdarsteller: Hans Großer, Gottfried Richter, Bettina Weichert).
    28. Mai Premiere von »Spektakel. Berliner Geschichten en suite« an der Volksbühne Berlin. Es werden neun Stücke unterschiedlicher Genres auf sieben Bühnen an einem Abend aufgeführt, darunter die DDR-Erstaufführung der Szenen von Heiner Müller »Preußische Spiele« (Regie: Ernstgeorg Hering, Helmut Straßburger), die Uraufführung von Lothar Trolles »Weltuntergang Berlin« (Regie: Jürgen Verdofsky), die Aufführung der Theaterfassung von Hans Falladas »Kleiner Mann - was nun?« als Revue von Tankred Dorst und Peter Zadek (Regie: Rudolf Koloc) sowie die Uraufführung des Programms »Also Kunst ist das nicht« (Text und Regie: Peter Ensikat; Musik: Bernd Wefelmeyer). In den Pausen gibt es volkstümliche Unterhaltung im Volksbühnen-Biergarten, im Parkett-Café und anderen Lokalitäten. Weiterführung des »Spektakel« bis 6. Juni, Wiederholung vom 8. bis 12. September.
    28. Mai

    - 29. Mai

    Tagung des Politischen Beratenden Ausschusses der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages in Berlin. Festliches Konzert der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Rolf Reuter und Heinz Fricke zum 750jährigen Bestehen Berlins im Schauspielhaus für die Teilnehmer der Tagung und weitere Ehrengäste. An dem Konzert beteiligen sich auch Chöre und Solisten der Deutschen Staatsoper Berlin und der Komischen Oper Berlin, Eberhard Büchner, Eva Maria Bundschuh, Jürgen Freier, Ludwig Güttier, Friedrich Kircheis, Dagmar Schellenberger, Peter Schreier und Antje Weithaas.
    28. Mai

    - 30. Mai

    Internationale Tagung »Die Literatur der DDR 1976 bis 1986« in Pisa. Literatur- und Theaterwissenschaftler aus der DDR nehmen an dieser in ihrer Art ersten Veranstaltung in Italien teil. Volker Braun, Christoph Hein und Helga Königsdorf lesen aus ihren Arbeiten.
    30. Mai Uraufführung des Balletts »Puck« in der Komischen Oper Berlin (Libretto und musikalische Einrichtung: Bernd Köllinger; Choreographie: Harald Wandtke; Hauptdarsteller: Gerald Binke, Andrea Czernetzki, Jutta Deutschland, Katrin Dix, Raymond Hubert, Mike Knospe, Mario Perricone, Angela Reinhardt, Jens-Peter Urbich, Thomas Vollmer).
    31. Mai Großes Berliner Kinderfest rund um den Alexanderplatz mit zahlreichen Bühnen für über 3 500 Berufs- und Laienkünstler, mit einem Buchbasar, mit Zentren für verschiedenste Interessen, darunter ein Zentrum »Wissenschaft und Technik«, eine »Straße der Solidarität«, mit Sport, Disko, Singen und Spielen. Etwa 350000 Besucher hat das Fest.
    31. Mai

    - 26. August

    Ausstellung »Kunstschätze der Medici« im Dresdner Albertinum mit etwa 120 Gemälden und 10 Plastiken aus Florenz. 330.000 Besucher sehen die Ausstellung. Sie wird anschließend in Berlin gezeigt (8. September bis 25. Oktober).
    1. Juni

    - 5. Juni

    Internationales Treffen der Bürgermeister anlässlich der 750-Jahr-Feier in Berlin. Abordnungen aus 83 Ländern und 168 Städten nehmen unter dem Motto »Politik für den Frieden und das Wohl der Menschen« teil.
    4. Juni

    - 30. August

    Ausstellung »Altmeister aus Worpswede« in Schwerin. Sie ist vom Museumsverein Stade (BRD) zur Verfügung gestellt worden. Mit 75 Gemälden gibt sie einen umfassenden Einblick in das Schaffen der Künstlerkolonie. Fast 85.000 Besucher sehen die Ausstellung.
    5. Juni

    - 8. Juni

    7. Festival der Freundschaft zwischen der Jugend der DDR und der UdSSR in Gera mit 800 Veranstaltungen und insgesamt 500.000 Besuchern.
    6. Juni Gastspiel des Violinvirtuosen Pinchas Zukerman und des Pianisten Marc Neikrug (beide USA) mit einem gemeinsamen Konzert. Sie spielen Werke von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss im Schauspielhaus Berlin.
    10. Juni Regierungsvereinbarung der DDR und der BRD über die weitere Gestaltung der Beziehungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes in Bonn abgeschlossen.
    10. Juni Günter Grass (BRD) liest im Gohliser Schlösschen von Leipzig aus seiner Novelle »Das Treffen in Telgte«. Der Autor trägt auch in anderen Städten der DDR Ausschnitte aus seinen Arbeiten vor, so in Berlin (14. Juni) aus seinem Roman »Die Blechtrommel«.
    10. Juni

    - 25. Oktober

    Ausstellung »Kunst in Berlin 1648-1987« im Alten Museum in Berlin. Mit 1600 Werken der bildenden Kunst von 930 Künstlern und Kunsthandwerkern wird die Entwicklung seit dem 30jährigen Krieg gezeigt. Die Ausstellung hat 165.000 Besucher.
    10. Juni

    - 23. Juni

    Internationales Seminar des UNO-Zentrums für menschliche Siedlungen (HABITAT) im Bauhaus Dessau. Städtebauer, Architekten und andere Bauspezialisten aus 15 Ländern Afrikas, Westasiens, des Afrikanischen Nationalkongresses und des Panafrikanischen Kongresses nehmen teil.
    11. Juni

    - 12. Juni

    XI. Bundeskongress des Kulturbundes der DDR in Karl-Marx-Stadt mit 900 Delegierten. Referat von Hans Pischner (Die sozialistische Nationalkultur - Kraftquell im Kampf um die Erhaltung des Friedens). Weitere Referate halten Werner Scheler und Karl-Heinz Schulmeister. Rede von Kurt Hager (Schöpferisches Wirken für die sozialistische Kultur). Hans Pischner wird als Präsident wiedergewählt.
    12. Juni IX. Kongress des Bundes der Architekten der DDR in Berlin mit 450 Delegierten. Referat von Ewald Kenn (Ideenreich verwirklichen wir die Beschlüsse des XI. Parteitages) und Schlusswort von Wolfgang Junker (Antlitz der Städte und Dörfer wurde tiefgreifend gewandelt). Ewald Henn wird als Präsident wiedergewählt.
    12. Juni

    - 16. Juni

    36. Händelfestspiele der DDR in Halle mit 47 Veranstaltungen. Aufgeführt werden die Oper »Rinaldo« und das Oratorium »La Resurrezione« von Georg Friedrich Händel, die Oper »Armida« von Christoph Willibald Gluck sowie die »Leningrader Sinfonie« von Dmitri Schostakowitsch. Die Festspiele haben 16 500 Besucher.
    15. Juni

    - 20. Juni

    In der Veranstaltungsreihe »Die schönen Ausländer« des französischen Kulturministeriums in Paris werden neun Schriftsteller der DDR vorgestellt. In 14 Autorenlesungen, Podiumsgesprächen, Treffen mit französischen Berufskollegen und Signierstunden stellen sich Fritz Rudolf Fries, Ralph Grüneberger, Christoph Hein, Stephan Hermlin, Hermann Kant, Helga Königsdorf, Uwe Kolbe, Helga Schubert und Helga Schütz vor.
    16. Juni FDGB-Kunstpreis verliehen für Literatur an: Harald Hauser, Jochen Hauser, Jan Koplowitz, Sieglinde Scholz-Amoulong, Martin Viertel; für Fernsehen und Film an: Helmut Baierl, Walter Baumert, Karin Freiberg, Gerd Gericke, Erwin Geschonneck, Joachim Hellwig, Joachim Hübner, Adam Pöpperl, Günter Reisch, Stephan Schmidt, Hans Weber, Joachim Zschocke; für Musik an: Georg Katzer, Kollektiv des Berliner Sinfonieorchesters (Chefdirigent: Claus Peter Flor); für Darstellende Kunst beziehungsweise Unterhaltungskunst: Monika Hauff, Klaus-Dieter Henkler, Barbara Kellerbauer, Maria Malle, Kollektiv »Die Herkuleskeule« (Direktor: Jürgen Strauß); für Bildende Kunst an: Wolfgang Geisler, Gerd Jaeger, Werner Klemke; für Künstlerisches Volksschaffen an: Fritz Dally, Wolfgang Stahl, Blasorchester des VEB Uhrenwerke Ruhla, Singakademie des VEB Werkzeugmaschinenkombinat »Fritz Hekkert« Karl-Marx-Stadt, Zirkel schreibender Arbeiter des Bergbaubetriebes Schmirchau der SDAG Wismut.
    16. Juni DDR-Erstaufführung des Stückes »Untergang des Egoisten Fatzer« von Bertolt Brecht in einer Textfassung von Heiner Müller am Berliner Ensemble (Regie: Joachim Tenschert, Manfred Wekwerth; Hauptdarsteller: Kirsten Block, Hans-Peter Reinecke, Ekkehard Schall, Martin Seifert, Arno Wyzniewski).
    17. Juni Übergabe von 622 Gemälden, Grafiken und Handzeichnungen von 237 Berufs- und 33 Volkskünstlern aus allen Bezirken der DDR an die Charité Berlin. Die Kunstwerke sind in der Aktion »Bilder für die Charité« des Zentralrates der FDJ und des Verbandes Bildender Künstler entstanden.
    18. Juni Erste Galerie junger Künstler der DDR in Berlin eröffnet. Sie trägt den Namen »Der weiße Elefant« und dient Ausstellungen von Werken junger Künstler.
    19. Juni

    - 20. September

    Ausstellung »Von Dürer bis Böcklin« aus der Staatlichen Kunstsammlung Weimar in Venedig. Gezeigt werden 180 Stiche deutscher, schweizerischer, holländischer und flämischer Meister des 16. bis 20. Jahrhunderts, darunter Arbeiten von Lucas Cranach, Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Rembrandt, Johann Heinrich Füssli und Max Liebermann.
    19. Juni

    - 26. Juni

    13. Internationales Symposium zum Thema »Alltag in der DDR« im World Fellowship Centre in Conway (USA-Bundesstaat New Hampshire). Aus der DDR nehmen unter anderen Lothar Bisky, Heinz Knobloch, Manfred Lötsch, Dieter Schlenstedt und Peter Wicke teil.
    19. Juni

    - 21. Juni

    »FDJ-Treff Rosa-Luxemburg-Platz« in Berlin, an dem sich mehr als 350 Solisten in fast 100 Programmen beteiligen. Auf verschiedenen Freilichtbühnen, in unterschiedlichen Spielstätten der Volksbühne und Umgebung wird ein Kulturprogramm für Jugendliche, Kinder und junge Familien angeboten. Höhepunkte sind eine »Rote Revue«, ein Mittsommernachtsspektakel mit populären Unterhaltungskünstlern der DDR unter freiem Himmel sowie ein Konzert mit Mikis Theodorakis und seinem Orchester. 150.000 Besucher beteiligen sich an diesem Fest. - 16. Tanzfest der DDR in Rudolstadt mit 1400 Mitwirkenden. 13 Volkskunstkollektive aus zwölf Bezirken nehmen an der Leistungsschau des Amateurbühnentanzes teil. 50 Einzeldarbietungen von Solisten sind in zentralen Programmen zu sehen. Erstmals gastieren Tanzklassen der Musikhochschulen. Ensembles aus sechs sozialistischen Ländern sind zu Gast.
    21. Juni

    - 28. Juni

    Gastspiel der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Otmar Suitner in der Volksrepublik Bulgarien (Sofia, Varna, Burgas und dem Seebad »Goldener Strand«). In vier Konzerten werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert aufgeführt. Solist ist der Pianist Andreas Pistorius.
    21. Juni

    - 5. August

    Ausstellung »Erlebnisse - Begegnungen - Erfahrungen« mit Arbeiten von Wieland Förster in Karl-Marx-Stadt. Gezeigt werden Zeichnungen, Plastiken, Künstlertagebücher.
    22. Juni

    - 28. Juni

    II. Werkstatt junger Theaterschaffender in Potsdam. Es werden 32 Inszenierungen und 8 literarisch-musikalische Programme von 21 Theatern, 4 Gruppen und 2 ausländischen Ensembles gezeigt. 5 junge Autoren lesen aus ihren Stücken, in einer Regiewerkstatt arbeiten Darstellergruppen unter Leitung junger Regisseure. Es werden 3 Kolloquien und 30 Werkstattgespräche durchgeführt. Zum Abschlug findet ein Theatervolksfest auf der Insel der Freundschaft mit mehr als 1500 Künstlern statt.
    22. Juni

    - 1. Juli

    Internationaler Kongreß der UNESCO »Zur Entwicklung und Verbesserung der technischen und beruflichen Bildung« in Berlin mit etwa 160 Teilnehmern aus 64 Ländern.
    25. Juni

    - 6. September

    Ausstellung »Von jenseits der Alpen - venezianische Zeichnungen vom 15. bis 19. Jahrhundert« aus dem Museo Correr Venedig in Weimar mit 131 Arbeiten.
    28. Juni Den Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt (Österreich) erhält Uwe Saeger. Den mit dem Bachmann-Wettbewerb gekoppelten Ernst-Willner-Preis erhält Irina Liebmann.
    1. Juli

    - 30. Dezember

    Ausstellung »Berlin 1871-1945« im Museum für Deutsche Geschiente in Berlin mit rund 1750 Exponaten.
    1. Juli

    - 9. August

    Gastspiel der Gasser-Delphin-Show aus der Schweiz in Berlin. Die Show hat mehr als 400.000 Besucher.
    2. Juli Uraufführung des DEFA-Films »Die Alleinseglerin« nach der gleichnamigen Erzählung von Christine Wolter in Berlin (Buch: Regine Sylvester; Regie: Hermann Zschoche; Hauptdarsteller: Manfred Gorr, Monika Lennartz, Christina Powileit, Johanna Schall, Gunter Schoß, Götz Schubert).
    2. Juli

    - 23. August

    Ausstellung »Werner Klemke - Grafik, Zeichnungen« im Marstall Berlin zum 70. Geburtstag des Künstlers mit mehr als 1.000 Werken.
    2. Juli

    - 12. Juli

    1. Werkstatt hauptstädtischer Schauspielschulen an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Sie ist dem 90. Geburtstag Bertolt Brechts gewidmet und steht unter dem Motto »Arbeit mit Texten und den Methoden Brechts«. 70 Vertreter aus sechs europäischen Hauptstädten beteiligen sich. Die Werkstatt soll künftig alle zwei Jahre durchgeführt werden.
    3. Juli DDR-Erstaufführung des Stückes »Anatomie Titus Fall of Rome - ein Shakespearekommentar« von Heiner Müller am Staatsschauspiel Dresden, auf der Probebühne Astoria (Regie: Wolfgang Engel; Hauptdarsteller: Susanne Böwe, Thomas Förster, Albrecht Goette, Janina Hartwig, Christoph Hohmann, Joachim Nimtz, Suheer Saleh, Thomas Stecher).
    4. Juli Historischer Festumzug zur 750-Jahr-Feier Berlins vom Brandenburger Tor bis zum Strausberger Platz. Mehr als 40000 Mitwirkende aus allen Bezirken der DDR zeigen mehr als 300 Bilder aus Geschichte und Gegenwart der Stadt. Über 350 Musikformationen, Hunderte Kutscher und Reiter wirken mit. 700 000 Berliner und Gäste sind bei diesem Volksfest dabei. Zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke befindet sich ein historischer Markt (bis 5. Juli). An über 180 Ständen zeigen Handwerker ihr Können, auf 50 Bühnen gestalten Künstler ihre Programme.
    7. Juli

    - 9. Juli

    Gastspiel des Humoristen Loriot (Vicco von Bülow) und seiner Partnerin Evelyn Hamann (BRD) im TiP in Berlin. Gleichzeitig werden in der Galerie des Theaters Cartoons, Fotos und Schallplatten des Künstlers gezeigt.
    11. Juli

    - 12. Juli

    Volksfest »Rostock und Schwerin grüßen Berlin« mit einem Fischmarkt, einem Bauernmarkt und zahlreichen Veranstaltungen in der Alexanderstraße Berlin. Über 5.000 Mitwirkende, darunter 2.000 Berufs- und Volkskünstler stellen Charakteristisches aus den Nordbezirken vor. Die beiden Bezirke gestalten den Auftakt für die Veranstaltungsreihe »Die Bezirke der Republik gratulieren Berlin«, die im Juli und August stattfindet.
    14. Juli

    - 19. Juli

    4. Berliner Rocksommer, das bisher größte Rockfestival der DDR auf der Insel der Jugend und im Treptower Park. 29 Gruppen und Solisten aus 7 Ländern wirken mit. Besondere Resonanz finden das Konzert von Barclay James Harvest sowie der Auftritt der Gitarristen John McLaughlin (Großbritannien) und Paco de Lucia (Spanien). Aus der DDR sind unter anderen die Gruppen Chicoree, Engerling und Karat, die Jonathan Blues Band, Lutz Kerschowski und Band sowie Angelika Weiz und Band beteiligt. Das Fest hat 70.000 Besucher.
    19. Juli

    - 31. Dezember

    Ausstellung »Verfemt, verfolgt, verboten« in der Galerie Moritzburg Halle. Sie ist dem 50. Jahrestag der Ausstellung »Entartete Kunst« in München gewidmet und vereint 65 Werke von 43 Künstlern.
    21. Juli

    - 4. August

    »Bücher-Treff« im Ausstellungszentrum am Fernsehturm, vom Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig in Berlin veranstaltet. Alle 78 Verlage der DDR sind an der Schau beteiligt. Sie zeigen rund 4.000 Bücher. Sonderausstellungen, Bücherverkauf und literarische Veranstaltungen stehen auf dem Programm. 41.000 Besucher sehen die Schau.
    25. Juli

    - 26. Juli

    Berliner Wasserfest an Dahme, Spree und Müggelsee mit 300 Veranstaltungen. Die Eröffnungsveranstaltung an der Regattastrecke hat 2.000 Mitwirkende. Eine kilometerlange Jubiläums-Schiffsparade, der Stralauer Fischzug, die Mitternachtsrevue, Volksfeste in Strandbädern und eine Wasserwanderung mit 20.000 Booten gehören zu diesem Fest, an dem auch die Bezirke Frankfurt (Oder) und Potsdam beteiligt sind. 500.000 Gäste besuchen das Fest.
    26. Juli Konzert des Internationalen Studentenorchesters europäischer Musikhochschulen zum Berlin-Jubiläum im Schauspielhaus Berlin (Leitung: Gert Bahner). Junge Musiker aus 17 Ländern Europas führen Musik des 20. Jahrhunderts sowie zum Abschluss die 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf.
    26. Juli Eröffnung des Josef-Ignacy-Kraszewski-Museums in Dresden nach langjähriger Rekonstruktion in Zusammenarbeit mit der Volksrepublik Polen.
    27. Juli

    - 2. August

    VIII. Turn- und Sportfest der DDR in Leipzig. Ausstellung »Kunst und Sport« mit Werken der bildenden Kunst einschließlich des Volkskunstschaffens (15. Juni bis 2. August).
    29. Juli Wiedereröffnung des rekonstruierten Französischen Doms am Platz der Akademie in Berlin. Das Hugenottenmuseum erhielt am 29. Oktober 1983 darin sein Domizil. Der Turm beherbergt außerdem einen Vortragsraum, das Archiv und die Bibliothek der Französisch-Reformierten Gemeinde, ein Weinrestaurant und verfügt über eine Aussichtsplattform.
    30. Juli

    - 5. August

    29. Konferenz des Internationalen Rates für traditionelle Musik (ICTM) in Berlin. 240 Delegierte aus 40 Ländern und aus Westberlin beteiligen sich an der Generalversammlung sowie am wissenschaftlichen Tagungsprogramm mit dem Hauptthema »Traditionelle Musik und kulturelle Identität«. Erich Stockmann (DDR) wird zum Präsidenten wiedergewählt.
    1. August

    - 10. August

    Veranstaltungsreihe »August im August

    - Internationale Clowns im TiP« mit vier Solisten und zwei Duos aus der Schweiz und aus Italien. Der weibliche Clown Gardi Hutter (Schweiz) eröffnet die Reihe mit dem Programm »Die tapfere Hanne«.

    4. August

    - 13. August

    Gastspiel des »Theaters an der Wien« unter Leitung von Peter Weck mit dem Tanzmusical »Cats« von Andrew Lloyd Webber nach Gedichten von T. S. Eliot an der Komischen Oper Berlin (Regie und Choreographie: Gillian Lynne; musikalische Leitung: Andre Bauer). Angelika Muster stellt die Grizabella dar. Es ist das erste Gastspiel im Ausland. 18.000 Zuschauer sehen die 15 Aufführungen.
    12. August

    - 20. September

    Ausstellung mit Holzspielzeug von 25 Holzgestaltern der DDR in der Erfurter »Galerie am Fischmarkt«. Die erste Ausstellung dieser Art präsentiert sowohl handwerklich als auch industriell herstellbares Spielzeug und hat über 35.000 Besucher.
    14. August

    - 21. August

    Gastspiel des Berliner Ensembles zum 41. Internationalen Edinburgher Festival mit »Troilus und Cressida« von William Shakespeare, »Der kaukasische Kreidekreis« von Bertolt Brecht und dem Brecht-Programm »Amüsement und die Sorge um den Bruder« (Musik: Kurt Weill, Hanns Eisler).
    15. August Aufführung des »War Requiem« von Benjamin Britten im Schauspielhaus Berlin mit dem »Weltorchester der musikalischen Jugend«, Mitgliedern des Wiener Jeunesse-Chores, dem »Boys Choir of Harlem«, mit den Gesangssolisten Carol Vaness (USA), Robert Taer (Großbritannien) und Andreas Schmidt (BRD). Es dirigiert Jeffrey Tate (Großbritannien).
    15. August

    - 21. August

    17. Poetenseminar der FDJ in Schwerin mit mehr als 100 Teilnehmern.
    20. August Zum Generalintendanten des Deutschen Nationaltheaters Weimar wird Fritz Wendrich berufen.
    21. August

    - 25. September

    Erstsendung des 6teiligen Fernsehfilms »Einzug ins Paradies« nach dem gleichnamigen Roman von Hans Weber (Regie: Achim und Wolfgang Hübner; zu den zahlreichen Darstellern gehören: Kurt Böwe, Barbara Dittus, Eberhard Esche, Ursula Karusseit, Rolf Ludwig, Walfriede Schmitt, Jutta Wachowiak, Ursula Werner).
    22. August Historisches Militärkonzert der vereinten Musikkorps und Orchester der NVA und der Grenztruppen der DDR auf dem Berliner Platz der Akademie mit 750 Musikern unter der Leitung von Heinz Hacker.
    24. August

    - 31. August

    Gastspiel der Dresdner Staatskapelle zum Athen-Festival mit Anton Bruckners 4. Sinfonie (Leitung: Hans Vonk) und Gastspiel der Dresdner Staatsoper mit Richard Wagners »Lohengrin« (Dirigenten: Horoshi Wakasungi und Ude Nissen).
    25. August Uraufführung des DEFA-Films »Kindheit« in Berlin (Buch und Regie: Siegfried Kühn; Hauptdarsteller: Carmen-Maja Antoni, Fritz Marquardt, Marc Poser).
    27. August Das gemeinsame Dokument der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED und der Grundwertekommission der SPD »Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit« wird auf einer internationalen Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit übergeben.
    27. August Uraufführung des DEFA-Dokumentarfilms »The Time is Now -Jetzt ist die Zeit« (Buch: Rolf Richter; Regie: Eduard Schreiber) in Berlin.
    2. September

    - 3. September

    9. Hauptversammlung des Bibliotheksverbandes der DDR in Leipzig. Karl-Heinz Jügelt wird zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt.
    2. September

    - 3. September

    Gastspiel des Johann-Strauß-Orchesters Wien im Schauspielhaus Berlin mit Wiener Melodien.
    9. September Ausstellung »Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik« in Bonn eröffnet. Sie gibt mit Werken von 50 Künstlern einen Überblick über die Entwicklung der Plastik in der DDR bis zur Gegenwart. Die Ausstellung wird anschließend in München und Mannheim gezeigt.
    15. September Schinkelmuseum in der rekonstruierten Friedrichswerderschen Kirche in Berlin eröffnet. Die ständige Ausstellung besteht aus klassizistischen Skulpturen von Berliner Meistern sowie aus einer geschichtlichen Dokumentation.
    16. September

    - 17. September

    Tage der sozialistischen Gegenwartsliteratur im Bezirk Halle mit Schriftstellern aus der DDR und der UdSSR. Sie sollen künftig alle zwei Jahre stattfinden.
    16. September

    - 19. September

    16. Internationales Schlagerfestival in Dresden mit Solisten und Gruppen aus 20 Ländern, darunter erstmals Interpreten aus Ägypten, Argentinien, China, Mexiko und Simbabwe. Den Grand Prix erhält die indische Sängerin Hema Sardessai, den I.Preis die sowjetische Rockgruppe Semljanje.
    17. September Friedenskonzert der FDJ mit Bob Dylan, Roger McGuinn und Tom Petty mit den Heartbreakers auf der Treptower Festwiese in Berlin.
    17. September

    - 18. September

    Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden beim »Belgrader Internationalen Theaterfestival« (BITEF) mit »Penthesilea« von Heinrich von Kleist (Regie: Wolfgang Engel).
    18. September

    - 11. Oktober

    Ausstellung mit mehr als 100 grafischen Werken von Arno Mohr in Moskau.
    22. September Gastspiel der Halleschen Philharmonie beim ersten internationalen Babylon-Festival im Irak beginnt.
    22. September

    - 26. September

    15. Tage des sozialistischen Films im Bezirk Halle. Sie werden eröffnet mit der Uraufführung des DEFA-Films »Liane« (Buch und Regie: Erwin Stranka; Hauptdarsteller: Arianne Borbach). Als weitere Filme werden vorgestellt: »Vogelscheuche« (UdSSR), »Das Patenkind« (Polen) und »Stille Freude« (CSSR).
    22. September

    - 27. September

    Gastspiel von Hermann van Veen (Niederlande) mit der Kinderoper »Die seltsamen Abenteuer der Ente Alfred Jodokus Quak« im Berliner Ensemble.
    22. September

    - 15. November

    Ausstellung »Willi Sitte, Liebesbilder« in der Kunsthalle Weimar mit 146 Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken.
    25. September

    - 25. Oktober

    XXXI. Berliner Festtage des Theaters und der Musik mit rund 550 Veranstaltungen, die mehr als 360.000 Besucher haben. Zu Gast aus dem Ausland sind 50 Ensembles und 20 Solisten aus 29 Ländern. Dazu gehören das Bolschoi-Theater Moskau, das Maly-Theater Leningrad, das Royal Philharmonie Orchestra London, das Concertgebouworkest Amsterdam unter Leonard Bernstein, das Ballett der Hamburger Staatsoper, die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper, die Stockholmer Philharmonie unter Leitung von Paavo Berglund, der französische Chansonnier George Moustaki. Ein Gastspiel gibt das Staatliche Puppentheater Neubrandenburg. Die Berliner Bühnen beteiligen sich mit 10 Premieren, dazu gehören das Lessing-Projekt am Deutschen Theater mit den drei Stücken »Nathan der Weise«, »Emilia Galotti« und »Philotas«, weiterhin das Stück »Barbaren« von Maxim Gorki am Maxim Gorki Theater sowie die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart »Don Giovanni« an der Komischen Oper Berlin.
    26. September

    - 1. November

    Dokumentarische Ausstellung »Säuberung des Kunsttempels?« in Potsdam über die Verfolgung der modernen Kunst durch den Faschismus. Sie soll 1988 in eine größere Ausstellung in Weimar zu dieser Problematik übernommen werden.
    1. Oktober

    - 10. Oktober

    1. Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik, veranstaltet vom Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik unter Mitwirkung des Partnerbezirkes Wroclaw. Es finden 30 Musik- und Tanzveranstaltungen statt. Mehrere DDR-Erstaufführungen gehören zum Programm, so die Turangalila-Symphonie von Olivier Messiaen durch die Weimarer Staatskapelle unter Leitung von Herbert Kegel. Ein wissenschaftliches Kolloquium »Avantgardismus kontra Popularität?« ergänzt das Programm. Die Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik haben mehr als 15.000 Besucher.
    2. Oktober

    - 8. Dezember

    Ausstellung »Tonfiguren von Kriegern und Pferden der Qin-Dynastie Chinas - Sensationelle Grabungsfunde aus der VR China« im Pergamonmuseum Berlin. Gezeigt werden mehr als 30 Exponate, neben den lebensgroßen Figuren auch Waffen, Architekturdetails und Bronzegeräte. Die Ausstellung hat mehr als 180.000 Besucher.
    3. Oktober DDR-Erstaufführung des Stückes »Der Park« von Sean O'Casey in Magdeburg (Regie: Horst Ruprecht; Hauptdarsteller: Andreas Keller, Dieter Lenkert, Gisela Hess, Ingeborg Schmitz, Dirk Schoedon).
    3. Oktober

    - 3. April

    X. Kunstausstellung der DDR in Dresden. Gezeigt werden 2 850 Werke von 1560 Künstlern. Die Ausstellung hat 1100.000 Besucher.
    3. Oktober

    - 18. Oktober

    Erstmals Festival der Kunst »Begegnungen '87« in Karl-Marx-Stadt mit 69 Veranstaltungen. 900 in- und ausländische Künstler, darunter viele Gäste der Berliner Festtage, wirken mit, so das Maly-Theater Leningrad, das Theater am Geländer Prag, der Sänger Peter Hofmann und das Bundesjugendorchester aus der BRD. Premiere hat die Oper »Katerina Ismailowa« von Dmitri Schostakowitsch (Regie: Carl Riha; Sänger: Dorit Bohrenfeldt, Christa Hilpisch). Zum Abschluss wird ein internationales Gitarrenfestival veranstaltet. Die »Begegnungen« sollen künftig jedes Jahr stattfinden.
    3. Oktober

    - 7. Oktober

    750-Jahr-Feier der Stadt Gera mit einer Festwoche. Zum Programm gehören ein historischer Festumzug, gestaltet von 9.000 Werktätigen, ein Marktfest im Stadtzentrum und zahlreiche weitere Veranstaltungen, unter anderem auch verschiedene Berliner Beiträge. Eine Ausstellung »Schätze aus Dresden« zeigt Kunstwerke aus der Galerie Neue Meister.
    4. Oktober

    - 22. November

    Ausstellung »Kassandra« in der Galerie Moritzburg Halle. Gezeigt werden 70 Werke von 16 Künstlern von der griechischen Vasenmalerei bis zur Gegenwartskunst der DDR.
    7. Oktober Nationalpreisträger für Kunst und Literatur 1987: 1 Lothar Bellag, Ruth Berghaus-Dessau, Horst Drinda, Günter Kochan, Kurt Sanderling, Werner Tübke, Christa Wolf, Kollektiv Gestaltung des Nikolaiviertels (Peter Böttcher, Bernhard Melzer, Joachim Redmer, Günter Stahn, Gerhard Thieme); II Siegfried Berthold, Gerhard Holtz-Baumert, Erich Kaufmann, Gerhard Kettner, Otto Mellies, Peter Rösel, Gisela Steineckert, Eva Strittmatter, Lothar Warneke, Udo Zimmermann, Kollektiv des Verlages Volk und Welt (Gerhard Böttcher, Jürgen Grüner, Jutta Janke, Leonhard Kossuth, Manfred Küchler, Werner Rode); III Peter Abraham, Thomas Billhardt, Peter Groeger, Helga Hahnemann, Gerd Jaeger, Gottfried Kohl, Rolf Felix Müller, Ude Nissen, Carola Nossek-Hafermalz, Irmtraud Ohme, Ekkehard Wlaschiha, Jürgen von Woyski, Kollektiv Entwicklung der Schulbaureihe 80 (Armin Grimm, Jürgen Grundmann, Manfred Köchel, Georg Mees, Ottokar Schröder, Wolfgang Steger).
    7. Oktober

    - 22. Oktober

    5. Internationale Liedertournee der FDJ durch 13 Städte der DDR. Mitwirkende sind unter anderen Jenny Cardenas aus Bolivien und Elzbieta Woynowska mit ihrer Gruppe aus der Volksrepublik Polen. Die Tournee wird beim Fest junger Talente und Künstler in Dresden beendet.
    8. Oktober

    - 19. Oktober

    Gewandhaus-Festtage »Internationale Orchester« in Leipzig. 13 Veranstaltungen finden statt, dazu das internationale Gewandhaus-Symposium »Anton Bruckner. Leben - Werk - Interpretation - Rezeption«. Beteiligt sind namhafte ausländische Orchester und Solisten aus sieben Ländern, darunter die Budapester Sinfoniker unter Leitung von György Lehel und die Münchner Philharmoniker unter Leitung von Sergiu Celibidache. Die Festtage haben mehr als 20.000 Besucher.
    11. Oktober DDR-Erstaufführung des Stückes »Diktatur des Gewissens« von Michail Schatrow im Schauspielhaus Leipzig (Regie: Karl Kayser; Hauptdarsteller: Ruth Friemel, Heidemarie Geese, Werner Godemann, Dieter Jaßlauk, Doris Schmude).
    12. Oktober

    - 15. Oktober

    10. Nationales Festival Dokumentär- und Kurzfilm der DDR für Kino und Fernsehen in Neubrandenburg. 57 neue Produktionen werden vorgestellt, darunter »Teufelszeug« von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann, »Der Aussteiger« (Redaktion: Walter Heinz), »Das Pflugwesen - es entwickelt sich« (Buch: Uwe Kant; Regie: Winfried Junge), sowie »Wenn man eine Liebe hat« und »Das Zünglein an der Wahrheit« (beide Buch: Gitta Nickel, Wolfgang Schwarze; Regie: Gitta Nickel).
    16. Oktober Übergabe des Panorama-Bildes »Frühbürgerliche Revolution in Deutschland« in Bad Frankenhausen von Werner Tübke an das Ministerium für Kultur.
    21. Oktober

    - 25. Oktober

    »Fest junger Talente und junger Künstler« in Dresden mit 180 Veranstaltungen. 273 Ensembles und Solisten treten auf, darunter das FDJ-Sinfonieorchester unter Leitung von Reinhard Seehafer. In mehreren Veranstaltungen stellen sich junge Preisträger internationaler Wettbewerbe vor. Eine Jugendrevue und zahlreiche Gesprächsrunden ergänzen das Programm. Eine Ausstellung mit Auftragswerken der FDJ von mehr als 60 Künstlern ist eine von vier Ausstellungen. Mehr als 100.000 Besucher kommen zu den Veranstaltungen.
    21. Oktober

    - 26. Oktober

    Gastspiel des Tanztheaters der Komischen Oper Berlin in Moskau mit mehreren Ballett-Inszenierungen, darunter »Hoffmanns Erzählungen« von Jacques Offenbach sowie Sergej Prokofjews »Romeo und Julia« (Choreographien: Tom Schilling). Zuvor hatte das Ensemble in Leningrad gastiert.
    23. Oktober Staatsakt der Deutschen Demokratischen Republik anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins. Festansprache Erich Honeckers (Berlin widerspiegelt Schöpfertum und Fleiß eines freien Volkes auf freiem Grund).
    25. Oktober Gastspiel Peter Schreiers bei den Budapester Kunstwochen mit Liedern von Ludwig van Beethoven. Er wird am Klavier begleitet von Walter Olbertz.
    27. Oktober

    - 23. November

    Herbsttournee des Leipziger Gewandhausorchesters durch Luxemburg, Belgien, Frankreich, die Schweiz und die BRD. Im Mittelpunkt stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Anton Bruckner, Sergej Rachmaninow und Franz Schubert. Die insgesamt 24 Konzerte haben 38.000 Besucher.
    28. Oktober

    - 29. Oktober

    Gastspiel Gilbert Bécauds (Frankreich) im Friedrichstadtpalast Berlin.
    29. Oktober

    - 5. November

    XVI. Festival des sowjetischen Films in der DDR. Gezeigt werden acht Filme, darunter »Abschied von Matjora« (Regie: Elem Klimow), »Briefe eines toten Mannes« (Regie: Konstantin Lopuschanski) sowie »Ein Regenschirm für Verliebte« (Regie: Rodion Nachapetow).
    30. Oktober Den Hanns-Eisler-Preis erhalten Thomas Heyn und Helmut Zapf.
    30. Oktober Premiere des Stückes »Fegefeuer in Ingolstadt« von Marieluise Fleißer (BRD) am Berliner Ensemble (Regie: Axel Richter; Hauptdarsteller: Annemone Haase, Barbara Dittus, Michael Gerber, Herbert Olschok, Renate Richter).
    5. November Uraufführung des DEFA-Films »Vorspiel« in Berlin (Regie: Peter Kahane; Hauptdarsteller: Hendrick Duryn, Susanne Hoß, Ahmad Mesgarha, Antje Straßburger).
    7. November

    - 21. November

    Gemeinsamer Auftritt »Zu Zweit« der Leningrader Music Hall und des Friedrichstadtpalastes Berlin (Regie: Ilja Rachlin, Detlef-Elken Kruber) im Friedrichstadtpalast.
    10. November Ehrung Arnold Zweigs aus Anlass seines 100. Geburtstages mit einer Festveranstaltung in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin und weiteren Gedenkveranstaltungen von verschiedenen Institutionen. Am Vorabend wird in Berlin-Pankow die Gedenkstätte für Arnold Zweig der Öffentlichkeit übergeben.
    13. November 1. Musikfesttage des Bezirkes Magdeburg mit einem Konzert des neugegründeten Ensembles für zeitgenössische Musik eröffnet. Es finden rund 400 Veranstaltungen statt, die besonders dem Gegenwartsschaffen gewidmet sind.
    13. November Uraufführung der 5. Sinfonie von Günter Kochan in Berlin (Dirigent: Claus Peter Flor).
    15. November Ehrung Gerhart Hauptmanns zum 125. Geburtstag des Schriftstellers an verschiedenen Stätten seines Wirkens. In Putbus werden Theatertage begangen (10. bis 15. November), an denen auch die Theater aus Rostock, Stralsund und Greifswald teilnehmen. In Erkner wird das neugestaltete Hauptmann-Museum im Rahmen der VI. Gerhart-Hauptmann-Tage wiedereröffnet. An der Berliner Volksbühne findet ebenfalls eine Hauptmann-Woche statt, bei der das Drama »Der rote Hahn« Premiere hat (Regie: Ernstgeorg Hering, Helmut Straßburger; Hauptdarsteller: Käthe Reichel, Wilfried Ortmann).
    15. November

    - 14. Februar

    Ausstellung »Gabriele Mucchi. Malerei und Grafik. Jenny Mucchi-Wiegmann. Plastik« im Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg. Gezeigt werden über 100 Bilder von Gabriele Mucchi und 40 Plastiken von Jenny Mucchi-Wiegmann.
    16. November

    - 22. November

    Plenartagung der Akademie der Künste der DDR zum Thema »Künste und Künstler in unserer Zeit« in Berlin. 40 Korrespondierende Mitglieder nehmen teil, von denen sich viele in künstlerischen und Diskussionsveranstaltungen vorstellen, so unter anderen der Schriftsteller Daniil Granin (UdSSR), der Dokumentarfilmer Santiago Alvarez (Kuba), der Schriftsteller Walter Jens (BRD), der Komponist Aribert Reimann (Westberlin). Mehrere Ausstellungen finden statt, darunter die Kunstausstellung »Jugend im Sozialismus« im Marstall (bis 20. Dezember), gestaltet von den Akademien der Künste der DDR und der UdSSR. Zum Programm gehört ein Symposium »Internationale Wechselbeziehungen der Künste in der Kunststadt Berlin 1918-1933«. Das rekonstruierte Hauptgebäude am Robert-Koch-Platz wird übergeben.
    16. November

    - 21. November

    X. Kongress der Internationalen Vereinigung der Theaterkritiker (AICT/IATC) in Berlin. Etwa 140 Delegierte aus 40 Ländern nehmen teil. Ein wissenschaftliches Kolloquium »Die Bedeutung des Theaters und der Theaterkritik in der Geschichte einer Stadt, eines Territoriums und einer kulturellen Region« findet im Zusammenhang mit dem Berlin-Jubiläum statt.
    16. November

    - 19. November

    Gastspiel der japanischen Shochiku-Kageki-Revue im Palast der Republik in Berlin.
    18. November

    - 21. November

    Gastspiel des »Kabuki-Theater Ishikawa Ennosuke III« (Japan) in der Volksbühne Berlin.
    20. November

    - 31. Januar

    Ausstellung zum 150jährigen Jubiläum des Museums der bildenden Künste in Leipzig mit Exponaten aus der Geschichte des Museums.
    21. November Gastspiel des italienischen Pianisten Maurizio Pollini im Schauspielhaus Berlin.
    21. November

    - 26. November

    XXX. Internationale Leipziger Dokumentar-und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen. Im Wettbewerb werden 67 Filme aus 29 Ländern, aus Westberlin und von der PLO gezeigt. Eine Schau von Preisträgerfilmen vergangener Jahre ist eine von zwei Retrospektiven. Erstmals gibt es ein spezielles Angebot für Kinder. »Goldene Tauben« erhalten die Filme »Die Söhne des Flusses« (Nikaragua), »Wohin die Rosen nicht dürfen« (CSSR) und der Animationsfilm »Konsequenz« (DDR) sowie »Stapellauf« (Polen).
    22. November Erstsendung des Fernsehfilms »Die erste Reihe« nach Motiven des gleichnamigen Buches von Stephan Hermlin (Buch: Eberhard Görner; Regie: Peter Vogel; Hauptdarsteller: Jürgen Haase, Roman Kaminski, Ulrich Mühe, Walther Plathe, Johanna Schall). Eine Voraufführung hatte bereits beim »Fest junger Talente und junger Künstler« in Dresden stattgefunden.
    22. November Premiere des Zwei-Personen-Stückes »Der Kuss der Spinnenfrau« von Manuel Puig (Argentinien) am Theater im 3. Stock in der Volksbühne Berlin (Regie: Rudolf Koloc; Hauptdarsteller: Herbert Sand, Axel Wandtke).
    23. November Den Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München erhält Christa Wolf für ihr Buch »Störfall«.
    24. November

    - 26. November

    X. Schriftstellerkongress der DDR in Berlin. Etwa 500 Delegierte und Gäste nehmen teil. Es referiert Hermann Kant (Zum Schriftstellerberuf gehört, stets auf Posten zu sein in den Kämpfen der Zeit), der auch zum Präsidenten wiedergewählt wird.
    28. November Ring-Uraufführung des Stückes »Passage« von Christoph Hein im Staatsschauspiel Dresden sowie in Essen und Zürich (Regie in Dresden: Klaus-Dieter Kirst).
    2. Dezember

    - 3. Dezember

    Gastspiel der Travestie-Künstler »Mary und Gordy« (BRD) im Metropol-Theater Berlin.
    3. Dezember Uraufführung des DEFA-Films »Die Russen kommen« in Berlin (Regie: Heiner Carow; Hauptdarsteller: Gert Krause-Melzer, Viktor Perewalow).
    3. Dezember

    - 3. Januar

    Eine gemeinsame Ausstellung »Kunst & Arbeit« (gestaltet von der DDR und Österreich) im Alten Museum Berlin. Die mehr als 300 gezeigten Werke sind der Darstellung arbeitender Menschen in der bildenden Kunst gewidmet. Die Ausstellung wird anschließend in Wien gezeigt (ab 25. Januar 1988).
    5. Dezember 7. Saarbrücker Buchausstellung »Bücher aus der DDR« mit 3 500 Publikationen aus der Belletristik sowie Sach- und Fachliteratur. Es ist die größte Ausstellung dieser Art in der BRD. Dazu gehört ein umfangreiches Rahmenprogramm.
    8. Dezember

    - 28. Januar

    Ausstellung mit 100 Zeichnungen von Boris Taslitzki (Frankreich) im Otto-Nagel-Haus Berlin.
    13. Dezember Premiere des DEFA-Kinderfilms »Hasenherz« in Berlin (Regie: Gunter Friedrich; Hauptdarsteller: Bettina Hohen-see).
    14. Dezember Den Heinrich-Heine-Preis erhält Manfred Jendry-schik.
    19. Dezember DDR-Erstaufführung des Stückes »Victor oder die Kinder an der Macht« des französischen Autors Roger Vitrac am Maxim Gorki Theater Berlin (Regie: Rolf Winkelgrund; Hauptdarsteller: Götz Schubert).
    19. Dezember Premiere der Oper »Orpheus und Eurydike« von Christoph Willibald Gluck an der Komischen Oper Berlin (Regie: Harry Kupfer; Sänger: Jochen Kowalski, Dagmar Schellenberger). Die Premiere ist der Beginn der Festtage zum 40jährigen Bestehen der Komischen Oper (bis 3. Januar 1988). Auf dem Programm der Festtage stehen weiterhin Aufführungen der Oper »Judith« von Siegfried Matthus sowie eines Mozart-Zyklus mit den fünf Hauptopern »Die Zauberflöte«, »Don Giovanni«, »Die Hochzeit des Figaro«, »Die Entführung aus dem Serail« und »Cosi fan tutte«.