Ursula Böttcher

    Aus DDR-Lexikon

    Dompteuse geboren: 6. Juni 1927 in Dresden

    Die ungewöhnliche Karriere der Ursula Böttcher begann als Putzfrau und Platzanweiserin im Zirkus. Als erste und bisher einzige Dompteuse erhielt sie 1974 den Zirkus-Oscar und wurde mit dem Nationalpreis der DDR und einer Sonderbriefmarke geehrt. Der so genannte "Todeskuss" mit ihren Eisbären Maika, Tromsö, Olaf, Boris und Kenneth schlug weltweit das Publikum in seinen Bann.

    • 1952 Putzfrau beim Zirkus "Busch"
    • 1952-65 Ehe mit dem Dompteur Erich Böttcher
    • 1955 erste Auftritte beim Zirkus "Barlay": Löwendressur
    • ab 1960 Engagement beim Staatszirkus der DDR (ab 1991 "Berliner Circus Union")
    • 1964 weltweit einmalige Eisbärendressur mit bis zu zwölf Tieren
    • zahlreiche Auslandsvorführungen, u.a. in Asien und den USA; insgesamt sechsjähriges USA-Gastspiel
    • 1974 Ehrung mit dem Zirkus-Oscar als erste und bisher einzige Dompteuse
    • 25.7.1999 letzter Auftritt Böttchers wegen Auflösung der Tierdressur der "Berliner Circus Union"