Karl-Heinz Gerstner

    Aus DDR-Lexikon

    Journalist geboren: 15. November 1912 in Berlin-Charlottenburg

    Karl-Heinz Gerstner war bereits jahrelang als engagierter Journalist tätig gewesen, als er zum Fernsehen überwechselte. In der populären Sendung "Prisma" gab er fundierte Wirtschaftsbetrachtungen, komplexe politische Zusammenhänge sowie manche Kritik am sozialistischen Regime zum Besten und schloss stets mit den Worten "sachlich, kritisch, optimistisch." Gerstner galt als DDR-Institution, der mit seinen unzähligen Wirtschaftsbeiträgen in Zeitungen und TV ein großes Publikum begeisterte.

    • Sohn von Dr. Karl Ritter, Diplomat, 1946 in Nürnberg verurteilt
    • 1931-35 Studium in Berlin (Jura)
    • 1937 Promotion an der Universität Erlangen
    • 1940-45 Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes in der Pariser Botschaft, Unterstützung der Résistance
    • 1944-45 Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes Berlin
    • 1945 Stellvertretender Bürgermeister von Berlin-Wilmersdorf
    • ab 1948 Wirtschaftsjournalist, ab 1973 Chefreporter der "Berliner Zeitung"
    • 1957 Kandidat der SED
    • 1955-88 wöchentlicher Kommentator bei einer sonntäglichen Wirtschaftsbetrachtung im Rundfunk
    • 1965-78 Moderator des Magazins "Prisma" beim DFF
    • beim Ministerium für Staatssicherheit als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) erfasst
    • 1982 Vaterländischer Verdienstorden
    • 1987 Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden
    • 1989 Ruhestand
    • 1999 Autobiografie "Sachlich, kritisch, optimistisch"